Weihnachten - auch für Tiere??++++"Wie konntest Du?"+++Der Panther


Zitate

Testament eines Hundes

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles, was sie haben, denen zu hinterlassen, die sie lieben.

Ich würde auch solch ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf,
mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und
den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme, den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im liebenden Arm.
 
Wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht: “Nie wieder werde ich einen Hund haben, der Verlust tut viel zu weh!•
Such Dir einen einsamen, ungeliebten Hund aus und gib ihm meinen Platz. Das ist mein Erbe.

Die Liebe, die ich zurücklasse, ist alles, was ich geben kann.

(Verfasser unbekannt)

Es geht nicht darum,

ob sie denken können oder

ob sie sprechen können

Es geht einzig und allein darum

ob sie LEIDEN können!

Jeremy Bentham 1748 - 1832

Nicht Gnade,

sondern Gerechtigkeit

sind wir

den Tieren

schuldig

Arthur Schopenhauer


Die Tiere leiden und erfuellen

mit ihrem Seufzen die Luefte.

Die Waelder fallen der

Vernichtung anheim.

Die Berge werden geoeffnet

und ihrer Metalle beraubt,

welche in ihren Adern wachsen.

Aber das menschliche Verhalten

ist schnell, jene zu loben und

zu ehren, welche durch ihr Tun

der Natur wie der

Menschheit den groessten

Schaden zufuegen.

Leonardo da Vinci

+++++++++++++++


Alle Geschoepfe der Erde fuehlen

wie wir.

Alle Geschoepfe der Erde

streben nach Glueck

wie wir.

Alle Geschoepfe der Erde

lieben, leiden und sterben

wie wir.

Also sind sie uns

gleichgestellte Werke

des allmaechtigen

Schoepfers

Franz von Assisi


Ehrfurcht vor dem Leben

ist ins Grenzenlose

erweiterte Verantwortung

fuer alles, was lebt

Albert Schweitzer

++

++

++

++

++

++


Wo es um Tiere geht,

wird jeder zum Nazi.

Fuer die Tiere ist

jeden Tag Treblinka

Isaac B. Singer


Unmenschen gibt es,

aber keine Untiere

Karl Julius Weber

++

++

++

++


Grausamkeit gegen Tiere

ist eines der kennzeichnendsten

Laster eines niederen und

unedlen Volkes

Alexander von Humboldt


Man kann gar wohl fragen:

Was waere der Mensch

ohne die Tiere?

Aber nicht umgekehrt:

Was waeren die Tiere

ohne die Menschen

Friedrich Hebbel


Man kann in die Tiere

nichts hineinpruegeln,

aber man kann

manches aus ihnen

herausstreicheln

Astrid Lindgren


Der Hund

ist die Tugend,

die sich nicht zum

Menschen machen

konnte

Victor Hugo


Wer gegen

Tiere grausam ist,

kann kein guter

Mensch sein.

Arthur Schopenhauer


Wer die Opfer nicht schreien hören,

nicht zucken sehen kann,

dem es aber,

sobald er ausser Seh- und Hörweite ist,

gleichgültig ist, dass es schreit und dass es zuckt -

der hat wohl Nerven, aber -

Herz hat er nicht

Bertha von Suttner


" Zweifeln Sie niemals daran,

dass eine kleine Gruppe von Menschen

mit einem ausgepraegten Gewissen

die Welt aendern kann.

Wie die Vergangenheit zeigt,

sind naemlich genau sie es

schon immer gewesen, die das als

einzige erreicht haben."

Margaret Mead


"Wie konntest Du?"


Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich dich mit meinen Mätzchen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich "dein Kind" und trotz einer Anzahl von gekauten Schuhen und einigen Sofakissen, die ich "ermordete", wurde ich dein bester Freund. Wann immer ich "ungezogen" war, zeigtest du mir mahnend den Zeigefinger und sagtest: "Wie konntest Du?" - aber dann hattest du dich sofort erweichen lassen und rolltest mich zur Seite, um meinen Bauch zu kraulen. Meine Aufenthalte in der Wohnung wurden während deines Studiums immer länger, aber ich riss mich zusammen. Ich erinnere mich an jene Nächte, als ich mich an dich im Bett ganze nahe anschmiegte und dir zuhörte, wie du im Schlaf gesprochen hattest und ich glaubte, dass das Leben nicht vollkommener sein könnte. Wir gingen in den Park, um dort lange spazieren zu gehen oder um herumzutollen, wir fuhren mit dem Auto irgendwohin, kauften uns ein Eis (ich erhielt nur den Rest der Waffel mit ein wenig Eis, weil, "zuviel Eiscreme ist für Hunde nicht gesund", sagtest Du), und ich hielt im Sonnenstrahl, der durch die Balkontüre ins Wohnzimmer hinein schien, ein langes Schläfchen und wartete so, bis du von der Arbeit nach Hause kamst.

Allmählich verbrachtes du mehr Zeit auf der Arbeit als zu Hause mit mir, um "Karriere" zu machen. Auch verbrachtest du nun sehr viel Zeit damit, um einen "menschlichen Partner" finden zu können. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei Liebeskummer und deinen Enttäuschungen und freute mich ebenso mit dir, als du Erfolg bei einer Frau hattest. Sie, jetzt ist sie deine Ehefrau, ist kein "Hundeliebhaber", aber trotzdem begrüßte ich sie in unserem Heim, respektiere sie und zeigte ihr, dass ich sie mag. Ich war glücklich, weil du glücklich warst!

Dann kam die Zeit, in der Babys zur Welt kamen. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von der glatten Haut und vom angenehmen Geruch des Babys fasziniert, so dass auch ich sie bemuttern wollte. Aber du und deine Frau dachten nur daran, dass ich den Kindern schaden und sie verletzen könnte. Daher musste ich die meiste Zeit nun verbannt in einem anderen Raum verbringen, Oh, wie ich sie lieben wollte, aber es war mir vergönnt, denn ich war ein "Gefangener der Liebe". Während sie anfingen zu wachsen, wurde ich ihr Freund. Sie zogen an meinem Fell, griffen auf wackeligen Beinen nach mir, stießen ihre Finger in meine Augen, forschten an meinen Ohren und gaben mir Küsse auf meine Schnauze.

Ich liebte alles an ihnen, besonders ihre Berührungen, weil Deine so selten wurden. Ich war soweit, dass ich die Kinder notfalls mit meinem Leben verteidigen würde. Ich war soweit, in ihre Betten zu schleichen, um ihren Sorgen und geheimsten Träume zuzuhören. Zusammen mit ihnen das Motorengeräusch deines Autos zu erwarten, während du in die Einfahrt fuhrst.

Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Brieftasche ein Foto von mir und erzähltest mit vollem Stolz über mich. Die letzten Jahre antwortest du nur noch mit "Ja" und wechselst das Thema. Ich war früher "Dein Hund" und bin heute "nur ein Hund"!

Dann hattest Du eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt, und du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Du hattest für dich und deine Familie die richtige Entscheidung zu finden, obwohl es einmal eine Zeit gab, in der "ich" deine Familie war.
Mann oh Mann, hatte die Autofahrt Spaß gemacht, bis ich bemerkte, wo wir angekommen waren. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Furcht und nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, dass du wissen würdest, dass man ein gutes Heim für mich finden würde. Die beiden Damen hinter der Theke zuckten mit den Achseln und zeigten dir einen geschmerzten Blick. Sie verstanden die Wirklichkeit, der ein Hund mittleren Alters gegenüberstand, ja sogar ein Hund mit "Papieren", Du hattest die Finger deines Sohnes von meinem Halsband lösen müssen, während er weinend schrie "Nein Papa, bitte lass mir meinen Hund nicht wegnehmen!" Ich wunderte mich in diesem Moment nur, wie du ihm gerade Lektionen über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortlichkeit beibringen konntest. Zum Abschied gabst du mir einen Klaps auf den Kopf, vermiedest dabei, mir in meine Augen zu schauen und lehntest höflich ab, mein Halsband und meine Leine mitzunehmen. Du hattest einen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen! Kurz nachdem du gegangen warst, sagten die zwei netten Damen, dass du vermutlich Monate voraus vom Umzug wusstest und somit auch eine Möglichkeit vorhanden gewesen sein musste, einen "guten Platz" für mich zu finden. Sie schüttelten ihre Köpfe und fragten sich ... "Wie konntest Du?"

Die beiden netten Damen widmeten uns ihre ganze Aufmerksamkeit, wann immer es ihre Zeit zuließ. Sie fütterten uns täglich und ausreichend, aber ich verlor meinen Appetit bereits vor Tagen. Anfangs, wann immer jemand an meinen Gehege vorbei ging, hetzte ich zur Frontseite und hoffte, dass du es bist, dass du deine Meinung geändert hättest und dass alles nur ein böser Traum war, oder ich hoffte, dass es zumindest jemand sein würde, der mich mögen könnte, der mich retten würde.

Aber die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den liebenswerten, kleinen und so tolpatischen Welpen aufnehmen konnte. Weltvergessen in meinem eigenen Schicksal zog ich mich in einer weichen Ecke zurück und wartete ab.

Eines Tages, es war am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man holte mich ab, ich ging über einen langen Korridor, bis ich an dessen Ende einen Raum betrat. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau platzierte mich auf einen Tisch, kraulte meine Ohren und erklärt mir, dass ich mich nicht zu sorgen hätte. Mein Herz schlug in voller Erwartung auf das, was da kommen sollte.

Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl der Entlastung. Mir, dem Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Gemäß meiner Natur war ich mehr um die nette Frau besorgt, als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie eine Belastung trägt, die tonnenschwer sein musste. Sie platzierte leicht einen Aderlass um mein Vorderbein, während eine Träne ihre Wange hinunterkullerte. Ich leckte ihre Hand in der gleichen Art und Weise, wie ich es bereits Jahre vorher tat, um dich zu trösten. Sie schob sachverständig die hypodermatische Nadel in meine Vene. Nachdem ich den Einstich und den Eintritt der kühlenden Flüssigkeit in meinen Körper verspürte, lehnte ich mich schläfrig zurück, schaute dabei in ihre freundlichen Augen und murmelte: "Wie konntest Du?". Möglicherweise verstand sie meine Hundesprache, denn sie sagte, "Es tut mir leid!". Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht ignoriert, missbraucht oder verlassen würde. Einem Platz, an dem ich mich nicht verstecken müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden.

Mit meinem letzten Bissen von Energie wedelte ich mit meinem Schwanz und versuchte ihr so zu sagen, dass mein "Wie konntest Du?", nicht gegen sie gerichtet war. Ich dacht an dich, mein geliebtes Herrchen. Ich werde immer an dich denken und auf dich warten. Möge jeder dir in deinem Leben immer diese Loyalität zeigen.

Einige Worte des Autors:

Wenn "Wie konntest Du?" Tränen in Ihre Augen trieb, dann erging es Ihnen genauso wie mir, als ich dies schrieb. Jedermann ist es erlaubt diese Geschichte weiterzugeben, solange es einem nicht kommerziellen Zweck dient. Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung, ein Haustier in eine Familie aufzunehmen, eine wichtige für das Leben ist, dass Tiere unsere Liebe und unseren Respekt verdienen


Jim Willis


Der Panther
Im Jardin des Plantes, Paris
von Rainer Maria Rilke

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.


Weihnachten - auch für Tiere ?

Die Weihnachtsgans für den festlichen Tisch,
das Huhn, die Ente, das Kälbchen, der Fisch,
der Truthahn, das Lamm und das arme Schwein
erleben für´s Fest nur Folter und Pein.

Habt Ihr Menschen darüber je nachgedacht,
was die Tiere Entsetzliches mitgemacht
bevor sie auf Euren Tellern landen,
daß sie sich in Todesqualen wanden ?

Für´s FEST DER LIEBE - in engen Kisten
müssen Millionen ihr "Leben" fristen.
Für´s FEST DER FREUDE - gequält und geschunden,
für´s FEST DES FRIEDENS - wer zählt ihre Wunden ?

Doch das wollt Ihr nicht hören, geschweige denn sehen,
wollt lieber verdrängen und nichts verstehen.
Wie könnt Ihr Anspruch auf Frieden erheben,
wenn Ihr so umgeht mit anderen Leben ?

Während Ihr nun auf das Weihnachtsfest harrt
werden die Tiere zum Schlachten gekarrt.
Mit blutigen Striemen ihr Leib übersät,
vergebens ihr Blick jetzt zum Himmel fleht.

Wie ist das nur in Einklang zu bringen -
töten - und fröhliche Lieder singen ?
Oh, du selige Weihnachtszeit .......
Für Menschen der Friede - für Tiere das Leid !

Ihr wünscht Euch selber Gesundheit und Glück,
doch bei Tieren schreckt Ihr vor nichts zurück.
Hauptsache ist - der Braten wird schmecken,
egal wie auch immer die Tiere verrecken.

Bald werden in Kirchen Choräle dröhnen,
doch das Schrei´n der Geschöpfe kann es nicht übertönen !
"FREUT EUCH" - die heilige Nacht ist schon nah,
für die Tiere das Schlachtmesser "HALLELUJA" !

(Herta Blihall)