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Weihnachtsbrief 2009 Worms, den 7.11.2009

Liebe Tierfreunde,

aller Anfang ist schwer, dieses Jahr war wieder einmal so voll gepackt mit Ereignissen, dass ich nicht weiß, wo ich beginnen soll. Für viele Tiere waren wir der Rettungsanker, für einige, die Endstation. Verschnaufpausen gab es keine, wie das alte Jahr endete, lief es einfach nahtlos weiter.

Wie nicht anders zu erwarten gastierte auch dieses Jahr wieder ein Zirkus in Worms. Während in anderen Städten Bestrebungen laufen, Zirkussen mit Wildtieren keine Gastspielerlaubnis zu geben, tut sich Worms hier noch immer sehr schwer. Wir hatten wohl nur Glück, dass durch die Baumaßnahmen der neuen Rheinbrücke Engpässe auftraten, dass es nicht noch mehr waren. Zirkus Universal Renz schlug seine Zelte auf, ein Zirkus, der wegen seiner Tierhaltung im Gespräch ist. Dessen zwei Bärinnen im April diesen Jahres in Kassel ausbrachen und ein Tier dies mit dem Leben bezahlte. Die Sicherheitsvorkehrungen bei Renz wie auch bei vielen von uns kontrollierten Zirkussen, sind oft haarsträubend. Viele Besucher machen sich darüber leider keine Gedanken, es wird wohl alles in Ordnung sein – bis etwas passiert. Zirkusstiere leiden, werden von einem Ort zum anderen gekarrt. Die Zirkusleitlinie wird bis zum Zerreißen strapaziert. Am An- und Abreisetag werden die Vorschriften außer Kraft gesetzt, vielleicht hat der Bär, Tiger oder Elefant das Glück einen Tag während eines Gastspiels Tageslicht zu sehen oder eventuell mal ein Außengehege zu betreten. Hunde werden an den Wohnwägen in Ketten gelegt, aber wen interessiert das, vielleicht einige verrückte Tierschützer. Universal Renz war im Jahre 2006 in Worms, auch damals haben wir auf Missstände in der Tierhaltung hingewiesen und wurden sehr aggressiv am Fotografieren gehindert. Damals hatte der Zirkus nur einen Elefanten, inzwischen fristen drei arme Elefanten bei ihm ein jämmerliches Dasein. Ein Zirkusdirektor, der schon mehrfach strafrechtlich wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Beleidigung und Nötigung verurteilt wurde, dessen Tierhaltung mit strengen Auflagen belegt wurde, bekam hier den Persilschein.

Unsere diesjährige Kastrationsaktion bei Katzen im Januar fand überraschend wenig Resonanz. Verwunderlich, die Tierhalter bekamen Hilfe angeboten und nur wenige nahmen dieses Angebot wahr. Da wir aber das Katzenelend eindämmen wollen, boten wir das ganze Jahr über Kastrationszuschüsse an. Nicht der Menschen, sondern allein der Tiere wegen. Zu gedankenlos werden junge Babykatzen angeschafft und das schlimme ist, die Babys werden immer öfter viel zu klein ihren Müttern entrissen. Die Menschen wollen je kleiner, je lieber. Man überlegt nicht, was man den Tieren antut. Am besten ein blutjunges Einzelkätzchen, dass dann den ganzen Tag in der Wohnung eingesperrt darauf wartet, dass Frauchen abends heimkommt und sich vielleicht noch eine halbe Stunde Zeit für das Tier nimmt. Ist der Reiz des neuen verflogen und es steht die Kastration an, wirft man das Tier raus. Das Geld reicht nicht und jeder wird doch verstehen, dass die eigenen Bedürfnisse vorrangig sind.Nicht umsonst werden wir von einer wahren Katzenflut überrollt, schlimmer als je zuvor. Da sind aber auch diejenigen, die man einfach in der Biotonne entsorgt, lebend zum Abfall geworfen. Die, die vergiftet, erschlagen oder ertränkt werden. Wir kastrieren jede Menge dieser armen entsorgten, heimatlosen Katzen, zahlen die Arztkosten und inzwischen hat sich das ganze Drama derart zugespitzt, dass wir sogar Futterstellen eingerichtet haben, damit die Tiere nicht auch noch verhungern. Bei einer dieser Stellen in Worms-Herrnsheim wurde nun sogar Gift ausgelegt. Hunde, die davon aßen, starben, wurden schwer krank, Katzen kamen ums Leben, Wildtiere verendeten. Wie sich herausstellte wurde ein 1991 aus dem Verkehr gezogenes Pflanzen- und Insektenvernichtungsmittel verwendet. Wie krank, verroht und gefühlskalt müssen Menschen sein, die das tun. Uns wurde vorgeworfen, wir würden die Katzen beiziehen. Ein großer Denkfehler, denn die Tiere waren vor uns da. Wir haben die Tiere kastriert, entwurmt und tätowiert. Durch die Fütterung haben wir die Population im Blick und können, sobald sich ein neues Tier hinzuzieht, kastrieren und somit die Vermehrung verhindern. Es denkt wohl keiner daran, wie es in Herrnsheim aussehen würde, wenn jede Menge hungriger Kätzchen durch den Ort ziehen würden und nach einigen Monaten neue Jungtiere hinzu kämen. Aber wohl gemerkt, wer Tiere vergiftet, von dem kann man wohl logisches Denken oder gar Intelligenz nicht erwarten.
Bei uns landen sie, die vielen todkranken Babys, die erwachsenen Katzen mit Beckenbruch, wie Cosmo, Stummel oder Betty. Mareika, die Kätzin, deren Blase geplatzt war, Emil der misshandelte Kater, der das Laufen erst wieder lernen muss. Unser Knödelchen, mit einer Enddarmruptur, Socke, der ältere Perserkater, der bei unserem Tierarzt in einen Sack gepackt über den Gartenzaun geworfen wurde. Socke hatte einen Abszess, eine schlimme Zahnentzündung, einen alten Kieferbruch und einen Herzfehler und all die vielen anderen, deren letzte Rettung wir waren. Da fällt es einem oftmals schwer, an das Gute im Menschen zu glauben.

Aber auch bei den Hunden ist es nicht besser. Wie viele vergammeln in Zwingern, Gärten oder an Ketten. Wie oft müssen wir hilflos zusehen, wie unsere Anzeigen niedergeschlagen werden. Wie unsere schlimmsten Befürchtungen sich bewahrheiten und Tiere letztendlich zu Tode kommen, ganz wie von uns vorausgesagt. Diese Hilflosigkeit macht wütend und verzweifelt. Alles schön nach den Vorschriften und die Zeche zahlt der Hund. Zwei Hundeschicksale haben uns dieses Jahr stark berührt. Viktor und Jeffrey, deren Herrchen verstarb. Wochen lang saßen sie alleine im Haus. Der Mieter ließ sie morgens in den Garten und abends wieder ins Haus. Die Erben kümmerten sich nicht um die Tiere, sie wollten sie nur los werden. Dabei schreckten sie auch nicht davor zurück, die Tiere einschläfern zu lassen. Da wir keinen Pflegeplatz ohne Katzen frei hatten, konnten wir die Tiere nicht aufnehmen. Aber leider fand sich auch kein Tierheim, das den 9J. Jeffrey oder den 5J. behinderten Viktor aufnehmen wollte. Wir verständigten die umliegenden Tierärzte, das wir uns um die Unterbringung der Hunde bemühen würden, denn die Euthanasie der Tiere stand im Raum. Es kam auch tatsächlich so, dass die Erben mit einem der von uns verständigten Ärzte Kontakt aufnahmen um sie umbringen zu lassen. Wir brachten Viktor, den behinderten Springer-Spaniel-Mix bei einer unserer Pflegestellen in Sicherheit und das Tierheim Heppenheim nahm Jeffrey auf. Der als aggressiv verschriene Hund zeigt sich dort als liebenswerte Schmusebacke, der jede Streicheleinheit gierig aufnimmt. Jeffrey wartet nun im Tierheim auf liebe Menschen, bei denen er seinen Lebensabend verbringen darf. Viktor unser Todeskandidat, kann mit seiner Behinderung sehr gut leben. Er ist lustig, verschmust und dass seine Hinterbeine nicht immer so wollen wie er, stört den Menschen wohl mehr als Viktor. Viktors Leben ist lebenswert und obwohl die Chance auf neue Besitzer wohl mehr als gering ist, geben wir die Hoffnung nicht auf. Auf jeden Fall darf die Vermittlungschance nicht der Maßstab sein, zu entscheiden ob ein Hund nun leben darf, oder ob man ihn umbringt.
Das Schicksal der 7J. Isis und der 5J. Lidia hat uns auch betroffen gemacht. Beide als 4 bzw. 6 Monate alte Hunde in eine Familie vermittelt, verloren über Nacht nach so vielen Jahren ihr Zuhause. Die Hündinnen wurden abgegeben, weil man im Leben eben Prioritäten setzen muss. Die Zukunft der Familie stehe auf dem Spiel und da passen die beiden Hunde nicht mehr ins Konzept.Hauptsache der Herbsturlaub findet statt und man muss keine Abstriche machen. Erschreckend mit welcher Kaltschnäuzigkeit so wunderbare Hunde abgeschoben werden. Die beiden müssen nicht gemeinsam vermittelt werden, schön wäre es, wenn sie als Zweithund ein Zuhause fänden – und das bis ans Ende ihres Hundelebens.
Auch die 1J. Kaja fiel Hartz-IV zum Opfer. Kaja ist eine kleinwüchsige Schäfermischlingshündin mit einem gebrochenen Bein. Elle + Speiche sind glatt durchgebrochen und nur eine OP kann ihr helfen. Wieder einmal landete ein verletztes Tier bei uns,weil kein Geld für eine teure OP vorhanden ist. Dass Tiere Schmerzen erdulden müssen, weil kein Geld vorhanden ist, so etwas dürfte nicht sein. Jeder Tierbesitzer sollte sich vor der Anschaffung bewusst darüber sein, dass Tiere nun einmal Geld kosten. Man kann nicht alles auf den Tierschutz abwälzen, auch unsere Mittel sind begrenzt.
Und unsere Peggy, die 5J. Retrievermischlingshündin? Immer noch wartet diese arme Maus auf Menschen die sie lieben und annehmen und das seit nunmehr 1 ½ Jahren. Manchen Tieren klebt wirklich das Pech an den Pfoten.
Die Versorgung, Kastrationen und oftmals sehr teuren Operationen, die Futterstellen für verwilderte, ausgesetzte Katzen, die Hunde, die nicht vermittelt werden, weil sie zu alt, krank oder zu schwierig sind, verschlingen eine Unsumme an Geld. Wir haben Kastrationsaktionen in Italien und Kroatien unterstützt, weil wir da helfen, wo wir gebraucht werden und wo uns die Not begegnet. Irgendwie haben wir es bisher immer gepackt, kein Tier abweisen zu müssen und ich bete darum, dass dieser Fall auch nie eintritt.

Im Laufe der Jahre sind tausende von Tieren durch unsere Hände gegangen. Ihnen allen konnten wir helfen, auch wenn bei viele diese Hilfe nur noch darin bestand, sie auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Wir haben wunderbare Menschen kennen gelernt, denen wir normal nie begegnet wären und die uns immer wieder das Gefühl gaben, nicht alleine zu stehen. Wir haben das Leid, die Verzweiflung, die Angst, aber auch das Glück und die Dankbarkeit in den Augen so vieler Tiere gesehen. Wir können nicht allen Tieren helfen, aber denen die uns begegnen und für jedes einzelne Tier ist das wohl der Jackpot.
Wenn Sie Ihren Urlaub im Ausland verbringen, übersehen Sie bitte nicht den streunenden Straßenhund oder das halb verhungerte Kätzchen. Beschweren Sie sich bitte nicht bei den Hotelbesitzern über Tiere in den Ferienanlagen. Das hat lediglich Säuberungsaktionen zur Folge. Regen Sie Kastrationsaktionen an, damit die Population nicht ausufert und die Tiere bleiben dürfen, denn schließlich ist dort ihre Heimat. Übersehen Sie aber auch bitte nicht den Ketten- oder Zwingerhund in Ihrer Nachbarschaft, oder die ständig trächtige Kätzin, die Tierleid über Tierleid produziert. Wir alle stehen in der Verantwortung und sollten uns zum Sprachrohr derer machen, die uns anvertraut sind. Wir alle können etwas bewegen, wir müssen uns nur trauen.

Im Namen der uns anvertrauten Tiere bitte ich Sie um Ihre Hilfe und Unterstützung. Wenn Sie ein Plätzchen für einen unserer Schützlinge frei haben, denken Sie an uns, damit eine einsame Seele eine zweite Chance erhält. Wir bieten Patenschaften für Hunde und Katzen an, denn auch ihre Versorgung muss gewährleistet sein. Über Ihre Hilfe für unsere Kastrationsaktionen wären wir dankbar, verhindert doch jede durchgeführte Kastration neues Elend und Leid.

Ich danke allen, die uns die Treue halten,
allen Pflegestellen, die mit Herz unsere Tiere auffangen,
allen Besitzern, die einem Tier ein neues Leben schenken,
allen Paten, die uns helfen, unsere unvermittelbaren, alten und kranken Tiere zu versorgen,
allen Spendern, die unsere Arbeit unterstützen,
unseren Tierärzten, die immer für uns da sind,
und jedem, der an einem in Not geratenen Tier nicht vorbei geht.

Wir wünschen Ihnen allen, Ihren Familien und Vierbeinern eine geruhsame Adventszeit, ein friedliches Weihnachtsfest und ein glückliches 2010.

Ihre
Waltraud Phul,
der Vorstand und alle Schützlinge von MHT


Weihnachtsbrief 2008 Worms, den 10.11.2008
Liebe Tierfreunde,

wie schnell vergeht doch ein Jahr und schon wieder ist es so weit, Ihnen über die Arbeit des sich dem Ende neigenden Jahres zu berichten. Es war wie immer voll gepackt mit Hilferufen.

Der Zirkus Simoneit-Barum, der letztmals im November 2006 in Worms gastierte, hat für immer geschlossen! Eine freudige Nachricht, die jedes Tierschützerherz höher schlagen lässt. Einer der großen Zirkusse weniger. Leider hatten wir aber dieses Jahr den Zirkus Baronn in Worms und zusammen mit der Tierrechtsinitative Rhein-Main standen wir jeden Tag vor dem Zirkus und protestierten. Baronn hat nicht viele Tiere, aber selbst die wurden nicht entsprechend der Zirkusleitlinie gehalten. Eine Schande und wir schalteten wieder einmal die Behörden ein. Pony´s Lamas und Großpferde hatten ihren Wassertrog vor ihren Boxen – unerreichbar für sie und leer. Der einzel gehaltene Tiger hatte kein Außengehege und nach unseren Protesten wurde nach fast einer Woche ein Außengehege aufgebaut. Wie nicht anders zu erwarten ohne die erforderliche Ausstattung und den Tiger sahen wir auch zu keinem Zeitpunkt je in dem Gehege. Ein erbärmliches Leben. Nach einer Woche zog der Zirkus weiter und wir besuchten ihn in Frankenthal – die gleichen Missstände. Ein jämmerliches Leben für diese wunderschönen Wildtiere, und es ist eine Schande, dass Behörden dem keinen Riegel vorschieben. Es ist traurig, dass immer noch Menschen Zirkusse mit Tieren besuchen und wenn wir Besucher ansprachen, erhielten wir oftmals die Antwort: Sie haben ja Recht – aber die Kinder.... Dabei sind Kinder viel sensibler und feinfühliger als wir denken. Spricht man mit ihnen und verdeutlicht ihnen die Situation der Tiere, wäre manch einer überrascht über die Reaktionen der Kinder.

Eines Tages erfuhren wir, dass bei Garten-Dehner in Worms Weißbauchigel verkauft werden. Aus tierschutzrechtlichen Gründen sind diese Tiere als Haustiere nicht akzeptabel. Igel sind nachtaktive Tiere, durchstreifen ein Gebiet von ca. 2 Hektar und sollten nun in Terrarien gehalten werden. Deko fürs Wohnzimmer. Wir setzten alle Hebel in Bewegung und hatten einen kleinen Erfolg. Dehner stellte den Verkauf der Tiere ein!


Eine Tiergattung hat uns extrem in Atem gehalten. Die Katzen. Unsere Kastrationsaktionen beschränken sich nicht nur auf Worms und seine Vororte. Wir kastrierten auch in Bürstadt, Altrip, Neustadt, Kaufland im Rosengarten, Albig, Erbes-Büdesheim, Einselthum, Bechtheim, Osthofen, Eich, Guntersblum, Gimsbheim, Hamm, Dittelsheim-Heßloch, Alsheim, Biblis, Westhofen, Mörstadt, Rheindürkheim, Alzey, Finkenbach und überall da, wo Tiere in Not sind. Noch nie seit Bestehen unseres Vereins kamen diese armen Wesen in so großen Scharen und so armselig bei uns an. Wir haben hunderte Katzen kastriert und die meisten davon waren verstoßene Tiere, die einmal angeschafft und dann raus geschmissen ein jämmerliches Leben führen. Die sich planlos vermehren, von Müllabfällen leben. Eine Situation nicht anders als in Süd- oder Osteuropa. Das einzige, was hilft, ist die Kastration um dieses Elend zu verhindern. Allein dem Tierschutz wird diese Last aufgebürdet. Keiner fragt, wie wir die Rechnungen zahlen, wie wir arbeiten, oftmals bis ans Ende unserer Kräfte. Städte und Gemeinden ziehen sich aus der Verantwortung. An dem Katzenproblem sind nicht die Tiere schuld, es ist ein Problem von gewissenlosen Menschen verursacht. Wir haben Katzen kastriert, wenn möglich wieder an die angestammten Plätze zurück gebracht; wir haben Futterstellen errichtet, zu denen täglich kleine hungernde Katzen pilgern. Wir bekommen Babys gebracht, die von geldgierigen Menschen viel zu früh der Mutter weggenommen werden und letztendlich doch bei uns landen. Der Markt will junge Katzen, je kleiner, je lieber und das Angebot ist riesig. Möglichst für wenige Euros bei skrupellosen Menschen gekauft, ist der Besitzer dann doch überrascht, wie hoch die Arztrechnungen sind. Operationen die ein Leben retten können, werden nicht mehr gemacht. Das Zauberwort heißt Euthanasie. Also gibt man den Tieren nicht die für sie so notwendige ärztliche Versorgung und an Kastration denkt man schon gar nicht. Ein tödlicher Kreislauf – für die Katze. Viel zu oft mussten wir dieses Jahr Abschied nehmen von todkranken Tieren und es brach uns jedesmal das Herz. Aber auch die Situation bei der so beliebten Hauskatze sieht nicht besser aus. Die Lebensumstände ändern sich und das einst heiß geliebte Tier wird entsorgt. Wir hatten sie – aus dem Fenster geworfen, in Wohnungen zurück gelassen, Tiere die einmal ein Zuhause hatten, sich selbst überlassen. Da kommt nur noch Wut auf und Verzweiflung, wie sich das Bild unserer Gesellschaft verändert. Verantwortung, Mitgefühl, Liebe, Fürsorge – sind das Worte, die wir nicht mehr kennen? Wir haben dieses Jahr wieder einmal nur „Ja“ gesagt. Wussten oftmals nicht, ob wir das alles schaffen werden – aber immer dann, wenn es eng wurde, tat sich ein Licht auf und es ging weiter. Wir haben wertvolle Menschen kennengelernt, denen wir ohne unseren Tierschutz wohl nie begegnet wären und sind dankbar und glücklich darüber.

Wir suchen für unsere scheuen Katzen, wie zum Beispiel Mo, Biggi, Fritz, um nur einige zu nennen, dringend Menschen, die ihnen ein Zuhause und die nötige Zeit zum Eingewöhnen geben. Diese Katzen sind Tiere, die nicht wild sind, aber sehr lange benötigen, um zu Menschen Vertrauen zu fassen. Für unsere verwilderten Katzen suchen wir Reiter- oder Bauernhöfe, bei denen sie ein glückliches Katzenleben führen dürfen, einen warmen Unterschlupf und Essen erhalten, denn vom Mäusefangen allein kann kein Tier überleben.

Wer denkt, bei den Hunden sähe es besser aus, der irrt ganz gründlich. Viel zu oft standen wir dieses Jahr wieder vor Zwingern und blickten in die tot traurigen Augen der Tiere. Der Hund – der treuste Begleiter des Menschen – ein Wegwerfartikel, der jämmerlich in Gärten, Zwingern und an Ketten ein armseliges Leben führt. Alte Hunde, deren Besitzer verstorben, nicht zur Erbmasse zählen. Hunde, die krank sind, deren Behandlung Geld kostet, man entledigt sich ihrer.

Einer dieser Hunde war Daisy. Zwölf Jahre lang hatte sie eine Familie. Wegen Wohnungswechsel sollte sie eingeschläfert werden und kam so zu uns. Sie hatte einen Blasentumor, den wir operieren ließen. Nach fünf Monaten drohten ihre Mammatumore zu platzen, und wir ließen ihr die Milchleiste entfernen. Daisy hat ihr Leben noch 18 Monate bei uns in vollen Zügen genossen. Sie war glücklich, brachte uns mit ihrem Bellen bis an den Rand der Verzweiflung. Was Daisy auszeichnete, war ihre absolute Treue. Eine Eigenschaft, die bei ihr wahnsinnig stark ausgeprägt war. Dann kam der Krebs zurück und wir mussten uns am 7.11.08 von ihr trennen. Dieses Abschiednehmen fällt keinem von uns leicht, aber wir sind froh und dankbar, dass wir das Glück hatten, sie bei uns zu haben.

Auch unsere allseits bekannte Schuschi ist in den Hundehimmel gegangen. Ein Hund, dem man durch Gewalteinwirkung das Rückgrat gebrochen hatte. Sie hatte sich erholt, aber es blieben gesundheitliche Schäden zurück. Sie hatte Sauberkeitsprobleme, die sie zwar nicht störten, aber für den Menschen eine große Belastung waren. Trotz allem hat Kerstin zu ihr gehalten und mit ihr alles Schwere durchgestanden. Bei unseren Infoabenden war Schuschi fast immer dabei - sie gehörte einfach dazu. Am 13.9.08 ist Schuschi gestorben. Ein misshandelter Hund, der trotz allem den Glauben an das Gute im Menschen nie verloren hatte. Wir danken Rainer und Kerstin auch im Namen von Schuschi von ganzem Herzen für ihre Treue zu diesem wunderbaren Hund.

Glück hatte aber auch unsere Kangalhündin Clara. Wir fanden sie unter armseligsten Verhältnissen, als wir einem Anruf nachgingen. Diese junge, wunderschöne Hündin vegetierte nur vor sich hin. Wir erstatteten Anzeige beim Veterinäramt und es wurden Auflagen gemacht. Wir machten uns das zu Nutze, suchten nochmals den Besitzer auf und kamen so in den Besitz von Clara. Mit 1 ½ Jahren begann für diesen Hund nun endlich das Leben. Clara ist inzwischen in ihr neues Zuhause eingezogen, hat einen großen vierbeinigen Freund gefunden und ist glücklich.

Auf einem Pflegeplatz ist die kleine Hündin Bella. Durch einen Unfall hat sie Störungen der Motorik und ihr Augenlicht ist stark in Mitleidenschaft gezogen. Bella sieht wahrscheinlich nur noch Umrisse, hat sich aber mit dieser Behinderung gut zurechtgefunden. Sie ist lieb, anhänglich und schmusig und orientiert sich an anderen Hunden. Dass die Vermittlung dieser 4J. Hündin sich äußerst schwierig gestaltet, versteht sich von selbst. Ist dieses Leben denn lebenswert? Wir sagen ja!

Im Februar dieses Jahres musste ich mich nach 15 Jahren von meiner geliebten kleinen Hündin Patti trennen. Ihren zweiten Schlaganfall hat sie nicht überwunden. Es war, als würde eine Welt zusammen brechen. Dieser kleine 16 Jahre alte Hund hat dazu beigetragen, dass dieser Verein gegründet wurde. Sie war immer an meiner Seite, hat durch ihr Leben Tausenden von Tieren zu einer neuen Chance und einem neuen Leben verholfen. Wir Menschen wünschen uns für uns selbst doch immer wieder eine neue Chance, dieses Recht sollten wir aber auch den Tieren zugestehen. Deshalb, meine Bitte an Sie, geben Sie unseren Secondhand-Tieren eine Chance, geben Sie ihnen eine neue Heimat. Viel zu viele Menschen laufen mit geschlossenen Augen am Elend der Tiere vorbei. Weg schauen ist ja so einfach – wenn das Gewissen es mitmacht. Seit 13 Jahren besteht unser Verein. Von Tieren, die wir vor vielen Jahren vermittelt haben, treffen da natürlich auch die Todesmeldungen ein. Viele durften in ihren neuen Familien alt werden, wie zum Beispiel Buffy, manchen war das Glück nicht vergönnt und starben viel zu jung wie Hündin Annie. Andere kamen krank in ihre neuen Familie wie zum Beispiel Chicco und fanden dort trotz ihrer Erkrankungen Liebe, Geborgenheit und Hilfe. Sie alle hatten eines gemeinsam. Sie waren treue Lebensgefährten ihres Menschen und allen war eins vergönnt - sie hatten ihre zweite Chance und ihre neue Heimat gefunden bei Menschen, die sie liebten. Im Namen all dieser Tiere, die bei uns sind und die, die noch auf Hilfe von uns warten, bitte ich Sie um Ihre Hilfe.

Ich danke allen, die uns die Treue halten,
allen Pflegestellen, die mit Herz unsere Tiere auffangen,
allen Besitzern, die einem Tier ein neues Leben schenken,
allen Paten, die uns helfen, unsere unvermittelbaren, alten und kranken Tiere zu versorgen,
allen Spendern, die unsere Arbeit unterstützen,
unseren Tierärzten, die immer für uns da sind,
und jedem, der an einem in Not geratenen Tier nicht vorbei geht.

Wir wünschen Ihnen allen, Ihren Familien und Vierbeinern eine geruhsame Adventszeit, ein friedliches Weihnachtsfest und ein glückliches 2009.

Ihre
Waltraud Phul,
der Vorstand und alle Schützlinge von MHT


Zu unserer Weihnachtsfeier am 4.12.2008 in der Gaststätte Poseidon, Carl-Villinger-Str. in Worms um 20 Uhr laden wir Sie herzlichst ein. Wir würden uns über Ihr Kommen sehr freuen.


Weihnachtsbrief 2007 Worms, den 25.11.2007

Liebe Tierfreunde,

wieder einmal möchte ich Ihnen einen Rückblick auf die Arbeit des sich dem Ende neigenden Jahres geben. Kurz vor Jahresende 2006 erhielten wir einen Notruf von Diana, die für einen sehr alten Pekinesenrüden ein Zuhause suchte. Und schon hatten wir wieder unseren Weihnachtshund - den alten Titus. Mindestens 15 Jahre hatte der kleine alte Herr auf dem Rücken und wie er auf seinen krummen Beinchen daherkam, erlag buchstäblich jeder seinem Charme. Wir fanden ganz schnell eine liebe Familie, die diesen alten Bärbeiß aufnahm und dieses Jahr darf Titus sein zweites Weihnachtsfest bei seiner neuen Familie feiern!

Aber schon im Januar 2007 ging es mit dem Elend weiter. Während Titus geborgen bei seiner Familie saß, wurde in einem Ort in der Pfalz Kira, die erst 4 Monate alte Mischlingshündin, unter erbärmlichen Umständen im Hof gehalten. Die Hündin hatte weder eine Hütte noch menschliche Zuwendung. Sie wurde keineswegs versteckt gehalten, nein, jeder Nachbar konnte das Elend dieses Tieres sehen. Im Januar wurden wir von einer Nachbarin verständigt, die ergebnislos versuchte die Behörden mobil zu machen.Kira war inzwischen 5 Monate alt und bot ein Bild

der Verzweiflung. Näherte man sich ihr, flüchtete sie sich in eine notdürftig zusammen gezimmerte Hütte, die siezwischenzeitlich bekommen hatte. Wir fuhren oftmals hin, dokumentieren ihr Elend und wandten uns hilfesuchend an die Behörden. Kiras Futter- und Wassernapf blieb oftmals leer. Jeder Witterung war dieses kleine Hundekind schutzlos ausgesetzt, ganz zu schweigen von der Einsamkeit und der fehlenden Zuwendung. Nach langem Tauziehen gelang es uns, die Behörden zum Handeln zu bringen. Dem Besitzer wurden Auflagen gemacht und er schaffte Kira einfach weg. Was aus ihr wurde - wir wissen es nicht. Oftmals denke ich noch heute an sie zurück und es macht mich zornig, dass wir nicht wissen, was aus ihr wurde. Zornig, weil so viele Menschen ihre Not sahen und dies einfach nur ignorierten. Verzweifelt - weil diese Tiere dem Menschen so schutzlos ausgeliefert sind.
Im Januar beteiligten wir uns dann an der vom Deutschen Tierschutzbund Landesverband Rheinland-Pfalz ins Leben gerufenen Kastrationsaktion verwilderter Hauskatzen. Die Resonanz war dürftig und wir weiteten diese Aktion auf das ganze Jahr aus.

Im März kamen vier erst wenige Stunden alte Kätzchen ohne Mutter zu uns. Ihre Chancen standen schlecht und so starben auch innerhalb der nächsten drei Tage drei kleine Babys. Die Kleinen mussten im 2-Stunden-Takt gefüttert werden und das Tag und Nacht. Können Sie sich vorstellen, wie entsetzlich es war, eins nach dem anderen sterben zu sehen? Wir sind keineswegs abgebrühter als andere, nur weil wir Tag für Tag mit Elend und Not konfrontiert werden. Wir leiden mit jedem einzelnen Tier und es wird nie zur Gewohnheit. Es waren bange Wochen, bis wir das letzte Baby durchbekamen. Der kleine Albert hat es gepackt und ist zusammen mit seinem Freund Momo in ein wunderschönes Zuhause gezogen! Aber all diese Not und dieses Leid könnte verhindert werden, wenn die Menschen etwas verantwortungsvoller mit den Tieren umgehen würden und ihre Katzen möglichst früh kastrieren lassen würden. Ebenfalls im März kam Daisy, die 12J. unkastrierte Schnauzermischlingshündin. Daisy sollte wegen Wohnungswechsel eingeschläfert werden, von Menschen, die sie von Welpenalter an kannten! Wir nahmen sie auf und stellten fest, dass der Hund sehr krank war. Sie hatte einen bösartigen Blasentumor und Mammatumore an beiden Milchleisten. Wir ließen den

Blasentumor entfernen und sie überstand die OP bestens. Ihre Lebenserwartung schätzte man allerdings auf nur 5 - 7 Monate. Aber diese Zeit sollte sie noch genießen. Nach 5 Monaten wuchs eine Geschwulst an ihrer Milchleiste und drohte zu platzen. Die Hündin war zu diesem Zeitpunkt voller Lebensfreude und topfit. Daisy hatte das Leben neu entdeckt. Also entschlossen wir uns, die OP zu wagen. Daisy wurde kastriert und ihr wurde eine Milchleiste entfernt. Nach der OP traten allerdings Probleme mit der Blutgerinnung auf. Sollte alles umsonst gewesen sein? Unsere Ärztin gab ihr Bestes und rettete wieder einmal unserer Daisy das Leben. Sicher wird jetzt der ein oder andere sagen, wie man in so einen alten Hund so viel investieren kann. Aber wo ist die Grenze? Wie viel ist ein Leben wert? Von was sollte es abhängig gemacht werden? Ich glaube jedes Tier, das ein schmerzfreies Leben erwarten kann, hat ein Recht auf dieses eine einzigartige Leben. Daisy hat alle schlechten Prognosen widerlegt. Sie lebt, ist glücklich, voller Tatendrang und genießt ihr neues Glück. Wie lange diese Zeit währt, wir wissen es nicht. Eins ist allerdings sicher, wäre sie nicht bei uns gelandet - sie wäre schon sehr lange tot.

Daisys Operationen haben schon ein beträchtliches Loch in unsere Finanzen gerissen. Vielleicht finden wir aber Menschen, die sich bereit erklären eine Patenschaft für unser altes Mädchen zu übernehmen.

Bei einer unserer Nachkontrollen stellte sich heraus, dass Toto, ein kleiner Mischlingsrüde verschwunden war. Die Leute waren nie anzutreffen, meldeten sich nicht auf unsere Anschreiben und es kam zu sehr widersprüchlichen Aussagen. Unsere Recherchen führten uns zu einer Hundepension und man erinnerte sich vage an ihn. Man habe ihn weitervermittelt und als er zurückkam habe man ihn einschläfern lassen, da er nicht richtig im Kopf gewesen sei. Wir waren fassungslos. Den Beweis, dass es sich bei dem kleinen Mischling um unseren Toto gehandelt hat, ist man uns bis heute schuldig geblieben. Allein schon die Tatsache, was diesem kleinen Mischling widerfahren ist, ist unvorstellbar. Ganz gleich, ob es nun Toto war oder ein anderer schutzloser kleiner Hund war. Ein Tier ohne vernünftigen Grund zu töten ist sträflich. Gründe wie "reduziertes Allgemeinbefinden" oder "nicht vermittelbar" können und dürfen keine Rechtfertigung sein um einem Tier das Leben zu nehmen! Wir haben Strafanzeige gestellt und hoffen, dass die Menschen, die dies zu verantworten haben zur Rechenschaft gezogen werden! Auf unserer

Suche nach Toto stießen wir auf einen kleinen herrenlosen Hund in Bad Bergzabern. Das Tier lief seit Monaten umher, wurde von mehreren Anwohnern gefüttert, ließ sich aber nicht angreifen. Wir zeigten Fotos von Toto und alle meinten, es handele sich um den gleichen Hund. Jürgen fuhr mehrfach hin, sah ihn aber nur aus der Ferne. Unsere Bitten um Hilfe bei der Polizei und dem örtlichen Hundefänger verliefen erfolglos. Keiner fühlte sich zuständig. Also baute Jürgen eine Hundefalle und setzte sich spät abends mehrere Stunden in die Nähe. Erst ging ein Igel in die Falle - und endlich der kleine Hund. Als er ihn spät nachts Zuhause aus der Falle befreite, war der Bann gebrochen. Die Ängste fielen von dem Kleinen und sehr schnell fasste er Vertrauen. Es war ein kleines Mädchen - nicht unser Toto. Total zugewachsen, verfilzt, verfloht und voller Zecken. Rita hat sie Mona getauft und die Kleine hat ihr Leben als Straßenhund mitten in Deutschland hinter sich lassen können.
Im Februar kam die alte Katze Fine zu uns. Sie lebte seit Jahren in einer Kleingartenanlage in Worms. Fine war fast zahnlos, konnte schlecht laufen und wurde von zwei Familien versorgt. Im Sommer durfte sie nicht gefüttert werden, weil sich eben viele Menschen in ihrem Freizeitvergnügen durch herrenlose Katzen gestört fühlen. Wir päppelten Finchen auf und sie wurde zu Nicole umgesiedelt. Dort unter den anderen Katzen und Pferden blühte sie richtig auf. Morgens begleitete sie Nicoles Mama auf ihren Wegen über den Hof, legte sich ins Heu und ließ sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Der Kampf ums Überleben gehörte für sie der Vergangenheit an. Fines Leben währte noch einen Sommer und ich bin sicher, es war der schönste und behütetste ihres Lebens.
Im Mai befreiten wir zusammen mit dem Tierheim in Dintesheim 40 Katzen (!), zwei Hunde, Hasen, Meerschweinchen, Schildkröten aus einem privaten Haushalt. Es war unvorstellbar, welches Bild des Jammers sich uns bot.
Zwischenzeitlich liefen ununterbrochen Kastrationen bei verwilderten Hauskatzen. Eine wahre Katzenflut brach über uns zusammen.

Dann kam der 8J. Rauhaardackel Cherry. Er lebte mit einer alten Frau zusammen, die ihn sich als Welpe geholt hatte. Cherry schrie in den hellsten Tönen, wenn man ihn berührte. Durch mehrere aufwendige Untersuchungen stellte sich heraus, dass er einen unbehandelten Bandscheibenvorfall hatte. Eine OP war zu gefährlich und so wurde er medikamentös eingestellt. Cherry ist inzwischen ein lustiger kleiner älterer Herr, für den wir bei einer lieben Familie nochmals ein Zuhause gefunden haben. Wieder einmal hat es sich gezeigt, dass es doch immer wieder Menschen gibt, die einem nicht "perfekten" Tier eine neue Chance geben. Die den Mut haben, "ja" zum Leben zu sagen. Es ist ein wahrer Segen für uns wenn uns solche Menschen begegnen!Im Juli begann dann eine Kastrationsaktion bei einer großen Wormser Firma. Seit Monaten nun stehen unsere Katzenfallen um der unkontrollierten Vermehrung dieser Tiere Einhalt zu gebieten. Wir fangen unter Mithilfe der Beschäftigten die Katzen, kastrieren sie und suchen neue Plätze für sie. Einige der Babys, die wir früh genug bekamen, wurden handzahm und wir konnten sie als ganz normale Schmusekatzen vermitteln. Ein Ende ist allerdings so schnell

noch nicht abzusehen. Wirklich schockierend ist die Gleichgültigkeit und Herzlosigkeit vieler Menschen, die sich Babys anschaffen, letztendlich aber nicht die Verantwortung für diese Tiere übernehmen. Ist die erste Euphorie vorbei, werden die Katzen ihrem Schicksal überlassen. Man kümmert sich nicht mehr um sie, ganz zu Schweigen von einer Kastration, die man auch noch bezahlen müsste. Diese Katzen sind die ärmsten der Armen. Sie führen ein erbärmliches Leben voller Not und Entsagung. Sind sie krank oder verletzt, findet man sie irgendwann in irgendeinem Straßengraben. Keiner fühlt sich für sie verantwortlich und wenn sie durch die Straßen ziehen und ein Bild des Jammers abgeben, schaut man gar zu gerne weg. Diese Erkenntnis haben wir dieses Jahr etliche Male gemacht. Noch nie hatten wir so viele Katzenbabys wie dieses Jahr. Noch nie haben wir so viele Kastrationen bei verwilderten Hauskatzen vorgenommen. Wir müssen nicht mehr mit erhobenem Finger gen Süden zeigen. Wir haben letztendlich hier die gleichen Zustände - darauf dürfen wir nun stolz sein! Das Jahr ist noch nicht vorbei und noch schlimme Fälle werden auf uns warten, da bin ich mir sicher. Es wird Winter, denken Sie bitte auch an die, die nicht im Warmen sitzen. An all die Hunde in den Zwingern und Gärten, an die Hunde, die an Ketten hängen. An die Katzen, die frierend, krank und hungrig umher irren. Ohne einen schützenden Unterschlupf. Denken Sie an all die Vergessenen, sie alle benötigen unsere Hilfe und unser Erbarmen.
Ohne Ihre Unterstützung hätten wir vielen Tieren nicht helfen können, denn hierzu benötigen wir leider auch die finanziellen Mittel. Viele Dauerpflegetiere, für die wir die ärztliche Versorgung tragen, fanden Dank Ihnen und der Menschen, die eine Patenschaft übernommen haben nochmals einen schönen Lebensabend. Manche Operation wäre in Frage gestellt ohne das nötige Geld. Viele ungewollte Katzen wären auf die Welt gekommen um am Ende doch elendig zu sterben. So manches Mal frage ich mich, wie wir das alles packen. Vielleicht deshalb, weil wir einfach ja sagen wenn ein Tier das uns begegnet in Not ist.
Im Namen all unserer Schützlinge möchte ich Ihnen von ganzem Herzen danken! Danke den Ärzten, die immer für uns da sind, den Pflegestellen die mit offenen Armen unsere Tiere aufnehmen, den Spendern, die den finanziellen Grundstock legen, den Paten, die unsere Alten und Kranken mit tragen - all denen, die nicht mit verschlossenen Augen an einem in Not geratenen Tier vorbeigehen.

Ihnen, Ihren Familien und Vierbeinern wünschen wir eine geruhsame Adventszeit, ein friedliches Weihnachtsfest und ein glückliches 2008

Ihre
Waltraud Phul
der Vorstand und alle Schützlinge von MHT


Unsere Weihnachtsfeier findet am 6.12.2007 in der Gaststätte Poseidon, Carl-Villinger-Str. in Worms um 20 Uhr statt. Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen und einen gemütlichen Abend!

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Dieser Weihnachtsbrief ist unserem geliebten Rudi, einem kleinen italienischen Bauernhund und Leonie, unserer lieben alten Cockerdame gewidmet. Stellvertretend für all diejenigen, die wir auf dem letzten Stück ihres Lebensweges begleiten durften.


Weihnachtsbrief 2006

Liebe Tierfreunde,

wie oft schon wurden wir belächelt und als fanatische Tierschützer eingestuft, wenn wir wieder einmal gegen die Haltung von Tieren in Zirkussen demonstrierten. Erinnern Sie sich an die Tiere des Zirkus Althoff?Wir hatten Recht mit der Einschätzung der Haltungsbedingungen der Tiere des Zirkus. Die Behörden haben endlich reagiert und die drei

Verantwortlichen des Zirkus wurden zu einer Geldstrafe verurteilt. Warum diesen Menschen kein Tierhalteverbot auferlegt wurde und sie noch immer den Aufenthaltsort der verbliebenen Elefanten nicht bekannt gegeben haben, ist für uns unverständlich. Städte erteilen Auftrittsgenehmigungen weil viele Stadtväter immer noch meinen, dass ein Zirkus das eigene städtische Kulturangebot attraktiver macht. Verstaubte, überholte Ansichten von Menschen, die nicht bereit sind dem Fortschritt Rechnung zu tragen, die Erkenntnisse über Bedürfnisse und artgerechte Haltung von Tieren nicht verstehen wollen oder akzeptieren.Die Zirkusleitlinie bzw. das Säugetiergutachten werden gedehnt bis zum Erbarmen, denn im Falle einer Beschlagnahmung müssen Städte oder Gemeinde zahlen. Auffangstationen sind kaum vorhanden, also lässt man die Tiere in ihrem Elend sitzen. Wir werden weiter unsere Mahnwachen halten und versuchen die Menschen aufzurütteln, damit irgendwann dieser Tierquälerei ein Ende gesetzt wird.

Tiere haben in unserer Gesellschaft eben immer noch einen sehr niedrigen Stellenwert, wie auch die Entscheidung unserer Regierung bezüglich der Käfighaltung der Hühner zeigt. Wen wundert es also, wenn einzelne Tiere immer noch durch das Raster rutschen und Tierschutzvereine die einzigen Rettungsanker dieser armen Lebewesen sind. Es ist ein zum Himmel schreiendes Unrecht. Wie vielen Katzen hat die Geflügelpesthysterie wohl das Leben gekostet? Wie viele Hühner mussten sinnlos sterben? Der Mensch nimmt sich das Recht heraus, über Leben und Tod von Tieren zu seinem eigenen Vorteil zu richten. Gewissenlos - wenn der Profit nur stimmt!
Auch in diesem Jahr wurden wir wieder mit vielen traurigen Schicksalen konfrontiert. Wir haben versucht, zu helfen und Not zu lindern. Wir haben Liebe ge-schenkt, wenn Tiere von ihren Besitzern im Stich gelassen wurden. Wir haben versucht, Tieren die letzte Zeit ihres Lebens so schön wie nur möglich zu machen und wenn es auch manchmal nur Stunden waren, die wir sie begleiten durften. So waren sie wenigstens nicht alleine. Es fällt auch uns nicht leicht, ein schwerkrankes Tier zu umsorgen, in dem Wissen, dass letztendlich das Sterben unabwendbar ist. Man gewöhnt sich nie daran und es kostet immer

wieder Kraft und Tränen. Viele von Ihnen haben Filou gekannt. Den kleinen 15 - 18J. Hund, der ein halbes Jahr bei uns war. Wir wussten, wie schwer krank er war, ließen ihn ärztlich versorgen und freuten uns täglich, dass er sich sichtlich wohlfühlte. Sein Tod kam trotzdem für uns überraschend und hat uns schon etwas aus der Bahn geworfen. Aber jeder Tag, den dieser alte Herr mit uns verbrachte, war ein Ge-schenk für uns und auch für ihn. Sagen Sie bitte nicht, ich kann kein altes Tier aufnehmen, ich habe ja erst eins verloren! Machen Sie Ihre Arme weit und nehmen Sie ein armes altes Tier auf! Ich versichere Ihnen, das Glück und die Freude, die Sie dadurch erhalten, sind unbeschreiblich. Wenn wir wegschauen, ändert sich doch nichts - die alten Tiere sind trotzdem da. Lassen wir sie nicht im Stich, sondern zeigen wir Barmherzigkeit und Verantwortung denen gegenüber, die unsere Hilfe brauchen. Unser kleiner Filou hat tiefe Spuren in unserem Leben hinterlassen!

Eine, die Ihre Hilfe braucht, ist Bliz, die elfjährige mittelgroße Mischlingshündin. Bliz hat ihr Frauchen überlebt und kam mit 11 Jahren zu uns. Sie benötigt täglich Medikamente für ihre Schilddrüse. Sicherlich hat sie nicht mehr allzu viele Jahre vor sich, aber sie ist jetzt und heute da und hat das Recht, geliebt und umsorgt zu werden. Sie hat das Recht auf ein Zuhause.

Oder unser Sorgenkind Scruffy, der inzwischen 2J. Rüde. Im Haus ist er der Traumhund! Ruhig, verträglich mit Hund und Katze und gehorsam. Er kann alles! Aber wehe, es geht Gassi! Dann ist er nicht wiederzuerkennen. Er bellt, lief an-fangs auf 2 Beinen und reagierte auf rein gar nichts mehr. Wir wussten uns nicht mehr zu helfen und suchten bei einer Tierärztin, die sich auf Verhaltenstherapie spezialisiert hat, Rat. Scruffy ist nun in Behandlung - und wir mit ihm. Er hat schon sehr viel gelernt, ist aber noch lange nicht so weit, dass er wie ein "norma-ler" Hund im Freien reagiert. Für diesen armen Hund

suchen wir dringend ein Zuhause bei hundeerfahrenen Menschen mit Geduld, starken Nerven, einem großen Gelände und einem weiten Herz. Gerne schicken wir ihn mit seinem neu-en Besitzern zur Verhaltenstherapie, damit das, was er gelernt hat, nicht verloren geht und er auf seinem Weg in ein normales Hundeleben nicht stehenbleibt.Wenn Sie sich einen Hund oder ein Kätzchen zulegen wollen, bitte denken Sie dann doch auch einmal an uns. Oftmals haben wir das Gefühl, dass die Leute immer wissen, wo sie uns finden, wenn es darum geht, ein Tier abzugeben oder einem Tier zu helfen. Man gibt sein altes oder krankes Tier ja nicht in einem Tier-heim ab, sondern "privat", was immer man darunter verstehen mag. So beruhigt man sein schlechtes Gewissen. Aber unsere Kapazitäten sind nicht riesig und wir können nur helfen, wenn wir auch Tiere vermitteln.
Da ist unser Kater Artos, 7 Jahre alt und ganz lieb. Artos hat eine chronische Bronchitis und braucht von Zeit zu Zeit seinen Medikamentencocktail.
Endlos ist die Zahl der Katzen, die uns dieses Jahr im wahrsten Sinne des Wortes überschwemmt haben, die von Jahr zu Jahr mehr werden, weil einfach nicht ge-nug kastriert wird. Man müsste allen Menschen, die verantwortungslos und ge-wissenlos ihre unkastrierten Katzen frei laufen lassen, die Tiere zeigen, die todsterbenskrank bei uns abgeliefert werden. Menschen, die unerwünschten Nachwuchs sich selbst überlassen, ihn einfach entsorgen. Sie sind es, die für tausendfaches Leid verantwortlich sind. Das war auch das Schicksal von Skipper, dem kleinen 7 Monate alte Kater. Skipper hatte keinen

Besitzer. Er war zutraulich und wurde von mehreren Familien durchgefüttert. Als er krank war, hatte er niemanden, der sich für ihn verantwortlich zeigte. Eine junge Frau erbarmte sich seiner und brachte ihn zu uns. Skipper war halb verhungert, ausgetrocknet, hatte ein gebrochenes Näschen, verstümmelte Hoden, Katzenschnupfen und eine Lungenentzündung. All dies war für den kleinen geschundenen Körper zuviel. Er bekam einen epileptischen Anfall und wir bangten lange um sein Leben. Skipper hatte Glück und schaffte es.Nicht so Viva, das kleine, sechs Wochen alte Katzenmädchen. Sie starb in unseren Armen. Wir hatten den Kampf um ihr Leben verloren. Was hatte dieses kleine Kätzchen verbrochen, das wir bei einer Kastrationsaktion verwilderter Katzen fanden. Ihr kurzes Leben bestand aus Hunger, Kälte und Entbehrungen, aber ihr Vertrauen in die Menschen war grenzenlos. Viva war nicht alleine als sie starb und ich frage mich, wie viel tausende kleiner und großer Katzen in unserem Lande elendig krepieren. Alleine, voller Angst und Schmerzen.

Dann sind da aber auch noch unsere Patentiere, Tiere die es nicht geschafft ha-ben, ein neues Zuhause zu finden. Dafür gibt es vielerlei Gründe. Sei es nun Krankheit, Alter oder ähnliches. Wir haben für diese Tiere Familien gesucht, die sie aufnehmen wie ihr eigenes Tier, deren medizinische Versorgung allerdings unser Verein übernimmt. Bei einigen dieser Tiere haben wir oftmals nicht ver-standen, weshalb sich keiner erbarmte und ihnen ein Zuhause gab. Viele von Ihnen kennen Macchia, die kleine weiße scheue Hündin. Macchia hat Epilepsie, es ist keine organisch bedingte und auch keine tumoröse Epilepsie. Gott sei ge-dankt, denn ein Tumor hätte vieles in ihrem Verhalten zwar erklärt, wäre für sie aber im Laufe der Zeit einem Todesurteil gleichgekommen. Wir hoffen alle, dass Macchia trotz ihrer Erkrankung noch viele Jahre leben darf.
Oft werden wir gefragt, ob es denn nicht besser wäre, ein krankes Tier gleich zu "erlösen". Ich glaube allerdings, dass es unsere Pflicht ist, alles zu tun, um den Tieren ein lebenswertes Leben zu ermöglichen. Sicherlich könnte man damit Kosten sparen, die man für andere wieder verwenden könnte.

Aber leider vergessen viele Menschen, dass das Leben eines Tieres etwas sehr Wertvolles und Einmali-ges ist. Hier eine Kosten-Nutzungs-Rechnung zu erstellen, ist einfach sträflich. Jedes einzelne Tier hat ein Recht auf Leben, Unversehrtheit und Glück. Auch kranke Tiere können ein wunderschönes Leben führen, wenn sie geliebt und ver-sorgt werden. Dann ist das Leben für sie keine Qual, sondern etwas sehr Schönes. Ein Beispiel dafür ist Penny, die Jagdhundmischlingshündin. Kurz nachdem sie vermittelt war,

wurde Pennny krank. Ihre Besitzer aber scheuten keine Kosten und Mühe, Penny zu dem werden zu lassen, was sie viele Jahre bis zu ihrer letzten Stunde war. Eine alte, glückliche Hündin, die den Weg über uns zu ihrem Paradies fand. Zu Menschen, die alles für sie taten, weil sie sie liebten, die ihre Gebrechen, die im Laufe der Jahre mehr wurden, liebevoll umsorgten, sie annahmen wie sie war. Ich bin Martin und Ute aus ganzem Herzen dankbar und weiß, dass sie es keine Minute bereut haben, dass ich ihnen Penny anvertraute, obwohl sie nur kurze Zeit ein gesunder, nicht behinderter Hund war.Pennys glückliches Leben als behinderter Hund bestärkt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir werden weiterhin kranke, alte, vergessene Tiere aufneh-men und darauf bauen, dass uns Menschen wie Ute und Martin begegnen, die uns und unseren Tieren helfen. Es gibt so viel Elend auf dieser Welt, dass man oft versucht ist zu resignieren. Aber da sind immer wieder diese hell leuchtenden Sterne, diese einzelnen Tiere, die uns zeigen, wie wichtig und richtig es ist zu helfen.

Ich möchte Ihnen, die Sie uns nun schon seit vielen Jahren helfen zu helfen, von ganzem Herzen im Namen all der vielen Tiere, die durch unsere Hände gingen, danken. Dafür, dass Sie einem unserer Schützlinge ein Zuhause gaben und uns auch finanziell nicht im Stich ließen. Ich möchte all unseren Ärzten danken, die für uns da sind. All unseren Pflegestellen, deren Einsatz und ehrenamtliche Arbeit so wichtig und unbezahlbar ist. All denen, die an einem in Not geratenen Tier nicht vorbeigehen. Sie sind es, auf die all die Vergessenen bauen.

Ihnen allen, Ihren Familien und Vierbeinern wünschen wir von ganzem Herzen eine geruhsame Adventszeit, ein friedliches Weihnachtsfest und ein glückliches 2007.

Ihre

Waltraud Phul
Vorstand und alle Schützlinge von MHT


Weihnachtsbrief 2005

Liebe Tierfreunde,

das alte Jahr neigt sich dem Ende zu, und immer wieder erschreckt es uns, dass Jahr für Jahr unsere Arbeit mehr statt weniger wird. Unser Verein besteht nun seit 10 Jahren. Zeit zum Feiern hatten wir nicht. Tierleid und Tierelend sind in all diesen Jahren unser Begleiter gewesen. Für uns war es oftmals schlimm, wie muss es erst für die Tiere gewesen sein, die hilflos ihrem Schicksal ausgeliefert waren. Aber da waren auch die schönen Momente, wenn wir Tieren zu einer neu-en Chance verhelfen konnten. Momente, die uns bestärken, immer weiter zu machen, weil nichts sinnlos ist.
Vielleicht hat der eine oder andere verfolgt, dass Maja, die Elefantin des Zirkus Giovanni Althoff beschlagnahmt wurde und nun im Heidelberger Zoo untergebracht ist. Nur eine von seinen Elefanten, aber immerhin ist ein Anfang gemacht. Als Althoff in Oppenheim war, haben wir an der dortigen Demo teilgenommen und versucht, die Behörden und Ämter zum Handeln zu bringen. Dies ist

nun über ein Jahr her, und wir wurden als dumme Tierschützer belächelt und verhöhnt. Lokalpolitiker spielten sich als Götter auf, dem Ministerium waren wir nicht mal eine Antwort wert. Jetzt endlich hat eine Amtsveterinärin Courage gezeigt und gehandelt. Wenn es doch mehr solcher Menschen gäbe. In diesem Jahr haben wir auch wieder Zirkusse, die in Worms gastierten, kontrolliert. Zirkusse, die einen alten Namen haben wie Charles Knie oder Zirkus Krone. Auch bei diesen beiden haben wir Missstände dokumentiert und diese an die Behörden weitergemeldet. Aber leider mahlen die Behördenmühlen nun mal sehr langsam, was aber auch damit zusammenhängt, dass man nicht weiß, wo man Exoten unterbringen kann. Erst wenn das Elend zum Himmel schreit, wird eingegriffen, was für viele dieser armen Tiere aber oftmals viel zu spät ist. Statt die Zirkusse zur Einhaltung der Zirkusleitlinie und des Säugetiergutachtens zu zwingen, werden leider viel zu oft die Augen geschlossen. Die Meinung Tiere gehören zum Zirkus ist auch noch bei viel zu vielen Verantwortlichen festgefressen.Hier können und dürfen keine faulen Kompromisse geschlossen werden!

Seit das Geld bei den Menschen immer knapper wird, sparen viele erst mal an den Tieren. Die Spendenbereitschaft lässt nach, Katzen werden immer seltener kastriert und um die Ärmsten der Armen muss sich der Tierschutz kümmern. Woher der aber sein Geld nimmt, danach fragt keiner. Die Katzen werden zu Opfern. Sie zahlen mit ihrer Gesundheit und mit ihrem Leben. Wie lange wohl ist der Kater Bismarck durch Worms gehumpelt mit seinem kaputtnen Bein. Man schaut einfach weg. Als wir ihn abends einfingen, war er abgemagert und sein verletztes Bein sah gotterbärmlich aus. Noch in der gleichen Nacht wurde sein Beinchen amputiert und heute ist er ein glücklicher, wenn auch behinderter Kater, der eine Familie hat, die ihn liebt. Oder Tibia, deren Besitzer sie nicht kastrieren ließ. Als sie ein Baby bekam, wurde sie mit ihrem erst wenige Stunden alten Sohn im Katzenkorb am Eleonoren-Gymnasium ausgesetzt. Es war noch sehr kalt und wir hatten Angst, dass es die beiden nicht überleben würden. Tibia und Melvin hatten Glück und konnten beide zusammen in eine neue Familie ziehen. Auch Mandy, die cirka 10 Jahre alte Bauernkatze aus Weinsheim, holten wir an einem Sonntag spät abends ab. Sie war so schwach, dass sie nicht mehr laufen konnte. Sie bekam Infusionen, und was wir alle fast nicht zu glauben hofften, sie überlebte. Mandy lebt heute auf einem Reiterhof im Odenwald und erfreut sich ihres Lebens. Dies sind nur einige Beispiele von vielen, die uns dieses Jahr begegneten. Wir könnten diese Liste endlos weiterführen. Ihnen von den vielen Kastrationen, die wir dieses Jahr bei verwilderten Katzen durchführten berichten. Tiere, die vielleicht unbedacht angeschafft wurden und die auf der Strecke blieben, als sie Geld kosteten, die schlicht zu Wegwerfprodukten wurden. Man fragt sich, ob denn die Menschen keinerlei Verantwortungsgefühl mehr haben, wenn sie sich ein Tier anschaffen. Es ist so einfach, sich seines Tieres zu entledigen. Wer erkennt denn schon eine ausgesetzte Katze? Städte und Gemeinden müssen bei verwilderten Hauskatzen keine Kastrationen bezahlen. Sie müssen erst einschreiten, wenn es zu einer Katzenplage kommt und das Wohlbefinden des Menschen gestört ist. Vor der Katzenplage ist aber schon das Katzenelend da. Und dafür scheint nun mal nur der Tierschutz sich zu interessieren, der regelrecht ausgeblutet wird.

Bei den Hunden sieht es ähnlich aus. Werden sie alt und vielleicht noch krank, schiebt man sie einfach ab. So erging es Leonie, der 12 Jahre alten Cockerhündin. Mit Mammatumoren an der Milchleiste kam sie zu uns. Die kleine alte Dame hat jeden mit ihrem Charme in ihren Bann gezogen. Als ein Tumor zu platzen drohte, ließen wir sie operien. Sie hat die OP bestens überstanden und tollt heute wieder durch den Garten. Auch für sie fanden wir ein Dauerpflegeplätzchen, wo sie solange sie lebt, bleiben kann und geliebt wird. Wir sind froh, Leonie in unserem Verein aufgenommen zu haben und wünschen uns alle, dass sie noch lange ein

glücklicher alter Hund sein darf. Da ist Butzel, der 12 Jahre alte Yorkshirerüde, der wegen Allergie abgegeben wurde. Wurde der kleine Rüde jemals wirklich so geliebt, wie er mit Sicherheit seine Besitzerin liebte? So erging es auch Doffy, ebenfalls ein kleiner Yorki und auch 12 Jahre alt, verwahrlost und krank als er zu uns kam. Viele Menschen würden alles tun, wenn sie ihr krankes Tier behalten dürften. Aber da sind auch die anderen, die verstoßen und die keinerlei Rücksicht auf die Gefühle ihrer Tiere nehmen. Denen die Entschuldigungen für ihr Handeln niemals ausgehen. Die Verständnis erwarten und noch böse werden, wenn es ihnen nicht entgegengebracht wird.Die den Tieren Gefühle, Ängste und Schmer-zen absprechen. Zuerst einmal müssen die Beweggründe der Menschen akzep-tiert werden, erst dann kommt das Tier. Nur dürfen diese Tiernutzer solche Rücksichtnahme von Tierschützern nicht erwarten. Da sind sie an der falschen Adresse. Tiere haben nun mal keine starke Lobby um so wichtiger ist es, dass es Menschen gibt, die sich für sie einsetzen.

Nach so vielen Jahren, in denen wir Tiere vermittelt haben, bleibt es nicht aus, dass wir von dem ein oder anderen Abschied nehmen mussten. Denken wir an die alte Kätzin Minzchen, an die scheue Hündin Kim, an Barnay, den kleinen Dackelmann, Buddy, den sanften Riesen oder Sara, die liebe, lustige Wolfshund-mischlingshündin, Mula, die alte große einäugige Mischlingshündin, Billie, der alte charmante Mischlingsrüde oder unsere süße Bota, die kleine Dackelmischlings-hündin, um nur einige zu benennen. Sie alle traten in unser Leben, wir suchten für sie neue Familien, und sie lebten oft viele Jahre glücklich bei ihren Menschen. Sie alle haben Spuren hinterlassen und werden nicht vergessen. Es ist schön, wenn Tiere Liebe erfahren, sie geben sie tausendfach zurück.

Aber da ist auch die eine, deren Schicksal uns fast aus der Bahn geworfen hat. Ridens, die liebe, zärtliche kleine Mischlingshündin. Mit einem Jahr kam sie zu uns und wir suchten und fanden eine Familie. Alles schien in Ordnung bis zum 5. September diesen Jahres. An diesem Tag rief uns eine Wormser Tierärztin an, bei der Ridens zum Einschläfern abgegeben wurde. Der ehemals 11 kg schwere Hund war auf 5,4 kg abgemagert! Sein kleiner Körper war ausgezehrt, hunderte von Flöhe plagten ihn und unwahrscheinlich viele Hakenwürmer fraßen seinen Körper auf. Ich fuhr sofort in die Praxis und konnte es nicht fassen, welches Bild des Jammers sich mir bot. Ridens musste 5 Tage stationär in der Praxis bleiben. Ich fuhr täglich zu ihr, streichelte sie und sprach mit ihr und wartete, bis ihre Infusionen fertig waren. Dann konnte ich sie nach Hause holen. Sie war schwach, aber voller Lebenswillen. Zum Glück hatte Sabine Urlaub und so teilten wir uns ihre Pflege. Wir schliefen bei ihr und verbrachten jede Stunde mit ihr. Ridens ging gerne Gassi und man schämte sich bald, mit einem halbverhungerten Tier an der Leine auf die Straße zu gehen. Erstaunlich für uns war allerdings die Reaktion der Menschen.

Keiner nahm Notiz davon. Ich denke, dies ist bezeichnend für unsere Gesellschaft. Man könnte ja Ärger bekommen. Ridens bekam Medikamente, Infusionen und Spezialfutter für ihre geschädigten Nieren. Sie nahm tatsächlich 1 kg zu. Wenn jemand von uns in ihr Zimmer kam, stand sie schwanzwedelnd auf und kam uns entgegen. Sie war noch immer unser zärtlicher, dankbarer kleiner Hund. Am 20.9.05 mussten wir Ridens gehen lassen. Ihr kleiner Körper war zu schwach, um weiter leben zu können. Wir konnten es nicht fassen. Dieser Tod war so sinnlos. Warum hatte die Besitzerin diesem kleinen Mädchen die ärztliche Hilfe über Monate versagt? Wie konnte sie zusehen, wie Ridens immer weniger wurde? Es gibt für uns dafür keine Entschuldigung. Warum hat sie sich nicht an uns gewendet? Wir hätten geholfen - sei es in finanzieller Weise oder indem wir die Hündin zurückgenommen hätten. Dann könnte sie heute noch leben. Gerade mal vier Jahre wurde dieses kleine Hundemädchen. Ein kleiner Trost ist uns geblieben. In den letzten Wochen ihres Lebens war sie von Menschen umgeben, die sie wahnsinnig liebten und die alles für sie getan hätten.

Auf diesem Wege möchten wir den Tierärztinnen Dr. Heike Axmacher und Dr. Corinna Würfel, sowie dem gesamten Praxisteam unseren aufrichtigen Dank für die unwahrscheinlich liebevolle Hilfe und Begleitung aussprechen. Sie taten mehr als nur ihre Pflicht und begegneten einem in Not geratenen Hund mit Liebe. Wir haben den Kampf um Ridens verloren und müssen akzeptieren, dass sie gestorben ist. Verstehen und verzeihen können wir allerdings nicht.


Bald ist Weihnachten. Denken Sie in unserer konsumgeprägten Gesellschaft aber bitte auch einmal an die, die unsere Hilfe so dringend benötigen: An die Tiere, die im Tierversuch leiden und sterben, an die Millionen Tiere, die unter nicht artge-rechten Bedingungen gehalten und auf den Tiertodestransport geschickt werden, an die Häftlinge in den Zirkussen, die ein erbärmliches Leben in Gefangenschaft fristen müssen für ein kurzes Amusement, an die verwilderten Katzen in Ihrer Umgebung, die krank und ohne Hoffnung sind, an die Ketten- und Zwingerhunde und die Vergessenen in den Gärten, an die Hunde in den Todeslagern in Süd- und Osteuropa, an ihre Angst und Verzweiflung, die erschlagen, vergast und ver-giftet werden, an das elende Leben der Tiere auf den Pelztierfarmen und ihr grauenvolles Sterben. Vergessen Sie unsere Mitgeschöpfe nicht! Auch Sie können helfen und lindern.

Wir möchten all denen danken,
die uns die Treue halten und unsere Arbeit unterstützen,
unseren Pflegestellen für ihren unermüdlichen Einsatz,
unseren Ärzten, die immer für uns da sind,
unseren Besitzern, die einem unserer Tiere ein neues Zuhause schenken,
und all denen, die an einem in Not geratenen Tier nicht vorbeigehen.

Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien und Ihren Vierbeinern eine besinnliche Ad-ventszeit, ein friedliches Weihnachtsfest und ein glückliches 2006!

Ihre
Waltraud Phul

Vorstand und alle Schützlinge von MHT


Weihnachtsbrief 2003

Liebe Tierfreunde,

immer wieder nehme ich mir vor, Ihnen mehrfach im Jahr zu schreiben, aber dann ist da immer wieder der Faktor Zeit, an dem es scheitert. Im Mai hatten wir in einige Briefen ein Beilageschreiben zugelegt, da wir einige Sorgenkinder hatten, für die wir dringend ein Zuhause suchten. Von diesen Tieren haben es inzwischen die Kätzinnen Lucky und Butzi gepackt und sind nach über einem Jahr Wartezeit in ihr neues Zuhause gezogen. Auch für die kleine Pekinesenmischlingshündin Nocci, die wahnsinnig eigenwillig war, sich nicht scheute ihre kleinen Zähnchen in das Fleisch ihrer vermeintlichen Peiniger zu hauen, fand sich eine liebevolle Dauerpflegestelle, die sie nimmt wie sie ist und liebt.
Am 5. Mai ist unsere MHT-Pflegehündin Molly im Alter von 16 Jahren gestorben. Als sie vor zwei Jahren zu uns kam, glaubte keiner, dass sie den Sommer überleben würde.Viel zu dick, Wasser auf der Lunge und starke Herzprobleme. Was gute Pflege, medizinische Versorgung, ausgewogenes Futter und vor allem Liebe vollbrachten, sahen wir an den zwei Jahren, in denen sie sich noch Tag für Tag ihres Lebens erfreute. Sicher ist es schwer, ein altes krankes Tier aufzunehmen, aber diese Tiere sind nun mal da, und wir können die Augen vor ihnen nicht verschließen. Am gleichen Tag, als Molly starb wurde uns Nils, ein 12J. kleiner dicker, verwahrloster Wolfsspitzmischling gebracht. Acht Jahre lebte er bei seiner Familie, und da er angeblich zu viel bellen würde, man ihn nicht im Auto mitnehmen könnte, setzte man ihn einfach vor die Tür ! Erschreckend, mit welcher Kälte Menschen mit Tieren umgehen, die jahrelang ihre treusten Begleiter waren. Nils strafte seine ehemaligen Besitzer Lüge! Er kann mit anderen Hunden wohl alleine bleiben, ohne dass die Nachbarn auf die Barrikaden gehen und Autofahren tut er für sein Leben gerne! Seine Fettpölsterchen purzeln auch langsam und sein verwahrlostes Fell wurde radikal geschoren. Nun sieht er bildschön aus und keiner glaubt, dass er schon 12 Jahre ist. Überhaupt, Nils ist ein knuffiger Wonneproppen und man muss ihn einfach gerne haben! Und auch er hatte Glück - Nils zog zu Fidel und Kim auf eine Dauerpflegestelle.Im Laufe der Zeit haben wir einige Dauerpflegehunde in unserem Verein und es wäre schön, wenn der ein oder andere eine Patenschaft für eins dieser Tiere übernehmen könnte.
Unser seit Jahren dauernde Kampf für die gepeinigten Zirkustiere wird nun langsam auch in der breiten Öffentlichkeit zum Thema. Ein Verbot bestimmter Wildtiere in Zirkusbetrieben ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.Es ist ein Anfang gemacht und sicherlich wird es noch einige Jahre dauern, bis das Elend der Zirkustiere vorbei ist. Wie schwer die Unterbringung beschlagnahmter Zirkustiere ist, haben wir an den Tieren in der Güterhallenstraße in Worms erlebt. Aber das sollte kein Hinderungsgrund sein, die Augen zu verschließen und nichts zu tun.
Im Sommer wurden wir auf die unhaltbaren Zustände beim Geflügelmarkt in Worms-Rheindürkheim aufmerksam gemacht. Im August besuchten wir den Markt und waren entsetzt. Die Tiere, die dort verkauft wurden waren in kleinste Behälter und Käfige gepfercht. Die überwiegende Mehrheit hatte kein Wasser und war über Stunden hinaus der prallen Sonne ausgesetzt. Und das bei Temperaturen von immer noch über 30°C. Es wurden Frettchen, Gänse, Enten, Puten, Hühner, Hasen, Tauben, Kanarien- und Wellensittiche, Meerschweinchen, Hamster, Wachteln u.v.m. angeboten. Auf einem Lkw standen gestapelte Behälter ca. 25 cm hoch und 80 cm lang in denen Hühner, Enten etc. eingepfercht waren. Vor dem Lkw waren kleine Gehege aufgebaut in die die Tiere nacheinander gefüllt wurden und je nach Abverkauf mit den Tieren aus den Behältern des Lkws wieder aufgefüllt wurden. Bei fast allen Tieren die wir auf dem Gelände vorfanden fehlte Wasser und sie waren der prallen Sonne ausgesetzt. Zwei kleine Hamster standen in einem Plastikbehälter in dem ursprünglich ein Pfund griech. Trauben verpackt waren in der prallen Sonne. Hasen, die extrem hitzeempfindlich sind, wurden ohne Schatten in kleinen Käfigen angeboten. In einem Hasengehege standen ca. 20 Hühner dicht an dicht. Wir verständigten das Veterinäramt und die Stadt Worms. Auch im September waren die Zustände katastrophal. Eichhörnchen wurden zum Verkauf angeboten. Es war unvorstellbar. Im Oktober endlich wurde das Amt tätig. Wir waren wieder da, hatten die Presse mitgenommen und die vorgefundenen Missstände zwangen die Stadt zum Handeln. Der Geflügelmarkt wurde geschlossen. Was wir feststellten war schlimm, grausam und unhaltbar - und in unseren Augen nicht zu entschuldigen.
Vor einem Jahr wurden wir auf eine alte Husky-Hündin aufmerksam gemacht. Das Tier wurde auf einem abgeteilten Gartenstück gehalten. Nach 14 Jahren flog sie aus dem Haus, da sie inkontinent wurde. Was muss in diesem armen Tier vorgegangen sein, plötzlich alleine auf einen Grundstück zu leben. Tag und Nacht den Witterungseinflüssen ausgesetzt und einsam. Wir versuchten die Besitzerin zu bewegen, sie abzugeben. Vergeblich. Die Hundehalteverordnung war erfüllt und wir hatten keine gesetzliche Handhabe. An einem Samstag im Juli erreichte uns eine Meldung, dass es dem Tier schlecht ginge. Wir fuhren sofort hin. Die Besitzerin war in Urlaub und das Hausbesitzerehepaar versorgte den Hund. Shila stand unter einem Baum. Um ihren verbundenen Kopf kreisten die Fliegen. Es war schrecklich heiß. Wir baten die Hausbesitzer, uns das Tier zum Arzt bringen zu lassen, was aber abgelehnt wurde, da Shila ihre Medikamente hätte. Wir hinterließen unsere Telefonnummer, falls es ihr schlechter ginge und mussten wieder unverrichteter Dinge abziehen. Wir sprachen mit den Nachbarn des angrenzenden Grundstücks und ließen auch dort unsere Telefonnummer zurück. Am selben Abend noch organisierten wir eine Pflegestelle, die bereit war Shila aufzunehmen. Wir mussten das Wochenende abwarten und glaubten daran, dass wenn sich der Zustand der Hündin verschlechterte, wir verständigt würden. Am Montag erreichte uns ein Anruf, dass Shila nicht mehr zu sehen sei. Sofort fuhr ich wieder hin und bat, mich zu dem Tier zu lassen. Vergeblich. Ich verständigte das Umwelt, aber auch das konnte den Zugang nicht erzwingen. Die Ordnungspolizisten standen hilflos vor dem Garten. Von Shila war nichts zu sehen. Ich rief die Polizei, es wurde nicht geöffnet. Einer der Polizisten sah Shila dann auf der anderen Gartenseite liegen. Der Zaun trennte uns. Da sie sich nicht bewegte, vermuteten die Ordnungshüter, dass sie tot sei. Und somit ein gewaltsames Eindringen nicht mehr gerechtfertigt sei. Jeder hatte Angst, sich eine Anzeige wegen Hausfriedenbruchs einzuhandeln, da der Hausbesitzer, ein ehemaliger Polizist, sich bestens in der Rechtslage auskannte. Wie konnte ich in Gegenwart von Polizei und Ordnungspolizei über den Zaun, zumal eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch gegen mich erst einige Monate zuvor eingestellt wurde, als ich die Zirkustiere in Leiselheim kontrollierte? Ich versuchte verzweifelt, zu Shila zu kommen. Verständigte das Veterinäramt - vergeblich. Schließlich zogen wir unverrichteter Dinge ab. Am nächsten Morgen erhielt ich den Anruf, dass Shila in der Nacht von Samstag auf Sonntag verstorben sei. Somit war die Sache erledigt. Aber nicht für uns. Nun meldeten sich Nachbarn, die berichteten, dass Shila noch am Sonntagmorgen gejammert habe. Man hätte es nicht hören können, da es durch Mark und Bein ging und sei deshalb weggegangen. Warum wurden wir nicht verständigt? Am Sonntagabend noch, als Shila bereits tot sein sollte, sagte der Hausbesitzer sie sei am Leben. Wir erstatteten Strafanzeige gegen die Halterin und die Betreuer. Letzte Woche erhielten wir die Einstellung des Ermittlungsverfahrens. Shila soll in der Nacht zum Montag gestorben sein. Was war wirklich passiert? Warum wurde uns und der Polizei so vehement der Zutritt zu dem armen Tier verwehrt? Was bleibt ist die Ungewissheit über ihre Leidenszeit und das Wissen über ihr erbärmliches, einsames Sterben.
In diesem Jahr haben wir von etlichen unserer bereits vermittelten Tiere Abschied nehmen müssen. Verständlich, die Jahre vergehen und viele Tiere waren bereits älter, als sie ein neues Zuhause fanden. Die Gewissheit aber, dass sie noch einmal das Glück fanden, umsorgt und geliebt zu werden, tröstet über den Verlust und gibt uns immer wieder Auftrieb weiter zu machen. Deshalb lege ich Ihnen auch heute unsere Sorgenkinder wieder ans Herz. Unsere eineinhalbjährige mittelgroße Mischlingshündin Alina, die einen alten Bruch am Vorderbein hat und manchmal etwas hinkt. Sam, den vierjährigen Beagle-Schäferhundmischling, der von seinen Besitzern auf der Straße zurückgelassen wurde, als sie umzogen. Sam hat einen Trümmerbruch am rechten Hinterlauf. Sein Bein baumelt in der Luft, was für ihn aber keine große Sache ist. Er läuft immer an der Spitze seines Rudels und ist eine richtige Schmusebacke. Mimi und Machia, zwei halbjährige kleine Mischlingshündinnen, die sich mit fremden Menschen schwer tun, wenn sie aber Vertrauen gefasst haben, sich wie ganz normale Junghunde verhalten. Minzchen, unsere zehnjährige Kätzin, die unbedingt als Einzelkatze gehalten werden will, oder Samira und Lulu, ebenfalls zwei junge Einzelkatzen. Wir hoffen, dass sich für unsere kleinen Schützlinge Menschen finden, die sich ihrer annehmen und ihnen die Liebe zuteil werden lassen, die sie verdient haben.
Auch heute ist es mir ein großes Bedürfnis all den Menschen zu danken, die sich einem unserer Tiere angenommen haben und ihnen ein neues Zuhause gaben. Allen voran unseren Pflegestellen, die in beispielloser Weise unsere Schützlinge aufnehmen. Die sie umsorgen, pflegen und lieben. Diese Arbeit ist nicht genug zu würdigen. Menschen, die nicht gegen Bezahlung, sondern aus purer Hilfsbereitschaft und aus Liebe zum Tier sich selbst immer wieder den Trennungsschmerz zumuten und manchmal sogar ein Tier bis zum Lebensende begleiten müssen.
Wir danken allen, die uns auch dieses Jahr wieder unterstützt und uns die Treue gehalten haben. Wir bitten Sie, helfen Sie uns auch weiterhin, damit wir unsere Arbeit fortsetzen können und den Tieren die Hilfe zukommen lassen können, die sie benötigen. Sicherlich ist es uns nicht möglich, das Elend der ganzen Welt aufzufangen, aber wo es uns begegnet, sollten wir die Augen nicht davor verschließen.
Bald ist Weihnachten. Denken Sie bei den Vorbereitungen bitte auch an die vielen "Nutztiere", die für unseren Gaumen unsagbare Leiden und Qualen durchleiden müssen. Helfen Sie mit, damit es auch für unsere Mitgeschöpfe die Tiere, Weihnachten wird.

Eines bleibt immer, jedem von uns: Nein zu sagen. Nein zu Tierelend und Tierleid.

Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien und Vierbeinern eine besinnliche Adventszeit, ein friedliches Weihnachtsfest und ein glückliches 2004!

Ihre
Waltraud Phul
sowie Vorstand und alle Schützlinge von MHT


Um eines kleinen Bissens Fleisch willen berauben wir eine Seele des Lichtes und der Spanne von Zeit, in die sie hineingeboren wurde, sich daran zu erfreuen.
Plutarch



Weihnachtsbrief 2002

Lieber Tierfreund,

was fuer ein Jahr liegt wieder hinter uns! Siege fuer die Tiere, aber auch Niederlagen mussten wir einstecken. Seit 01.08.02 ist nun endlich der Tierschutz im Grundgesetz verankert. Es sind immer die kleinen Schritte, mit denen wir uns zufrieden geben muessen- und immer wieder sind es Tiere, die bis dahin mit Leiden und Qualen die Zeche zahlen muessen. Uns alle hat das Schaechturteil vom Januar diesen Jahres tief betroffen gemacht. Wir haben dieses Jahr wieder vor einer Schlachtstaette gestanden und fuehlten nur Wut, Hilflosigkeit und Verzweiflung. Unsere Gedanken waren bei den armen Tieren, die schutzlos ihren grausamen Tod alleine durchleiden mussten. Wir koennen nur hoffen, dass dieses Urteil nun doch noch revidiert wird und wir nicht zurueck ins Mittelalter fallen.

Bei unseren Kontrollen, die wir aufgrund von Anzeigen durchfuehrten, hat uns so manches mal der Zorn gepackt. Wir fragten uns oft, weshalb Menschen sich Tiere ueberhaupt halten. Um vergessen in Zwingern oder Verschlaegen dahinzuvegetieren? Um hilflos ihrem Schicksal ausgeliefert zu sein, wenn die niedliche Zeit des Welpen vorueber ist? Sind wir wirklich zu einer verrohten Gesellschaft geworden, in der nur das zaehlt, was Freude oder Nutzen bringt? Wo sind unsere moralischen und ethischen Wertsaetze geblieben? Wie koennen wir vor unseren Kindern bestehen, wenn wir selbst kein Gewissen mehr zeigen?

Auch bei den Zirkuskontrollen sahen wir wirklich viel Leid und Grausamkeiten. Ob das nun bekannte Zirkusse waren oder kleine Wanderzirkusse. Wir haben nicht nur Zirkusse in Worms oder den dazugehörigen Vororten kontrolliert. Wir waren auch in Hessheim und Alzey. Überall das gleiche Elend. "Die Leute wollen das sehen" oder " Tiere sind mein Kapital" Aussprüche von Zirkusbetreibern, um ihre Ausbeutung der hilfslosen Kreatur zu rechtfertigen. Zirkusse, die nicht das nötige Geld haben, um für Winterquartiere für ihre Tiere zu sorgen. Die Tiere einsperren, um sie für wenige Minuten einem staunenden Publikum als Attraktion vorzuführen. Jahrelang eingesperrt - für ein billiges Amusement! Tiere, die unter Schmerzen zu artfremden Kunststückchen gezwungen werden, die gegen ihre Natur in lebenslanger Einzelhaft gehalten werden. Schlimmer als der übelste Verbrecher! Tiere die in brütender Sonne, angekettet an Transportboxen, hilflos dahinvegetieren. Dies mit Argumentationen wie "Tradition" rechtfertigen zu wollen, ist purer Hohn. Wir haben die Stadt Worms gebeten, Zirkusse die exotische Tiere mitführen ein Gastspielverbot zu erteilen. Bisher ohne Erfolg.

Monatelang wurden in Worms, auf einem Abstellplatz, Tiere unter katastrophalen Umständen gehalten. Der Besitzer dieser Tiere, ist ein Artist, der von einem Event-Unternehmen unterstützt, diese Tiere hielt. Im April diesen Jahres wurden wir von Anwohnern auf die Situation aufmerksam gemacht. Es handelte sich zu diesem Zeitpunkt um 2 Liger, ca. 12-18 Paviane und einen Mandrill. Eine Genehmigung zum Halten der Tiere lag nicht vor. Die Tiere wurden nur in Zirkuswagen gehalten, hatten keine Freigehege und vegetierten vor sich hin. Weitere Tiere des Mannes, Pferde, Ziegen, Ponys, wurden in einem Vorort von Worms untergebracht. Wir informierten das zuständige Amt für Umwelt. Im Mai hatte sich noch nichts an den Zuständen geändert und wir wurden wieder vorstellig bei der Stadt. Es war ein zähes Tauziehen über Monate, mit dem Erfolg, dass kleine Freigehege für die Affen gebaut wurden und der Wagen des Mandrills derart vergrößert wurde, dass eine Veranda enstand. Der Mandrill, ein Tier, das auf der Liste der artengeschützten Tiere steht, wurde weiterhin in Einzelhaft gehalten. Es wurde weder die Leitlinie für Zirkustiere erfüllt, die hier sowieso nicht greifen würde, noch das Säugetiergutachten. Das zuständige Amt machte Auflagen über Auflagen, setzte Fristen nach Fristen, nur für die Tiere änderte sich nichts. Mitte Oktober kamen nun noch weitere Tiere hinzu. Kängurus, Esel, Skunks, Erdhörnchen, Rehböcke, schwarze Schwäne, Ziegen. Das Amt setzte wieder Fristen. Die neu hinzugekommenen Tiere waren nach Zeugenaussagen in einer kleinen ca. 40 qm großen Hallen auf dem Gelände untergebracht. Wir fragten uns ernstahft, mit welchen Überraschungen wir hier noch rechnen müssten und ob sich nicht irgend eine Behörde für diese Tiere verantwortlich fühlen und sich endlich für sie einsetzen würde, damit diesem Drama ein Ende gesetzt wird. Vor einer Beschlagnahmung drückte sich die Stadt, da dies Geld kosten würde und weil niemand wusste, wohin mit den Tieren. Die Stadt Worms hat einen Tierpark, weigerte sich aber strikt, Tiere dieses Halters dort auch nur vorübergehend unterzubringen. Von Krankheiten, Quarantäne war die Rede. Die Tiere in der Güterhallenstraße absolvierten bereits eine monatelange Quarantäne. Aber alle machten die Augen vor diesem Elend zu. Auffangstationen sind nicht vorhanden. Gleichzeitig erlaubt man die Haltung dieser Schau- bzw. Zirkustiere. Wird die miserabele Tierhaltung durch Tierschützer angeprangert, lässt man die Tiere lieber in ihrem Elend sitzen und macht die Augen zu. Die Tiere in Worms waren Realität und konnten nicht warten bis Auffangstationen gebaut sind. Ihr Leid fand jetzt und heute statt. Das Aktionsbündnis Rheinland-Pfalz und der Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes boten der Stadt Hilfe an und baten um ein Gespräch. Ein Termin wurde vereinbart, dann aber kurzfristig von der Stadt abgesagt. Man hatte Kontakt mit animal-public und I.S.A. aufgenommen. Durch Zufall erfuhren wir davon. Am 2.11.02 wurden wir durch Anwohner informiert, dass der Besitzer einen Tiertransporter mit Tieren beladen würde. Man hatte also vor, sich weiteren behördlichen Auflagen durch Flucht zu entziehen. Ich rief den zuständigen Beamten der Stadt Zuhause an, fuhr in die Güterhallenstraße und blockierte mit meinem Auto die Einfahrt. Dann verständigte ich die Polizei. Der Besitzer hatte weder eine Transportgenehmigung, noch konnte er Angaben machen, wohin die Tiere gebracht werden sollten. Nach langem hin und her erfolgte die lang ersehnte Beschlagnahmung. Die Feuerwehr versperrte die Ausfahrt mit einem Container. Am 4.11.02 wurde das Gelände geräumt und die Tiere weggebracht. Den Behörden und den Leuten die Zugang hatten bot sich ein Bild des Jammers. Der Mandrill soll tiefe Fleischwunden an den Füßen, Vereiterungen am Kiefer, ein entzündetes Auge haben. Beide Liger wiesen erhebliche Schäden an den Zähnen auf. Wir können diese Behauptungen so nur weitergeben, selbst davon überzeugen konnten wir uns nicht. Trotz mehrfacher Nachfrage blieb uns der Zutritt verwehrt. Die Kängurus konnten nicht sichergestellt werden, sie sind verschwunden.

Die Tiere, die in einem Stallzelt in einem Wormser Vorort gehalten werden, 1 Esel, 2 Lamas, 1 Dromedar, mehrere Ponys und ein Pferd, besuchten Leute am Nachmittag des 2.11.02. Drei Frauen unseres Vereins, deren Personalien morgens in der Güterhallenstraße festgehalten wurden, erhielten daraufhin eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch in Leiselheim.

Im Januar d.J. wurden wir mit drei 6 Monate alten Ponys überrascht. Die Tiere sollten zunm Schlachter bzw. auf den Tiertransport. Fohlenfleisch ist teuer und für den Gaumen ist mancher Mitmensch gewillt, auch mal etwas mehr zu zahlen. Erst fühlten wir uns überfordert, denn eine Pflegestelle für solche Tiere hatten wir noch nicht. Uns blieb keine Wahl. Die Ponys kamen, wurden bei einer Tierfreundin untergebracht und versorgt. Die Stallmiete wurde uns erlassen, aber wir hatten noch viele Kosten, die da so plötzlich auf uns zukamen. Es war auch nicht einfach, einen geeigneten Platz zu finden, denn Ponys sollten bis zum fünften Lebensjahr nicht geritten werden. Eine Fohlenweide wäre das optimale, am besten aber für alle drei gemeinsam, denn die Tiere waren ein richtiges Dreiergestirn. Nach langem Suchen, das sich über ein halbes Jahr hinzog, haben wir auch diesen Platz gefunden. Der Transport der Tiere war auch sehr abenteuerlich. Ein Hänger musste organisiert werden, die passende Zugmaschine und natürlich ein Fahrer, der dies alles bewerkstelligen konnte. Am Tag der Abfahrt fiel erst mal das Auto aus, musste in die Werkstatt und wir konnten erst am Nachmittag unsere Reise antreten. Michael fuhr prima und nach einer Stunde hatten sich die Ponys und ich an das Geschaukel gewöhnt. Spät abends kamen wir dann im tiefen Schwarzwald an und waren begeistert. Barney, Cash und Peppels haben ein Paradies gefunden. Sie leben mit vielen anderen Tieren zusammen und Peppels, die kleine Ponystute, hat alle Vierbeiner und auch ihre Zweibeiner fest im Griff. Unser Einsatz für diese drei hat sich gelohnt und wir sind froh, dass alles so gut geklappt hat.

Wir haben auch dieses Jahr wieder einigen Tieren zu einer neuen, und wie wir hoffen, gesichterten Zukunft verhelfen können. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere von Ihnen an Molly, die 15jährige Hündin aus dem letzten Weihnachtsbrief. Eine Woche vor Weihnachten fand ich Mollys Frauchen krank und hilflos Zuhause. Notarzt und Krankenwagen kamen noch rechtzeitig, so dass sie gerade noch gerettet werden konnte. Wäre Molly nicht gewesen, wer weiß, wie es dann ausgegangen wäre. Seit diesem Tag ist Molly fest bei uns eingezogen und erfreut sich, trotz Wasser auf der Lunge und einem sehr schlechtem Herzen, ihres Lebens. Meine Mutter hat sie als neues Frauchen adoptiert und beide lieben sich heiß und innig!

Auch die 14jährige Peggy hat ihre neue Familie gefunden und nicht nur sie ist glücklich darüber. Sie dankt es ihren neuen Adoptiveltern jeden Tag mit viel Liebe und einer unbeschreiblichen Anhänglichkeit und Treue. Menschen die es wagten, einem älteren Tier eine neue Heimat zu geben, haben dies nie bereut.

Momentan haben wir leider viele ältere Katzen. Teilweise Tiere, die gerne als Einzelkatzen gehalten würden. Leider scheuen sich viele Menschen davor, einer älteren Katze ein Zuhause zu geben. Ihnen, liebe Tierfreunde, legen wir gerade diese Samtpfoten ans Herz. Hat nicht der ein oder andere vielleicht doch noch ein Plätzchen für unsere liebenswerten Senioren frei? Sie können gewiss sein, es wird Ihnen mit Liebe und Dankbarkeit belohnt. Für drei junge, allerdings scheue Katzen suchen wir ebenfalls ein Zuhause. Diese Tiere kamen leider zu spät in die Nähe des Menschen. In ihre gewohnte Umgebung können sie nicht zurück und nun suchen wir Menschen, die ihnen den Freiraum geben, den sie benötigen um ein glückliches Katzenleben führen zu können.

Dieses Jahr haben wir wieder Kastrationsaktionen bei verwilderten Hauskatzen durchgeführt, aber es scheint, als wolle die FLut der Katzen nie enden. Leider lassen viele Katzenbesitzer ihre Tiere viel zu spät kastrieren und so werden viele dieser ungewollten Kätzchen sich selbst überlassen und verwildern. Ein teuflischer Kreislauf und vorprogrammiertes Leid. Die Hundecrew in unserem Verein wird wohl auch nie abreissen! Momentan ist der sechsjährige Charlie unser Sorgenkind. Traktiert von sechs Kindern und nach einem einjährigen Aufenthalt in einem befreundeten Tierheim, kam er zu uns. Charlie ist bildschön, intelligent und ein treuer Begleiter allen Menschen gegenüber, die er kennt. Bei Fremden ist er misstrauisch, knurrt und zeigt die Zähne. Nur nicht berühren ! Man kann nur ahnen, was diesem Hund angetan wurde. Er muss erst wieder Vertrauen in die Menschen finden und wir glauben, dass er auch das bald gepackt hat.

Auf diesem Wege möchten wir uns vor allem bei unseren Pflegestellen bedanken, ohne deren selbstlosen Einsatz unsere Arbeit nicht möglich wäre! Die liebevoll Tiere in ihre Obhut nehmen, sie pflegen und immer wieder Abschied nehmen müssen!

Wir danken Ihnen, dass Sie uns unterstützt und uns die Treue gehalten haben. Durch Ihre Hilfe erst können wir helfen!

Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien und Vierbeinern eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches 2003!

Ihre

Waltraud Phul, der Vorstand und alle Schützlinge von MHT

Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir.

Alle Geschöpfe der Erde streben nach Glück wie wir.

Alle Geschöpfe der Erde, lieben, leiden und sterben wie wir.

Also sind sie uns gleichgestellte Werke des allmächtigen Schöpfers.

Franz von Assisi