Die anatomisch - physiologischen Vorgänge beim Schaechten

Presseerklärung der Tuerkischen Regierung+++ Bilder zum Thema + Kinder sollten sich diese Bilder nicht anschauen

Stellungnahme von MhT Worms e.V. zum Schächturteil


Kurban Bayrami 16.11.2010

Weltweit begehen Muslime in dieser Zeit das islamische Opferfest Kurban Bayrami. Wir weisen ausdrücklich nochmals darauf hin, dass das betäubungslose Schlachten in Deutschland grundsätzlich verboten ist. In Rheinland-Pfalz wurden keine Ausnahmegenehmigungen erteilt. Es gibt für islamische Gläubige keine zwingenden religiösen Vorschriften für das Schlachten ohne Betäubung. Haus- und Hinterhofschächtungen sind strengstens untersagt. Wer ohne Genehmigung schächtet begeht brutalste Tierquälerei und kann mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro und auch mit Haftstrafen bestraft werden.
Nachdem der Tierschutz nun bereits seit drei Jahren Verfassungsrang hat, ist es an der Zeit, dass das Schächt-Urteil der Karlsruher Bundesverfassungsrichter vom Januar 2002 -welches das betäubungslose Schächten mit Ausnahmegenehmigungen erlaubt- hinfällig wird. Schächten zu Gunsten der Religionsfreiheit ist für jeden ethisch empfindenden Menschen ein Schlag ins Gesicht und ein Rückschritt ins Mittelalter.


Am 16.11.2010 findet das diesjaehrige "Kurban bayrami" statt, ein Schlachtfest an dem in islamischen Laendern traditionsgemaess Tiere geschaechtet werden. Schaechten bedeuted betaeubungsloses Schlachten und ist laut Muslime fuer Tiere nicht mit Leiden verbunden.

Wie aber sieht die Wirklichkeit aus? Tiere muessen, in Reih und Glied wartend, zusehen wie ihre Artgenossen abgeschlachtet werden. Sie werden zu Hunderten in den Schlachtbetrieben angeliefert. Blut, Todesangst, die Schreie der Tiere - ein grausames Inferno. Nach unseren Gesetzen ist das Schaechten in Deutschland verboten. Bereits im Juni 1995 hat das Bundesverwaltungsgericht in Berlin dies in einem Urteil bestaetigt. Verstoesse gegen das Schaechtverbot werden mit Geldbussen bis zu 25.000 Euro bestraft. Landwirte, die ihre Tiere zum Schaechten abgeben, machen sich ebenfalls strafbar.

Diese Entscheidung verstoesst nicht gegen die 5. Sure des Korans, wie auch ein Gutachten der beiden anerkannten hoechsten islamischen Instanzen fuer Glaubensfragen, die Universitaeten Kairo und Ankara, dies 1982 bestaetigten.

In unserem Land sollten sich unsere auslaendischen Mitbuerger wenigstens an unsere Gesetze halten, wie sie das auch von uns in ihren Laendern erwarten.

Waltraud Phul, 1. Vorsitzende MhT


Umweltstaatssekretär Karl-Winfried Seif: „Erfolg Hessens auf der Agrarkonferenz“
26.01.2007 - Pressemitteilung


Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Schächten bitten Länder den Bund eine Änderung des Tierschutzgesetzes zu prüfen

Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom November vergangenen Jahres hat Hessen seine Forderungen an die Konsequenzen auf der Agrar-Amtschefkonferenz der Länder in Berlin thematisiert.

Auf diese Initiative hin bittet die Amtschefkonferenz den Bund eine Änderung des Tierschutzgesetzes zu prüfen, die einen verfassungskonformen, angemessenen Ausgleich zwischen dem Grundrecht der freien Religionsausübung und dem im Grundgesetz als Staatsziel verankerten Tierschutz gewährleistet. Hierbei sollen insbesondere Regelungen geschaffen werden, die sicherstellen, dass es nach dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis beim Schächten nicht zu erheblich mehr Schmerzen und Leiden der Tiere kommt, als bei den üblichen Schlachtverfahren mit Betäubung.

„Damit sind wir unserem Ziel ein gutes Stück näher gekommen“, betonte Staatssekretär Karl-Winfried Seif, denn vor dem Hintergrund der bisherigen Vorschriften im Tierschutzgesetz blieb die Aufnahme des Tierschutzes in die Verfassung anscheinend folgenlos. Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass die Aufnahme des Tierschutzes als Staatsziel in das Grundgesetz der Erteilung von Ausnahmegenehmigungen zum betäubungslosen Schlachten (Schächten) nicht entgegensteht.

„Hessen fordert daher aus dem Urteil rasche Konsequenzen zu ziehen und die entsprechenden Paragraphen im Tierschutzgesetz zu ändern. Tiere sind leidensfähige, schmerzempfindliche Mitgeschöpfe. Erhebliche Schmerzen und Leiden durch das Schächten müssen ausgeschlossen werden“, hob Seif hervor.

Der Staatssekretär weiter: „Hessen hat sich bereits in seiner im Juni 2005 eingebrachten Bundesratsinitiative dafür ausgesprochen, ein objektives fachliches Kriterium in die Ausnahmeregelung einzuführen. Künftig soll belegt werden, dass es beim betäubungslosen Schlachten nicht zu erheblich mehr Schmerzen und Leiden der Tiere kommt, als bei den üblichen Schlachtverfahren mit Betäubung.“

Im Ausland, z.B. in Neuseeland als dem weltgrößten Exporteur von Schafen, wird schon lange die Elektrokurzzeitbetäubung praktiziert, um religiös motivierten Anforderungen an die Schlachtung unversehrter Tiere entgegen zu kommen. Dabei verlieren die Tiere nur kurze Zeit das Bewusstsein, die Wahrnehmung und das Schmerzempfinden. Ähnlich wie bei einer Ohnmacht wachen die Tiere unversehrt wieder auf, wenn man sie nicht schlachtet. „Wir sehen in dieser Lösung einen guten Weg, das Grundrecht der freien Religionsausübung und den im Grundgesetz verankerten Tierschutz in Einklang zu bringen“, so Seif.

Diese Auffassung wird auch vom Hessischen Integrationsbeirat geteilt. Ebenso wie die Delegiertenversammlung der hessischen Ausländerbeiräte erkennt der Beirat in der Elektrokurzzeitbetäubung einen Weg, den Belangen des Tierschutzes Rechnung zu tragen und religiös motiviertes Schlachten weiterhin zu ermöglichen.


Menschen für Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

Pressemitteilung vom 23.11.2006

Heutiges Schächt-Urteil:
Bundesverwaltungsgericht fordert verbindliche Regelungen zum Schächten


Wie der Bundesverband Menschen für Tierrechte mitteilte, hat das
Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden, dass das Staatsziel Tierschutz des Grundgesetzes nicht automatisch eine tierfreundlichere Auslegung bestehender Gesetze verlange. Der Verband fordert nun von der Bundesregierung eine zügige Verbesserung des Tierschutzgesetzes.

Das höchste deutsche Verwaltungsgericht widersprach damit dem
Land Hessen, das einem muslimischen Schlachter die nach dem Tierschutzgesetz notwendige Ausnahmegenehmigung zum betäubungslosen Schlachten (Schächten) von Rindern und Schafen verweigert hatte und bestätigte die Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichtshofs Kassel. Dieser sah keine Möglichkeit, ohne vorherige Änderung des Tierschutzgesetzes, Muslimen das Schächten zu verbieten. Gegen dieses
Urteil war das Land Hessen in Revision gegangen, mit der Begründung,
das Staatsziel Tierschutz wirke sich direkt zu Gunsten der Tiere auf bestehende Gesetze aus, auch ohne dass diese entsprechend geändert werden müssten. Deshalb sei nach hessischer Auffassung Muslimen das Schächten nicht erlaubt.

Dem widersprach jetzt das Bundesverwaltungsgericht:
Ohne Änderung des Tierschutzgesetzes könne Muslimen das Schächten
nicht verboten werden. Beim Schächten werden die Tiere bei vollem Bewusstsein gewaltsam fixiert, anschließend wird der Hals mit einem Messer durchschnitten. Der Tod tritt durch Ausbluten ein.

Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für
Tierrechte ist über das Leipziger Urteil enttäuscht. Er fordert
von der Bundesregierung, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.
"Jetzt müssen Bund und Länder tätig werden und das Tierschutzgesetz so verbessern, damit der Staatszielbestimmung Tierschutz Rechnung getragen wird", so Simons.

Hessen hatte bereits 2005 ein Gesetz zur Regelung des Schächtens
in den Bundesrat eingebracht. Dieses sei aber von den Bundesländern auf Eis gelegt worden. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich jetzt für eine zügige Verabschiedung des Hessenentwurfs ein.

Schächt-Urteil:
Das können Sie jetzt tun

Das Bundesverwaltungsgericht hat am 23.11.2006 die Rechtsauffassung bestätigt, dass es ohne vorherige Änderung des Tierschutzgesetzes keine Möglichkeit gibt, Muslimen das Schächten zu verbieten. Der Argumentation, das Staatsziel Tierschutz wirke sich direkt zugunsten der Tiere auf bestehende Gesetze aus, auch ohne dass diese entsprechend geändert werden müssten, folgte das Gericht nicht. Einen Link zur Pressemitteilung des Bundesverbandes finden Sie
weiter unten.
Es ist jetzt notwendig, eine Änderung des Tierschutzgesetzes einzufordern. Bitte beteiligen Sie sich daran!

Schreiben Sie bitte an den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, der bereits 2005 eine Bundesratsinitiative zur entsprechenden Änderung des Tierschutzgesetzes initiiert hat. Schreiben Sie bitte auch an den für Tierschutz zuständigen Bundesminister Horst Seehofer.


Berichterstattung zum Thema Schächten 02.12.2006

Mit Empörung haben wir das Urteil zum Thema "Schächten" zur Kenntnis genommen. Mit dieser Entscheidung wird der Tierschutz mit Füßen getreten, und die im Grundgesetz verankerten Rechte einfach nicht die Bedeutung zugestanden, für die wir jahrelang gekämpft haben. Tiere ohne Betäubung den Hals durchzuschneiden ist übelste Tierquälerei und darf nicht mit der Begründung der Religionsfreiheit genehmigt und abgesegnet werden. Im Namen der Religion wurden Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Menschenopfer u.v.m. durchgeführt. Fallen wir wieder in das Muster vergangener Jahrhunderte? Hat man in diesem Lande Angst als ausländerfeindlich zu gelten, nur weil man erworbene ethische Grundsätze vertritt? Muslime legen in ihren Heimatländern größten Wert auf Einhaltung ihrer Traditionen und Riten. Und genau die gleichen Rechte haben auch wir, ohne uns das Mäntelchen der Ausländerfeindlichkeit anziehen zu müssen. Unrecht und Tierquälerei darf behördlich nicht abgesegnet werden, wir geben denen unsere Stimme, die sich nicht wehren können. Wenn aber unsere Gerichte damit argumentieren, daß das Tierschutzgesetz geändert werden muß, damit keine Ausnahmgenehmigungen mehr erteilt werden müssen, so sind nun unsere Politiker aufgerufen, endlich zu reagieren. Deutschland war in Sachen Tierschutz einmal führend in der EU, inzwischen zappeln wir als Schlusslicht, wie beschämend. Am 31.12.2006 findet das Opferfest Kurban Bayram statt, und tausenden von Tieren wird ohne Betäubung der Hals durchgeschnitten. Tiere betäubt zu Schlachten verstößt nicht gegen den Koran, dies haben bereits 1982 die Universitäten Kairo und Ankara bestätigt. Im Name Allahs - seid gnädig.

TSV "Menschen helfen Tieren Worms e.V."
Waltraud Phul
1. Vorsitzende


Pressemitteilung des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte zum islamischen Opferfest vom 10. - 13. Januar 2006

Schächt-Verbot durchsetzen - Seehofer muss jetzt handeln

Anlaesslich des diesjaehrigen islamischen Opferfestes vom 10.-13.
Januar draengt der Bundesverband Menschen fuer Tierrechte Bund und Laender erneut, das betaeubungslose Schlachten von Tieren in Deutschland ausnahmslos zu verbieten.

Nach Aussagen des Tierrechtsverbandes habe sich in den letzten
zwei Jahren in der Rechtsprechung eine erfreuliche Entwicklung zu Gunsten des Tierschutzes ergeben. So kommt der hessische Verwaltungsgerichtshof in seinem Urteil vom 24.11.2004* zu dem Schluss, dass ein generelles Verbot des betaeubungslosen Schlachtens fuer Muslime moeglich sei und durch ein entsprechendes Gesetz geregelt werden koenne.

"Doch Politiker druecken sich bisher vor einem konsequenten Schaecht-Verbot, vermutlich weil diesem noch immer der unzutreffende Verdacht
antisemitischen Gedankengutes anhaftet. Es geht aber ausschliesslich darum, Tieren vermeidbare Schmerzen und Leiden zu ersparen und nicht um eine Diskriminierung von Glaeubigen. Eine solche Verquickung ist unlauter", so Vorstandsmitglied Dr. Christiane Baumgartl-Simons.

Moslems und Juden ist es erlaubt, rituelle Schlachtungen nach
vorausgegangener Elektrokurzzeitbetaeubung, die Bewusstsein und Schmerzempfinden der Tiere ausschaltet, durchzufuehren. Solange aber das deutsche Tierschutzgesetz Ausnahmen von jeglicher Betaeubung gestattet, wuerden die unnoetigen Qualen der Schafe und Rinder beim Verbluten niemals aufhoeren, urteilen die Tierrechtler.

Zurzeit ist zwar ein Revisionsverfahren zum oben genannten Urteil
beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig anhaengig, doch auf dessen Entscheidung duerfe die Politik nicht laenger warten. Vielmehr muesse Minister Seehofer jetzt einen Gesetzesentwurf vorlegen, der betaeubungsloses Schlachten ganz verbietet. Hessen hat bereits einen entsprechenden Antrag auf Aenderung des Tierschutzgesetzes in den Bundesrat eingebracht, an dem sich Minister Seehofer orientiere sollte.

Nach Ansicht des Bundesverbandes Menschen fuer Tierrechte gibt es
insbesondere aufgrund der Staatszielbestimmung Tierschutz und der juengsten Gerichtsentscheidungen kein Argument mehr, weshalb Tiere in Deutschland bei vollem Bewusstsein aus religioesen Gruenden unter Angst und Schmerzen verbluten muessten.


Problemfeld Schaechten:
Beispielhafter Gesetzesantrag der CDU Nordrhein-Westfalens

Puenktlich zum ersten Jahrestag des Aufsehen erregenden Schaecht
-Urteils des Bundesverfassungsgerichtes gibt es Bewegung zu diesem Problemfeld. Die CDU-Fraktion in Nordrhein-Westfalen hat einen Antrag in Form einer Gesetzesinitiative in den Landtag gebracht, um eine Aenderung des Schaecht-Paragrafen im Tierschutzgesetz herbeizufuehren. Der Bundesverband Menschen fuer Tierrechte appelliert jetzt an den Landtag, diesem Antrag zuzustimmen. Dieser enthaelt wichtige Pruefvorschriften, die das Erteilen von Ausnahmegenehmigungen erheblich reduzieren.

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Menschen fuer Tierrechte,
Dr. jur. Eisenhart von Loeper, nannte den Vorstoss zur bundesweiten Aenderung des Tierschutzgesetzes "beispielhaft und ueberzeugend". Dieser sieht vor, Ausnahmegenehmigungen zum Schaechten nur zu erteilen, wenn
a) nach dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis sicher ist,
dass dadurch fuer das betroffene Tier keine groesseren Schmerzen oder Leiden, insbesondere Todesangst, verbunden sind als bei vorheriger Betaeubung und
b) der Antragsteller definitiv nachweisen kann, dass seine Religionsgemeinschaft das Schaechten zwingend vorschreibt.*

Es wuerde damit klargestellt, dass das am 15. Januar 2002 ergangene
Schaecht-Urteil des Bundesverfassungsgerichts durch den Verfassungsrang des Tierschutzes gegenstandslos ist. Diese rechtliche Klarstellung wird in Fachkreisen, so von Loeper, ohnehin fuer zwingend notwendig gehalten.

Hinsichtlich der praktischen Umsetzung bestehen Meinungsverschiedenheiten, ob und in wieweit die Verwaltungsbehoerden Antraege von
Religionsgemeinschaften auf Erteilung von Ausnahmegenehmigungen zum Anlass nehmen duerfen und muessen, die Glaubensgrundsaetze im Einzelfall zu "ueberpruefen". Es waere mit den Prinzipien des verfassungsmaessigen Tierschutzes unvereinbar, diese Entscheidung dem Selbstverstaendnis der Religionsgemeinschaft zu ueberlassen. Die Anerkennung
ethischer Mindeststandards im Umgang mit Tieren ist hiernach zwingend.

Die bisherige Genehmigungspraxis fuehrt auf Seiten der Antragsteller vielfach zu einem Gefuehl der Diskriminierung und bei den Amtstieraerzten zu dem Gefuehl einer Ueberforderung. Daher muss die Einzelfallregelung durch eine wissenschaftliche Standardbeurteilung abgeloest
werden, die das Tier vor vermeidbaren Schmerzen und Leiden verschont.
Von Loeper betont: "Die nun vorgeschlagene Regelung liegt im Sinne
unserer europaeischen Kultur und sollte kraft Gesetzes fuer alle gueltig sein".


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Die anatomisch - physiologischen Vorgänge beim Schächten

Wenn die Schächtung am gefesselten und niedergeworfenen Tier, entsprechend
den Vorschriften, durch einen Schnitt mit einem scharfen Messer vorgenommen
wird, durchtrennt man zunächst die vordere Halshaut. Dann folgen die
vorderen, Halsmuskeln, die Luftröhre und die Speiseröhre.
Jeder Mediziner oder Anästhesist mit operativer Erfahrung weiß, wie
schmerzempfindlich Luftröhre und Speiseröhre sind, besonders aber der
betroffene Kehlkopf, deren Verletzung selbst bei tiefer Narkose noch zu
schweren reflektorischen Atemstörungen und Kreislaufreaktionen führt.

Danach werden die darunter und seitlich liegenden, mit spezifischer
Sensitivität ausgestatteten beiden Halsschlagadern durchschnitten, die eine
relevante Gesamtreaktion auf Blutdruck und Kreislauf haben...

Daneben werden auch die Nervi accessori und der Vagus sowie das gesamte
Sympathische Nervensystem und die das Zwerchfell motorisch versorgenden
Nervi phrenici durchtrennt.
Hierdurch kommt es zu einem immobilen Zwerchfellhochstand mit stärkster
Beeinträchtigung der Lungenatmung, so daß das Tier neben seinen
unerträglichen Schnittschmerzen auch noch zusätzliche Todesangst durch
Atemnot erleidet.

Diese Atemnot versucht es durch Hyperventilierung des knöchernen Thorax
vergeblich zu kompensieren, was weitere Schmerzen verursacht und zu den
schmerzhaft - angstvoll aufgerissenen Augen führt.

Durch die Angst und atemnotbedingten verstärkten Atemreaktionen wird das
Blut und der aus der Speiseröhre austretende Mageninhalt in die Lungen
aspiriert, was zu zusätzlichen schweren Erstickungsanfällen führt.

Während des langsamen Ausblutens thrombosieren sind verstopfen vielfach die
Gefässenden der vorderen Halsarterien, so das regelmäßig nachgeschnitten
werden muß.

Und das alles bei vollem Bewußtsein des Tieres, weil beim Schächtschnitt die
großen, das Gehirn versorgenden Arterien innerhalb der Halswirbelsäule
ebenso wie das Rückenmark und die 12 Hirnnerven nicht durchtrennt sind und
wegen der knöchernen Ummantelung auch nicht durchtrennt werden können.

Diese noch intakten Gefäße versorgen über den an der Basis des Gehirns
liegenden Circulus arteriosus weiterhin das ganze Gehirn noch ausreichend,
so daß keine Bewußtlosigkeit eintritt.

Hängt man dann laut entsprechenden «Vorschriften» das Tier noch an den
Hinterbeinen auf, so bleibt es infolge der noch ausreichenden Blutversorgung
des Gehirns, des orthostatisch verstärkten Blutdruckes und des allgemein
bekannten lebensrettenden physiologischen Phänomens, das der blutende
Organismus seine periphere Durchblutung zugunsten von Gehirn, Herz und
Nieren bis auf Null reduziert, praktisch bis zum Auslaufen der letzten
Blutstropfen bei vollem Bewußtsein.

Der Beweis hierfür wurde vielfach erbracht, indem man das Tier nach dem
Ausbluten entfesselte. Mit der entsetzlich klaffenden Halswunde strebte es
meistens voll orientiert bewegungsfähig und angstvoll dem Ausgang des
Schlachtraumes zu und müßte durch den Bolzenschussapparat endgültig getötet
werden.

Dr. med. Werner Hartinger

Quelle: Infoblatt der Bundesarbeitsgruppe gegen
betäubungsloses Schächten


Pressemitteilung der Tuerkischen Regierung

Abschrift
nicht amtliche Übersetzung


Türkische Republik
BASBAKANLIK
DIYANET ISLERI BASKANLIGI
Protokol Basin ve Halkla Iliskiler Müdürlügü


Az: B.02.1.DIB.0.01/116-535
Thema: Kurban Kesimi.



Presseerklärung


Bezüglich der Schlachtung von Lämmern sind in den letzten Tagen von der
öffentlichen Meinung einige Fragen zur Diskussion gestellt worden.
Diesbezüglich hat unsere Präsidentschaft die unten aufgeführten
Erläuterungen für erforderlich gehalten:

Durch den Fortschritt der Technologie sind viele neue Techniken entstanden.
Unser Religionsverständnis besagt, dass die Gottesdienste von diesem Nutzen
Gebrauch machen und dem Volk dies unterbreiten sollten.
Bezüglich der Schlachtung von Lämmern sollte die Gesundheit der Menschen
geschützt werden. Es ist von großer Bedeutung, die Vorschriften des Islam
als auch die Vorschriften der überwachenden Mediziner einzuhalten. Außerdem
besteht durch die Verstädterung und die sich dadurch ergebende
Bevölkerungsdichte die Notwendigkeit, die Umgebung sauber zu halten.
Aus diesem Grund sollte bei dem nach dem islamischen Glaubensbekenntnis
üblichen Vorgang der Schlachtung acht gegeben werden, dass Unhygiene und
deplazierte Straßenräume vermieden werden.
Zusammen damit ist ein weiterer wichtiger Punkt, dass die Schlachtung nicht
vor den Augen der kleinen Kinder ausgeführt werden sollte bezüglich
seelischer Gesundheit und psychologischer Entwicklung. Auf diese Punkte
sollte acht gegeben werden.
Unsere erhabene Religion Islam wünscht, die Gunst und die Schönheit auch bei
Gottesdiensten darzulegen.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Schlachtung ist, während der
Schlachtung von technologischen Möglichkeiten Gebrauch zu machen. Alle
islamischen Weisen besagen: Dem Gott gehorchen und seinen Geschöpfen
(Lebewesen) sich zärtlich und barmherzig nähern. Das Opfertier darf nicht
gequält werden und während des Schlachtens sollte der Schmerz gemindert
werden. Vor der Schlachtung sollte das Tier mit einem gewissen "Schock" in
Ohnmacht gesetzt werden. Das Tier darf nicht zum Tode geführt werden. Es
muss dann nach islamischen Vorschriften das Blut fließen. Wenn es so
abläuft, bestehen keine Bedenken.

Auf den folgenden Punkt sollte Wert gelegt werden: "Vor dem Schlachten darf
das Tier während des Schock-Vorgangs nicht zum Tode geführt werden."
Falls das geschächtete Tier vor Schlachtung durch den Schock in den Tod
geführt worden ist, kann das Tier gemäß Religion nicht geschlachtet und das
Fleisch gegessen werden.

Wird der Öffentlichkeit mit Respekt mitgeteilt.

gez. Mehmet Nuri Yilmaz
Diyanet Isleri Baskani