Pressemitteilung Menschen fuer Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

Die anatomisch - physiologischen Vorgaenge beim Schaechten

Presseerklaerung der Tuerkischen Regierung

Bilder zum Thema ++++ Kinder sollten sich diese Bilder nicht anschauen ++++++++++++++++++++++++++++++++zurück


Pressemitteilung
Menschen fuer Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

Zum islamischen Opferfest vom 20. - 23. Januar 2005
Gesetzes-Novelle zum Schaecht-Paragrafen geplant?


Anlaesslich des bevorstehenden islamischen Opferfestes und des
juengsten Schaecht-Urteils des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs fordert der Bundesverband Menschen fuer Tierrechte Bund und Laender auf, endlich Rechtssicherheit zu schaffen und den Schaecht-Paragrafen im Tierschutzgesetz zu aendern. Begruessenswert sei, dass entsprechende Gesetzesentwuerfe in Nordrhein-Westfalen, Hessen und im Bundesverbraucherministerium diskutiert werden.

"Hoechste islamische Geistliche bestaetigen, dass es keine
zwingenden religioesen Vorschriften fuer das Schlachten ohne
vorherige Betaeubung gibt. Der Tierschutz hat bald drei Jahre
Verfassungsrang. Aber noch immer ist keine Gesetzesaenderung
erfolgt und werden Genehmigungen zum Schaechten erteilt", empoert
sich Dr. jur. Eisenhart von Loeper, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen fuer Tierrechte.

Eine Steilvorlage fuer die Aenderung des Schaecht-Paragrafen 4a
gebe nach dem Bundesverband Menschen fuer Tierrechte das aktuelle Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) in Kassel vom 24.11.2004*. Es erkennt an, dass das Schaecht-Urteil des Karlsruher Bundesverfassungsgerichts vom Januar 2002 - welches das betaeubungslose Schaechten erlaubt und grosse Empoerung ausgeloest hatte - wegen der Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz nicht mehr bindend ist. Bitter sei allerdings, dass der VGH das Schaechten der Tiere zugunsten der Religionsfreiheit noch ermoeglichen will. Der VGH hob hervor, dass es allein in der Kompetenz des Gesetzgebers liege, eine Neuregelung des Schaechtens herbeizufuehren.

"Jetzt sind Bund und Laender gefordert", so von Loeper, "Eine
Gesetzesinitiative, die Partei uebergreifende Zustimmung findet,
ist ueberfaellig." So setzt der Bundesverband insbesondere auf die
Bundeslaender Nordrhein-Westfalen und Hessen, die bereits Initiative zeigten bzw. signalisierten. Darueber hinaus sei die Regierungskoalition derzeit erfreulicherweise bestrebt, das Tierschutzgesetz zu verbessern. Gespraeche des Bundesverbandes mit dem Bundesverbraucherministerium hinsichtlich Novellierung des Schaecht- Paragrafen haben bereits stattgefunden.

* Aktenzeichen 11 UE 317/03


Die anatomisch - physiologischen Vorgänge beim Schächten

Wenn die Schächtung am gefesselten und niedergeworfenen Tier, entsprechend den Vorschriften, durch einen Schnitt mit einem scharfen Messer vorgenommen wird, durchtrennt man zunächst die vordere Halshaut. Dann folgen die vorderen, Halsmuskeln, die Luftröhre und die Speiseröhre. Jeder Mediziner oder Anästhesist mit operativer Erfahrung weiß, wie
schmerzempfindlich Luftröhre und Speiseröhre sind, besonders aber der betroffene Kehlkopf, deren Verletzung selbst bei tiefer Narkose noch zu schweren reflektorischen Atemstörungen und Kreislaufreaktionen führt.
Danach werden die darunter und seitlich liegenden, mit spezifischer Sensitivität ausgestatteten beiden Halsschlagadern durchschnitten, die eine relevante Gesamtreaktion auf Blutdruck und Kreislauf haben...
Daneben werden auch die Nervi accessori und der Vagus sowie das gesamte Sympathische Nervensystem und die das Zwerchfell motorisch versorgenden Nervi phrenici durchtrennt. Hierdurch kommt es zu einem immobilen Zwerchfellhochstand mit stärkster Beeinträchtigung der Lungenatmung, so daß das Tier neben seinen unerträglichen Schnittschmerzen auch noch zusätzliche Todesangst durch Atemnot erleidet.
Diese Atemnot versucht es durch Hyperventilierung des knöchernen Thorax vergeblich zu kompensieren, was weitere Schmerzen verursacht und zu den schmerzhaft - angstvoll aufgerissenen Augen führt.
Durch die Angst und atemnotbedingten verstärkten Atemreaktionen wird das Blut und der aus der Speiseröhre austretende Mageninhalt in die Lungen aspiriert, was zu zusätzlichen schweren Erstickungsanfällen führt.
Während des langsamen Ausblutens thrombosieren sind verstopfen vielfach die Gefässenden der vorderen Halsarterien, so das regelmäßig nachgeschnitten werden muß.
Und das alles bei vollem Bewußtsein des Tieres, weil beim Schächtschnitt die großen, das Gehirn versorgenden Arterien innerhalb der Halswirbelsäule ebenso wie das Rückenmark und die 12 Hirnnerven nicht durchtrennt sind und wegen der knöchernen Ummantelung auch nicht durchtrennt werden können.
Diese noch intakten Gefäße versorgen über den an der Basis des Gehirns liegenden Circulus arteriosus weiterhin das ganze Gehirn noch ausreichend, so daß keine Bewußtlosigkeit eintritt.
Hängt man dann laut entsprechenden «Vorschriften» das Tier noch an den Hinterbeinen auf, so bleibt es infolge der noch ausreichenden Blutversorgung des Gehirns, des orthostatisch verstärkten Blutdruckes und des allgemein bekannten lebensrettenden physiologischen Phänomens, das der blutende Organismus seine periphere Durchblutung zugunsten von Gehirn, Herz und Nieren bis auf Null reduziert, praktisch bis zum Auslaufen der letzten Blutstropfen bei vollem Bewußtsein.
Der Beweis hierfür wurde vielfach erbracht, indem man das Tier nach dem Ausbluten entfesselte. Mit der entsetzlich klaffenden Halswunde strebte es meistens voll orientiert bewegungsfähig und angstvoll dem Ausgang des Schlachtraumes zu und müßte durch den Bolzenschussapparat endgültig getötet werden.

Dr. med. Werner Hartinger

Quelle: Infoblatt der Bundesarbeitsgruppe gegen
betäubungsloses Schächten


Pressemitteilung der Tuerkischen Regierung
Abschrift
nicht amtliche Übersetzung



Türkische Republik
BASBAKANLIK
DIYANET ISLERI BASKANLIGI
Protokol Basin ve Halkla Iliskiler Müdürlügü


Az: B.02.1.DIB.0.01/116-535
Thema: Kurban Kesimi.

Presseerklärung


Bezüglich der Schlachtung von Lämmern sind in den letzten Tagen von der öffentlichen Meinung einige Fragen zur Diskussion gestellt worden.
Diesbezüglich hat unsere Präsidentschaft die unten aufgeführten
Erläuterungen für erforderlich gehalten:

Durch den Fortschritt der Technologie sind viele neue Techniken entstanden. Unser Religionsverständnis besagt, dass die Gottesdienste von diesem Nutzen Gebrauch machen und dem Volk dies unterbreiten sollten. Bezüglich der Schlachtung von Lämmern sollte die Gesundheit der Menschen geschützt werden. Es ist von großer Bedeutung, die Vorschriften des Islam als auch die Vorschriften der überwachenden Mediziner einzuhalten. Außerdem besteht durch die Verstädterung und die sich dadurch ergebende Bevölkerungsdichte die Notwendigkeit, die Umgebung sauber zu halten.
Aus diesem Grund sollte bei dem nach dem islamischen Glaubensbekenntnis üblichen Vorgang der Schlachtung acht gegeben werden, dass Unhygiene und deplazierte Straßenräume vermieden werden. Zusammen damit ist ein weiterer wichtiger Punkt, dass die Schlachtung nicht vor den Augen der kleinen Kinder ausgeführt werden sollte bezüglich
seelischer Gesundheit und psychologischer Entwicklung. Auf diese Punkte sollte acht gegeben werden.
Unsere erhabene Religion Islam wünscht, die Gunst und die Schönheit auch bei Gottesdiensten darzulegen.
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Schlachtung ist, während der Schlachtung von technologischen Möglichkeiten Gebrauch zu machen. Alle islamischen Weisen besagen: Dem Gott gehorchen und seinen Geschöpfen (Lebewesen) sich zärtlich und barmherzig nähern. Das Opfertier darf nicht gequält werden und während des Schlachtens sollte der Schmerz gemindert werden. Vor der Schlachtung sollte das Tier mit einem gewissen "Schock" in Ohnmacht gesetzt werden. Das Tier darf nicht zum Tode geführt werden. Es muss dann nach islamischen Vorschriften das Blut fließen. Wenn es so
abläuft, bestehen keine Bedenken.
Auf den folgenden Punkt sollte Wert gelegt werden: "Vor dem Schlachten darf das Tier während des Schock-Vorgangs nicht zum Tode geführt werden." Falls das geschächtete Tier vor Schlachtung durch den Schock in den Tod
geführt worden ist, kann das Tier gemäß Religion nicht geschlachtet und das Fleisch gegessen werden.

Wird der Öffentlichkeit mit Respekt mitgeteilt.

gez. Mehmet Nuri Yilmaz
Diyanet Isleri Baskani


Schaechtung in Deutschland

Bilder die fuer sich sprechen








Quelle: Tierschutzverein Ludwigshafen