Tiere und Religion

Ich bin recht religioes erzogen worden. Mit dem Sprechen- und Laufenlernen wurden mir die 10 Gebote beigebracht. Du sollst nicht toeten, du sollst nicht stehlen, usw.

Doch ich vermisste schon immer die Tiere in der Kirche. Tiere durften schon immer getoetet werden. Man durfte ihnen auch schon immer den Lebensraum stehlen und vor allem ihre Wuerde. Die Familie wird von der Kirche besonders geschuetzt. Die Muetter und Vaeter vieler Wildtiere werden ruecksichtslos abgeschossen und ihre Kinder verhungern elendig. Solange es Menschen gibt, werden Tiere zu ihren, meist nur finanziellen Zwecken, missbraucht.

Sicher ist die Kirche gegen sinnlose Tierquaelerei. Wenn aber der Papst als Oberhaupt der Kirche verkuendet, dass der Mensch Tiere benutzen darf, wenn es zu seinem Wohle ist, dann ist die Lizens zum Tiermissbrauch gegeben. Zwar nur, wenn es Menschen nuetzt, doch es ist Auslegungssache ob und wann Tierausbeutung unbedingt noetig ist, oder ob man darauf verzichten kann. Wo werden hier die Grenzen gezogen?

Kommt dieser Zustand daher, dass in der Bibel steht: "Machet euch die Erde untertan" ?

Der Mensch wird als Krone der Schoepfung hervorgehoben. Darf er deshalb die Natur ausbeuten? Tiere sind Geschoepfe Gottes und somit unsere Mitgeschoepfe die es verdienen, das wir sie beschuetzen, mit ihnen respektvoll und behutsam umgehen, anstatt sie fuer unsere Zwecke zu missbrauchen.

Warum sitzen Sonntags in der Kirche glaeubige Menschen die echte Pelze tragen? Und nach der Kirche wird zur Feier des Tages ein Sonntagsbraten aufgetischt. Es wird Tierleid in Kauf genommen, um den Feiertag richtig zu heiligen. An Weihnachten, dem fest der Naechstenliebe, boomt das Geschaeft mit den Leichenteilen unzaehliger Tiere fuer einen kurzen Gaumenkitzel. Warum reicht unsere Naechstenliebe nicht auch fuer unsere Mitgeschoepfe aus?

Vor einigen Monaten war das muslimische Opferfest "Kurban Bayrami", das auch in Deutschland von Muslimen "gefeiert" wird. Hier werden Tiere ohne Betaeubung geschaechtet. Dadurch soll das Menschenopfer abgeloest werden. Ebenso schaechten die Juden ohne Betaeubung aus religioesen Gruenden. Die Tatsache, dass die Tiere dabei leiden wird einfach beiseite geschoben.

Fuer mich ist es voellig unverstaendlich, dass gerade eine Religion solche Praktiken ausuebt, die Tieren solche Qualen zufuegt. Es wird Zeit, dass ein Umdenken stattfindet, dass die Erde nicht alleine dem Menschen gehoert, dass der Mensch nicht im Mittelpunkt steht und nicht das Recht hat, sich der Schoepfung nach Lust und Laune zu bedienen.

Gerade die drei monotheistischen Religionen sollten mit dieser Wandlung beginnen und den Anstoss geben, Ehrfurcht vor jedem Leben zu haben, um Gottes gesamte Schoepfung zu bewahren.

Von MhT-Mitglied Christine Jeck