Der alte Kettenhund --- Glauberger Fuerbitte -- Todeswaende

Aufschrei der Traenenlosen -- Weihnachten - auch fuer Tiere?


10 Bitten eines Hundes an den Menschen

1. Mein Leben dauert 10 - 15 Jahre. Jede Trennung von Dir wird fuer

mich Leiden bedeuten. Bedenke es, eh`Du mich anschaffst.

2. Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.

3. Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon.

4. Zuerne mir nie lange und sperr mich zur Strafe nicht ein!

Du hast Deine Freunde, Dein Vergnuegen - ich habe nur Dich.

5. Sprich manchmal mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht

ganz verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.

6. Wisse: Wie immer an mir gehandelt wird - ich vergesse es nie.

7. Bedenke, eh`Du mich schlaegst, dass meine Kiefer mit

Leichtigkeit die Knoechelchen Deiner Hand zerquetschen koennten,

dass ich aber keinen Gebrauch von Ihnen mache.

8. Ehe Du mich bei der Arbeit unwillig schiltst, bockig oder faul,

bedenke: Vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter,

vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder ich

habe ein verbrauchtes Herz.

9. Kuemmere Dich um mich, wenn ich alt werde - auch Du wirst einmal alt sein.

10. Geh`jeden schweren Gang mit mir. Sage nie:" Ich kann sowas nicht sehen"

oder

"Es soll in meiner Abwesenheit geschehen." Alles ist leichter fuer mich mit Dir.

Thy Lauruger-Gasser


Weihnachten - auch fuer Tiere?

Die Weihnachtsganz fuer den festlichen Tisch,

das Huhn, die Ente, das Kaelbchen, der Fisch,

der Truthahn, das Lamm und das arme Schwein

erleben fuer`s Fest nur Folter und Pein.


Habt Ihr Menschen darueber je nachgedacht,

was die Tiere Entsetzliches mitgemacht

bevor sie auf Euren Tellern landen,

dass sie sich in Todesqualen wanden?


Fuer`s FEST DER LIEBE - in engen Kisten

muessen Millionen ihr Leben fristen.

Fuer`s FEST DER FREUDE - gequaelt und geschunden,

fuer`s FEST DES FRIEDENS - wer zaehlt ihre Wunden?


Doch das wollt Ihr nicht hoeren, geschweige denn sehen,

wollt lieber verdraengen und nicht verstehen.

Wie koennt Ihr Anspruch auf Frieden erheben,

wenn Ihr so umgeht mit anderen Leben?


Waehrend Ihr nun auf das Weihnachtsfest harrt,

werden die Tiere zum Schlachten gekarrt.

Mit blutigen Striemen ihr Leib uebersaet,

vergebens ihr Blick jetzt zum Himmel fleht.


Wie ist das nur in Einklang zu bringen,

toeten - und froehliche Lieder singen?

Oh, du selige Weihnachtszeit......

Fuer Menschen der Friede - fuer Tiere das Leid!


Ihr wuenscht Euch selber Gesundheit und Glueck,

doch bei den Tieren schreckt Ihr vor nichts zurueck.

Hauptsache ist, der Braten wird schmecken,

egal wie auch immer die Tiere verrecken.


Bald werden in Kirchen Choraele droehnen,

doch das Schrei`n der Geschoepfe kann es nicht uebertoenen!

"Freut Euch" - die heilige Nacht ist schon nah,

fuer die Tiere das Schlachtmesser - "HALLELUJA"!

Herta Blihall


Der alte Kettenhund --- Glauberger Fuerbitte -- Todeswaende

Aufschrei der Traenenlosen-- Weihnachten - auch fuer Tiere?


Aufschrei der Traenenlosen

1 Hund mit abgeschnittenen Ohren,

einmal wurd` ich nur geboren,

wollte Freund, Gefaehrte sein,

warum laesst Du mich allein,

angebunden, blutend, kalt,

tief im dunklen Tannenwald?


2 Pferd mit aufgeschlitztem Leibe,

steh` verletzt ich auf der Weide,

wollte nutzen, wollte leben,

Dir und anderen Freude geben.

So verlorst Du Dein Gesicht,

Dein Gewissen sei Gericht

fuer all` meine Not und Pein.

Partner Mensch, ich sage: n e i n !


3 Geschundenes Rind auf Viehtransport,

stehend bis zum fernsten Ort,

Leib an Leib, erschoepft, kein Heu,

gebrochene Beine, keine Streu,

nirgends eine Tier-Raststaette,

wenn ich doch nur Wasser haette!

Wie kannst so unbeseelt Du sein,

Partner Mensch, ich sage: n e i n !


4 Und wir, geplagtes Federvieh,

in der Legebatterie,

nirgends Gras und Sonnenschein

und kein Platz fuers zweite Bein.

Auch wir Tiere im Labor,

stimmen ein in diesen Chor.

Wie unbarmherzig kannst Du sein.

Partner Mensch, ich sage: n e i n !

+++++

5 Ein Beutel Mietzekatzen

zwischen Hausmuell und Matratzen,

halb erstickt und tief verborgen

wollte man uns so entsorgen.

Sind denn alle inhuman,

nimmt sich keiner unsrer an?

Hoert uns niemand aengstlich schrein?

Partner Mensch, ich sage: n e i n !


6 Eng ist es in dem Riesenraum,

stehen, gehen kann ich kaum,

bin noch klein und viel zu dick:

Ferkel in der Mastfrabrik.

Zwar leb` ich ohnehin nicht lange,

jedoch ist mir ganz furchtbar bange

vor Viren und Elektrozange.

Millionen kleiner Ferkel schrein:

Partner Mensch, ich sage: n e i n !


7 Versetze Dich in unsere Lage,

diese Schmerzen, diese Plage,

alles fuer Gewinn und Geld.

Gilt dieses nur auf unsrer Welt?


8 Ob bei einem Tausch der Rollen

wir Euch wirklich retten sollen?

Mensch lass diesen Rat Dir geben:

Uebe Ehrfurcht vor dem Leben!

Du bist verloren, wenn wir schrein:

Nein, nein, nein!


Rostock, 31. Januar 1998 ---------------------Kaete Fritzsche


Der alte Kettenhund --- Glauberger Fuerbitte -- Todeswaende

Aufschrei der Traenenlosen-- Weihnachten - auch fuer Tiere?


Der alte Kettenhund

Ich bin allein, es ist schon Nacht

und stille wird`s im Haus.

Dort ist ein Feuer angefacht, dort ruht mein Herr sich aus.

Er liegt im warmen Federbett,

deckt bis an Ohr sich zu,

und ich auf meinem harten Brett

bewache seine Ruh.

Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,

der Wind aus Ost weht kalt;

die Kaelte ins Gebein mir kriecht,

ich bin ja auch schon alt.

Die Huette, die mein Herr versprach,

erlebe ich nicht mehr,

der Regen tropft durchs morsche Dach,

Stroh gabs schon lang nicht mehr.

Die Nacht ist kalt, der Hunger quaelt,

mein Winseln niemand hoert -

und wuesst mein Herr auch, was mir fehlt

er wird nicht gern gestoert.

Die Nacht ist lang, zum zehnten Mal

leck ich die Schuessel aus,

den Knochen, den ich juengst versteckt,

schoen laengst grub ich ihn aus.

Die Kette, die schon oft geflickt,

sie reibt den Hals mir bloss.

Sie reicht nur noch ein kurzes Stueck,

und nie werde ich sie los.

Was Freiheit ist, das lern ich nie,

doch weiss ich, ich bin treu.

So lieg ich, warte auf den Tod,

denn dieser macht mich frei.


Der alte Kettenhund --- Glauberger Fuerbitte -- Todeswaende

Aufschrei der Traenenlosen-- Weihnachten - auch fuer Tiere?


Glauberger Fuerbitte

Wir beten zu Gott, dem Schoepfer

Vater unser im Himmel, wir bitten Dich fuer unsere Brueder und Schwestern, die Tiere:

Geheiligt werde Dein Name in jedem Geschoepf, dem Du das Leben geschenkt hast.

Dein Reich komme zu den Tieren, denen im Reich des Menschen taeglich Unrecht geschieht.

Dein Wille geschehe in der Ehrfurcht vor allem, was lebt, wie im Himmel so auf Erden.

Unser taegliches Brot gib uns heute, das Brot der Bescheidenheit und nicht der Ausbeutung.

Und vergib uns unsere Schuld an unseren aelteren geschwistern, den Tieren,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, die uns verachten, weil wir fuer Tiere eintreten.

Und fuehre uns nicht in Versuchung, Deine Geschoepfe unseren Beduerfnissen anzupassen,

sondern erloese uns von dem Boesen, das uns von Deinen Geschoepfen und damit von Dir

trennt.

Denn Dein ist das Reich der Schoepfung

Und die Kraft der Auferstehung

Und die Herrlichkeit der Kinder Gottes,

in Ewigkeit. Amen.


Der alte Kettenhund --- Glauberger Fuerbitte -- Todeswaende

Aufschrei der Traenenlosen-- Weihnachten - auch fuer Tiere?


Todeswaende

Einst voll Leben war das Meer,

doch nicht mehr lang, dann ist es leer;

seht Ihr nicht, wie alle gehen,

wir werden sie nie wieder sehen!

Zigtausende sind`s Jahr fuer Jahr,

obwohl sie laengst war`n vor uns da;

Schildkroete, Manta, Hai, Delphin,

was glaubt Ihr, wie sie alle schrien!

Denn auch die Stummen koennen weinen,

nicht wie wir doch Menschen meinen,

dass alles muss getoetet werden,

was sich bewegt, hier auf Erden.

Wer einmal nur ins Netz geraet,

der sicherlich um Gnade fleht,

Gefuehle, Trauer, Angst und Schmerzen,

tragen Tiere auch im Herzen.........

Nicht nur der Mensch, der Egoist,

der meint, dass er allein hier ist,

der schlachtet, mordet, dahinrafft,

mit aller seiner ganzen Kraft.

Wie oft noch muss sie untergehn,

die Sonne, bis wir`s doch einsehn?

Wie oft muss sie im Meer versinken?

Wie viele muessen noch ertrinken?....

Im Geflecht aus Menschenhaende,

treiben im Meer die Todeswaende;

die Opfer qualvoll, sterbend ringen,

der Tod er wird sie doch verschlingen

( Claudia Hofmann)


Der alte Kettenhund --- Glauberger Fuerbitte -- Todeswaende

Aufschrei der Traenenlosen-- Weihnachten - auch fuer Tiere?