Aktuell


Das System Massentierhaltung krankt
50 Prozent des in Supermärkten gekauften Hühnchenfleisches aus industrieller Massenproduktion ist mit Antbiotika-resistenten Keimen belastet. Das hat eine aktuelle, vom BUND beauftragte Untersuchung ergeben. Eine Studie aus NRW kommt zu dem Ergebnis: In 83 Prozent der Mastdurchgänge bei Hühnchen wurden antimikrobielle Substanzen eingesetzt. Insgesamt wurden 96,4 Prozent der Tiere mit Antibiotika behandelt. Eine nähere Betrachtung der Ergebnisse legt nahe, dass die Medikamente verbotener Maßen auch präventiv und wachstumsfördernd verwendet werden. Das Land Niedersachsen kommt in einer eignen Erhebung zum Antibiotkia-Einsatz in der Tierhaltung zu vergleichbaren Ergebnissen.

Diese Zahlen machen deutlich: Das System Massentierhaltung ist am Ende. Neben den schädlichen Auswirkungen auf Umwelt und Klima und dem erheblichen Tierleid, das es hervorruft, wird es zunehmend auch zu einer gesundheitlichen Gefährdung für den Menschen. Mediziner und Mikrobiologen warnen bereits vor dem Rückfall in ein prä-antibiotisches Zeitalter. Die Hauptgründe für die zunehmenden Resitenzbildungen und die steigende Unwirksamkeit der Antibiotika sehen sie in der inflationären Verschreibepraxis in der Humanmedizin und der massiven Antibiotikavergabe in der intensiven Nutztierhaltung.

Aigners Flickschusterei
Im Kampf gegen den Missbrauch von Antibiotika in der Tierhaltung plant Bundesministerin Ilse Aigner jedoch nur kosmetische Änderungen. Ein konsequentes Vorgehen scheut sie, weil ihr klar ist: Die industrielle Fleischproduktion funktioniert ohne Antibiotika nicht.

Zwar hat sie eine Änderung des Arzneimittel-Gesetzes vorgelegt, mit dem die Dokumentationspflichten bei der Antibiotika-Vergabe etwas verbessert werden sollen. Wirklich zielführende Ansätze fehlen aber. Weder wird die direkte Meldung von Antibiotika-Verschreibungen durch die Tierärzte in eine für alle Kontrollbehörden zugängliche Datenbank vorgeschrieben, noch soll genauer definiert werden, ab wann überhaupt eine Bestandsbehandlung anstelle einer Einzeltierbehandlung erfolgen darf. An die Tatsache, dass Tierärzte Mengenrabatte auf Antibiotika erhalten und somit ein Anreiz zu hohen Verschreibungen gesetzt wird, traut sich die Ministerin nicht ran.

Auch beim Thema Qualzuchten liefert Aigner nicht das, was sie verspricht. Zwar will sie den Qualzuchtparagrafen im Tierschutzgesetz überarbeiten. Juristen sind aber überzeugt, dass die von ihr vorgelegte Formulierung die Rechtsprechung zum Verbot von Qualzuchten keinesfalls erleichtern wird. Es wird also weiterhin die Regel bleiben, dass z.B. die Puten-Rassen BIG6 und BIG7 so auf Fleischzuwachs gezüchtet werden, dass die Tiere ab der 12. Woche nicht mehr aufstehen können, weil ihre Gelenke durch das hohe Gewicht deformiert sind. Es verwundert nicht, dass diese Tiere ohne Antibiotika das Schlachtalter überhaupt nicht erreichen.

Systemwechsel jetzt

Haltungsbedingungen grundlegend ändern
Es besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen Haltungsbedingungen der Tiere und der Menge an eingesetzten Antibiotika. Wir fordern daher die Regierung auf, artgerechte Haltungsbedingungen im Tierschutzrecht zu definieren. Das bedeutet u.a.:
1. Strikte Vorgaben für eine maximale Besatzdichte (nach Tierarten) in den Ställen.
2. Ein wirksames Verbot von Tierzucht, die zu gesundheitlichen Schäden der Tiere führt.
3. Die Festsetzung einer (tierartenbezogenen) Mindestmastdauer, um immer kürzeren Mastzeiten und einem leistungssteigernden, mastverkürzenden Antibiotika-Einsatz vorzubeugen.
Lückenlose Dokumentation der Antibiotikavergabe vorschreiben
Es reicht nicht aus, wie bisher vorgesehen die Antibiotikavergabe beim Deutsche Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) zu sammeln und einmal im Jahr unter Monitoring-Gesichtspunkten zu bewerten. Vielmehr muss jede tierärztliche Verschreibung von Antibiotika zentral erfasst werden und sofort den Kontrollbehörden der Länder zugänglich sein. Wenn die Länder mühsam die Einsicht in die Daten beantragen und im Einzelnen begründen müssen, können sie ihrer Verantwortung bei der Bekämpfung des Antibiotika-Missbrauchs nicht nachkommen. Wir fordern die Bundesregierung auf, die entsprechenden Änderungen im Arzneimittelgesetz (AMG) und in der DIMDI-Arzneimittelverordnung (DIMDI-AMV) auf den Weg zu bringen.
Behandlungsregeln verschärfen – Einzeltierbehandlung statt Massenmedikation
Das tierärztliche Dispensierecht kann nur dann Bestand haben, wenn in Zukunft klar geregelt ist, unter welchen Umständen Tierärzte Antibiotika verschreiben. Dafür muss in der Tierärztlichen HausApothekenVerordnung (TÄHAV) klar definiert werden, wie die dort geforderte „ordnungsgemäße Behandlung“ auszusehen hat. Außerdem muss im Arzneimittelgesetz und den nachfolgenden Verordnungen deutlich gemacht werden, wann eine Einzeltier- und wann eine Bestandsbehandlung vorzunehmen ist. Aus unserer Sicht muss dabei die Einzeltierbehandlung Vorrang haben.
Antibiotika zu Schleuderpreisen verbieten
Die industrielle Massentierhaltung setzt in aller erster Linie darauf, billig zu produzieren. Die präventive Vergabe von Antibiotika ist Teil dieses Konzepts. Wir fordern die Bundesregierung auf, Maßnahmen zur Verteuerung von Antibiotika für den Nutztierbereich vorzulegen um eine restriktivere Verschreibungspraxis zu fördern. Ein Ansatzpunkt wäre es, Festpreise für tierische Arzneimittel zu definieren, um damit die Mengenrabattierung zu verhindern. Eine Abnahme großer Antibiotikamengen darf nicht weiter belohnt werden.


Gewalt gegen Tiere ist nun auch in Bulgarien gesetzeswidrig

In Bulgarien wird die Grausamkeit gegen Tiere als Straftat anerkannt !

Bulgarien war seit Jahren das einzige EU-Land, das sich weigerte, den Tötungen und Misshandlungen der Straßentiere Beachtung zu schenken.
Endlich ist es so weit- Die Grausamkeit gegen Tiere wird als Straftat anerkannt und ab sofort mit Gefängnisstrafe bis 3 Jahren geahndet.
Den Organisatoren und den Teilnehmern bei Hundekämpfen droht eine Freiheitsstrafe bis 5 Jahren.
Hundebesitzer, deren Tiere eine schwere Verletzung verursacht haben, erwartet je nach Schwere des Vorfalls, bis zu 3 Jahren Gefängnis.
Das wurde am 13.4 2011 in der Plenarsitzung der bulgarischen Volksversammlung in zweiter Lesung beschlossen. Jetzt wird alles anders, könnte man meinen.
Die bulgarischen Tierschützer sind mehr als skeptisch. Sie wissen aus Erfahrung, dass Gesetze nur so gut sind, wie ihr Vollzug.
Das Vollzugsorgan - die Polizei-, kennt das Tierschutzgesetz nicht. Es fehlt auch an Bereitschaft die Anzeigen gegen Tierquälerei aus der Bevölkerung ernst zu nehmen und zu ermitteln.
„Der Weg zu der effektiven Anwendung der neuen Gesetzte wird sehr schwer, oder sogar unmöglich“ schreibt uns I. Nikolova aus Pleven.
„Die Kultur und den moralischen Stand eines Landes beurteilt man danach, wie diese Land mit den Tieren umgeht“.
Wenn man die Bilder der verhungernden , verletzten , toten Tiere auf nacktem Zementboden, in den bulgarischen „Tierheimen“ sieht, muss man lange nach „Kultur“ und „Moral“ suchen.
Es bleibt die Hoffnung, dass die bulgarischen Politiker endlich aufwachen und unsere Forderungen nach humanem Umgang mit den Straßentieren in ihrem Land ernst nehmen.



Wir fordern humanen Umgang mit Straßentieren in Bulgarien!

Bitte unterschreiben Sie die Petition, die wir direkt an die bulgarische Regierung aushändigen!


Der Stadtrat von Worms hat am 29.9.2010 sich nach einer einstündigen Debatte rund um das Thema Gastspielverbot für Zirkusse mit wilden Tieren dazu durchgerungen den Antrag zu prüfen. Es fällt einem als Zuschauer schwer, kommentarlos den Reden zuzuhören. Wenn Äußerungen wie "politisch motivierte Attacke gegen Zirkus Krone" oder "warum geht man denn in den Zikrus, doch um wilde Tiere zu sehen" fallen, muß man sich fragen, ob diese Mandatsträger denn nicht mehr zu diesem brisanten Thema zu sagen haben. Ist das alles an Wissen, was vorhanden ist?Der Antrag der SPD war sehr gut und stichhaltig von Patricia Sonek vorgetragen.Und in diesem Antrag wurde auch das einzige Mal über die Leiden und das erbärmliche Leben der Zirkustiere gesprochen. Ansonsten war von Berufsfreiheit oder ´dass es nicht Sache der Kommune sei, Zirkus mit Wildtieren zu verbieten, die Rede. Berufsfreiheit beinhaltet nicht automatisch, dass man seinen Beruf dazu benutzt, Wildtiere in tierquälerische Haltung zu sperren. Wir haben ein Tierschutzgesetz und das ist mit Sicherheit nicht geringer zu bewerten, wie das Recht auf Berufsfreiheit. Dem Antrag der SPD gingen monatelange Gespräche mit Herrn Guth voraus, der schließlich den Antrag erneut in den Stadtrat einbrachte.Ihm heute Populismus vorzuwerfen ist billig. Bereits vor 8 Jahren hat Frau Egli Bündnis 90/Die GRünen einen ähnlichen Antrag beim Stadtrat eingebracht. Leider hat sich damals nicht viel für die Tiere verändert.Aber es war ein Anfang und dafür gebührt Frau Egli heute noch unsere Hochachtung. Es finden zwar nicht mehr so viele Zirkusgastspiele statt, die Auflagen haben sich angeblich verschärft, nur leider merken weder wir noch die Tiere etwas davon.Die Stadt legt Wert darauf, dass dem Bewerber kein kritisches oder verbotswidriges Verhalten oder mangelnde Seriosität vorauseile. Wie konnte dann Zirkus Krone eine Gastspielerlaubnis erteilt werden, dessen Direktorin zwei mal wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verurteilt wurde? Wie konnte Zirkus Universal Renz in Worms gastieren, bei dem kurz vorher 2 Bärinnen ausbrachen und der ebenfalls zu einer Geldbuße verurteilt wurde? Man könnte sich viel Ärger und den Tieren viel Leiden ersparen, wenn sich der Stadtrat in die Reihe der Städte eingliedern würde, die den Mut aufbringen Zirkussen mit Wildtieren die rote Karte zu zeigen.
Der ab heute in Worms gastierende Zirkus Krone hat 700 Freikarten für Sozialbetreute und Heimkinder gespendet! Großzügigkeit oder was? Wir glauben an das "was" und das mit gutem Grund.Wir waren heute bei Zirkus Krone Bilder und Kommentare finden Sie auf unserer Zirkusseite.


Tiere machen Politik - Wormser SPD mit Herz für Zirkustiere
25.09.2010 05:00 Uhr - WORMS

Von Susanne Müller

Ein Herz für Tiere wollen viele haben, sein Herz für Zirkustiere hat nun Jens Guth, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtrat, entdeckt. Er möchte keine Zirkusse mehr in der Stadt sehen, die Wildtiere mitführen und mit ihnen Geld verdienen – so wie dies der Großzirkus „Krone“ tut, der ab 6. Oktober ein Gastspiel in Worms hat. Stadt soll Verbot von „Wildtieren im reisenden Zirkus“ unterstützen
Deshalb hat der Sozialdemokrat zur nächsten Stadtratssitzung für seine Partei den Antrag eingereicht, zu prüfen, ob eine Ablehnung ermöglicht werden könne bei der Genehmigung für die Platzrechte. Dazu müsste die entsprechende Satzung geändert werden, so Guth. Die Stadt solle generell das Verbot von „Wildtieren im reisenden Zirkus“ unterstützen, wozu der Bundesrat schon 2003 eine Empfehlung gegeben habe, fordert der SPD-Fraktionschef und führt die Städte Köln, Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg an, wo schon Platzverbote angeordnet worden seien.
Als Begründung für das Ansinnen gibt Guth die Argumentationslinie der Bundestierärztekammer wieder, die ein generelles Verbot von Wildtieren in Zirkussen fordert. Eine artgemäße Haltung sei in reisenden Zirkussen „nicht möglich“. Wildtiere seien heute generell in Zirkussen nicht mehr akzeptabel, da sich die Erkenntnisse über deren Bedürfnisse „stark erweitert“ hätten, wird der Präsident der Bundestierärztekammer zitiert. Es sei Zeit für einen Paradigmenwechsel in der gesamten Politik.
Was Tierschützern, die seit Jahrzehnten ein solches Verbot fordern, sehr gut schmecken dürfte, stellt Kommunen vor Probleme. Sie haben zwar die „Zirkusleitlinien“ und das Tierschutzgesetz zur Hand, um bei Kontrollen wenigstens kleinste Standards in der Haltung einzufordern, generelle Verbote, wie sie nun Jens Guth fordert, scheuen aber die meisten. Und diejenigen, die sich dazu entschließen, wählen nicht den direkten Weg – aus Angst, es könnten langwierige Gerichtsprozesse auf sie zukommen.
In Mannheim, so erklärte der stellvertretende Leiter des Bereichs Sicherheit und Ordnung, Klaus Reinle, werde ein Verbot nicht in die Verträge aufgenommen, man befürchtet Kollisionen mit dem Recht der Zirkusse auf freie Berufsausübung. Die Stadt habe aber das zuständige Bundesministerium aufgefordert, die betreffenden Leitlinien und Gutachten zu überarbeiten und auf den neusten wissenschaftlichen Stand zu bringen, „damit das, was auf kommunaler Ebene versucht wird, generell erreicht wird“. Die Haltung von Exoten im Zirkus sei nicht mehr zeitgemäß.
In Ludwigshafen soll – nach dem Vorbild von Heidelberg, das seit 2002 Zirkussen, die sich in der Stadt bewerben, Listen zuschickt, die „verbotene“ Tiere aufführen – ab 2011 ein Verbot für Zirkusse mit Wildtieren eingeführt werden. Der Platzpachtvertrag der Lukom soll entsprechend geändert werden, nicht mehr „auftreten“ dürfen dann unter anderen etwa Nashörner, Giraffen und Menschenaffen.
In Köln hat die Stadt den Weg durch die Hintertür gewählt: Es gibt für alle öffentlichen Plätze Terminpläne mit genauen Angaben, was wann dort stattfinden darf. „Es sind nur noch wenige Termine frei“, erklärte Pressesprecher Gregor Timmer. Und hier werde dann – etwa bei Zirkussen – nach Einzelfall entschieden: „Es ist politischer Wille, Zirkusse mit Wildtieren nicht mehr zuzulassen.“

Unterstützen Sie diesen Antrag der SPD-Fraktion per eMail.

Text kopieren, unterschreiben und an Herrn Jens Guth - jens.guth@t-online.de

oder an uns kontakt@mhtwormsev.de schicken.

Sehr geehrter Herr Guth,

hiermit unterstütze ich Ihren und den Antrag Ihrer Fraktion in Worms ein Gastspielverbot für Zirkusse mit Wildtieren durchzusetzen. Tiere können in Zirkussen niemals artgerecht gehalten werden, wie dies auch die Bundestierärztekammer bestätigt. Verhaltensstörungen bei Zirkustieren wird heute als Zeichen von Stress und "Schaden" im Sinne des Tierschutzgesetzes gewertet.Das Tierschutzgesetz regelt, dass Tieren ohne vernünftigen Grund keine Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden darf.
Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz für Zirkustiere und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Pressemitteilung zum Antrag der SPD-Fraktion vom 25.09.10

Der Tierschutzverein "Menschen helfen Tieren Worms e." begrüßt den Antrag der SPD-Fraktion ein Gastspielverbot für Zirkusse mit Wildtieren in Worms durchzusetzen. Ein bestehender Bundesratsbeschluß aus dem Jahre 2003 sowie die Bundestierärztekammer fordert ein generelles Verbot von Wildtieren im reisenden Zirkus. Die vorherrschende Meinung in der Bevölkerung, dass große Zirkusse ihre Tiere immer artgerecht und richtig halten ist falsch. Wie sonst ist es möglich, dass z.B. die Direktorin des Zirkus Krone zu einer Geldstrafe in zwei Fällen von je 500 Euro verurteilt wurde wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz oder der Direktor des Universal Renz zu 1000 Euro Geldbuße, dessen Bärinnen in Kassel im Jahre 2009 ausbrachen. Erst im April diesen Jahres gab es einen Zwischenfall bei Krone. Der Nashorn-Bulle Tsavo stürmte während der Vorstellung in Richtung Zuschauerränge, durchbrach eine Absperrung und löste fast eine Katastrophe aus.Im Tierschutzgesetz ist geregelt, dass niemand ohne vernünftigen Grund einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf. Verhaltensauffälligkeiten wie z.B. Weben bei Elefanten oder Pferden wird heute als Anzeichen von Stress und "Schaden" im Sinne des Tierschutzgesetzes gewertet. Zirkusse gastieren oftmals auf viel zu kleinen Plätzen.Dies hat zur Folge, dass oft die Außengehege nicht aufgebaut werden können. Schlechte Witterungsverhältnisse, Bodenbeschaffenheit der Plätze die in der kalten Jahreszeit oftmals unter Wasser stehen, kommen zu all dem Stress der Gefangenhaltung in engen Wagen und dem Stress des ständigen Transportes hinzu. Ein Zirkustier ist ein armes Tier und sollte für unser Vergnügen dies nicht mit lebenslanger Gefangenschaft bezahlen müssen. Zirkus mit Wildtieren hat nichts mit Kultur zu tun. Der Zirkus als Kulturgut kann auch ohne Tiere Bestand haben, wie dies schon einige Unternehmen mit großem Erfolg unter Beweis gestellt haben.
Seit über einem Jahrzehnt kämpft unser Verein für ein Gastspielverbot für Zirkusse mit Tieren. Wir haben recherchiert, dokumentiert, aufgeklärt und viel Leid sehen müssen.Anfeindungen, Bedrohungen gehören zu unserem Alltag. Wir wurden mit dem Tierschutzpreis des Landes Rheinland-Pfalz für unseren Einsatz für Zirkustiere ausgezeichnet. Wir haben und wir werden auch weiterhin für diese Tiere kämpfen.


US-Army lässt Haustiere zurück

In Kaiserslautern lassen Angehörige der US-Armee vermehrt ihre Tiere zurück, wenn sie aus Deutschland abgezogen werden. Durch die Verkleinerung der Truppenstärke ist dies zunehmend der Fall. Gespräche der Gemeinde und des Tierschutzvereins mit der US-Armee und auch dem rheinland-pfälzischen Innenministerium blieben bislang ohne Ergebnis. Das Tierheim vor Ort kann mittlerweile keine Hunde mehr aufnehmen. Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband Rheinland-Pfalz fordern den Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika zum Handeln auf.
„Vermehrt werden vor allem Hunde einfach in der ehemaligen Wohnung, die auch außerhalb der Kasernen gelegen sein kann, zurückgelassen, im Freien ausgesetzt oder direkt im örtlichen Tierheim des Tierschutzvereins Kaiserslautern abgegeben“, beschreibt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes die Lage.
Grundsätzlich ist das Aussetzen oder Zurücklassen eines Tieres nach deutschem Tierschutzrecht verboten. Ein Verstoß kann mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden. „Selbstverständlich müssen sich auch amerikanische Staatsbürger, die hier leben, an deutsche Gesetze halten“, so Apel weiter. „Die Stadt Kaiserslautern hat keine Möglichkeit Bußgeldbescheide zu vollstrecken. Daher fühlen sich die Tierhalter vor rechtlichen Folgen sicher. Der Schutz der Tiere aber leidet darunter und das Ansehen der US-Streitkräfte wird beschädigt“, so Andreas Lindig, Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes. In einem Schreiben wendet sich der Verband an den Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika mit der Bitte, darauf einzuwirken, dass die in Deutschland geltenden Tierschutzvorschriften eingehalten werden.
Das lokale „dog shelter“ der Armee in den Pulaski Barracks in Kaiserslautern wurde schon vor zwei Jahren geschlossen. Dies hat zur Folge, dass das örtliche Tierheim bis an seine Kapazitätsgrenzen belastet wurde und wird. Aktuell können keine Hunde mehr aufgenommen werden. Zudem ist bisher noch kein finanzieller Ausgleich der hohen Kosten, die im Rahmen der Aufnahme der Tiere von Angehörigen der US-Armee angefallen sind und noch immer anfallen, geflossen. Dies wurde ursprünglich bei Schließung des Shelter zugesagt.


EU-Parlament verabschiedet Tierversuchs-Richtlinie

Mit großer Mehrheit hat heue das EU-Parlament nach knapp zweijähriger Beratungszeit einer neuen Tierversuchs-Richtlinie zugestimmt, die die bisherige von 1986 ablösen wird. Nach Auffassung der Politik bedeutet das Regelwerk einen Quantensprung für den Tierschutz in den 27 Mitgliedstaaten, ohne dabei die tierexperimentelle Forschung zu behindern. Dies würde durch hohe Genehmigungsanforderungen sowie strenge Kontrollverfahren der Tierversuche erreicht. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte sieht in der neuen Richtlinie jedoch eine verpasste Chance, tierversuchsfreie Technologien zu forcieren, um dem rechtlichen wie gesellschaftlichen Stellenwert des Tierschutzes und gleichzeitig dem Schutzanspruch des Menschen gerecht zu werden.
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte begrüßt, dass alle 27 EU-Mitgliedstaaten sich demnächst an Mindestvorgaben zur Durchführung von Tierexperimenten zu halten haben. Die wichtigste Voraussetzung für einen Rückgang der Tierversuche, nämlich die Verpflichtung von Wissenschaft und Industrie zur Entwicklung von Tierversuchsersatzverfahren, fehlt jedoch in dieser Richtlinie. “Solange die Politik keine Anreize schafft, massiv in die tierversuchsfreien Testverfahren zu investieren, werden die Tierversuche nicht abnehmen. Die neue Richtlinie enthält zwar mehr Tierschutz als die alte, aber sie läutet keinen Paradigmenwechsel – weg vom Tierversuch, hin zu leistungsfähigeren Ersatzverfahren – ein•, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes.
Aus Sicht des Bundesverbandes wiegt besonders schwer, dass die Richtlinie national höhere Tierschutzanforderungen nicht mehr zulässt. Auch dass Affenversuche nicht verboten werden und für extrem belastende Experimente keine absolute Schmerz-Leidens-Grenze vorgeschrieben wird, sei für die Politik ein Armutszeugnis.
Im November 2008 legte die EU-Kommission dem EU-Parlament einen Richtlinienentwurf vor, der die überalterte Versuchstierrichtlinie aus 1986 ablösen soll. Im Mai 2009 beschloss das EU-Parlament in erster Lesung zahlreiche Reduktionen des Tierschutzes in diesem Kommissionsentwurf. In einem einjährigen Trilog verständigten sich dann die Vertreter der EU-Kommission, des EU-Parlaments und des EU-Ministerrats auf einen Kompromissvorschlag, über den nun das EU-Parlament in zweiter Lesung am 8. September abschließend abgestimmt hat. Die Richtlinie tritt voraussichtlich noch dieses Jahr in Kraft. Die Rechtsvorschriften drei Jahre später in den Mitgliedstaaten der EU anzuwenden.
Richtlinie (abgestimmter Entwurf) unter: www.tierschutzwatch.de


Quelle: DTB

Tierversuche für die US-Armee

Die US-Armee will im Rahmen der Sanitätsausbildung ihrer Soldaten Tiere schwer verletzen.
Noch für dieses Jahr ist auf dem Gelände der US Army Health Clinic in Grafenwöhr in der Oberpfalz ein Projekt geplant, bei dem Tieren schwere Verletzungen zugefügt werden sollen. US-Soldaten in der Sanitätsausbildung könnten so üben, wie Gefechtsverletzungen versorgt werden, heißt es. Die Tiere sollen vorab betäubt und nach Abschluss der Versuche getötet werden.
Nach Bekanntwerden dieser Versuchs-Pläne hatten wir umgehend massiv protestiert und gefordert, diese grausamen und unnötigen Experimente auf keinen Fall zu genehmigen. Nachdem die Regierung der Oberpfalz zwischenzeitlich bereits mitgeteilt hatte, dass der entsprechende Tierversuchsantrag des mit der Durchführung der Versuche beauftragten Privatunternehmens zurückgezogen worden sei, ist die Entscheidung, die Versuche dennoch durchzuführen, völlig unverständlich.
Wir haben umgehend an den amerikanischen Botschafter appelliert, von einer Fortführung dieses Versuchsvorhabens abzusehen.
Aus medizinischer Sicht sind derartige Experimente völlig unnötig. Auch der Sanitätsdienst der deutschen Bundeswehr erklärte gegenüber dem Deutschen Tierschutzbund, dass zu Ausbildungszwecken in den eigenen Einrichtungen keine Tierversuche stattfinden.
Es gibt bereits eine Reihe von Alternativmethoden, um rettungsmedizinische Fähigkeiten tierversuchsfrei zu erlernen. Außerdem handelt es sich bei den geplanten Versuchen um einen klaren Verstoß gegen das deutsche Tierschutzgesetz. Die Pläne, diese Versuche trotzdem durchzuführen, sind deshalb unbegreiflich.

Unterstützen Sie unseren Protest
Wenn Sie unseren Protest unterstützen wollen, dann schreiben Sie bitte ebenfalls an den Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika und an die Leitung der Medizinischen Abteilung der US Army in deren Hauptquartier in Heidelberg. Formulierungsvorlschläge finden Sie nachfolgend.

Protestieren Sie beim Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika

Seiner Exzellenz dem Botschafter
Der Vereinigten Staaten von Amerika
Herrn Philip D. Murphy
Clayallee 170
14191 Berlin


Geplante Ausbildungsversuche der US-Armee an lebenden Tieren in Grafenwöhr


Exzellenz,

hiermit bitte ich Sie um Hilfe in einer dringenden Tierschutzangelegenheit.

Offenbar beharren die Verantwortlichen der US-Streitkräfte in Heidelberg darauf, auf dem Stützpunkt der US-Armee in Grafenwöhr zum Zweck der Ausbildung von Sanitätern Versuche an lebenden Tieren vorzunehmen, obwohl das beteiligte deutsche Unternehmen den Antrag auf Genehmigung der Versuche aufgrund der massiven Proteste aus der Öffentlichkeit mittlerweile zurückgezogen hat. Die US-Streitkräfte wollen dazu bei der zuständigen Behörde erneut einen Antrag stellen.

Nach §10 des Deutschen Tierschutzgesetzes dürfen Tierversuche zu Ausbildungszwecken "nur vorgenommen werden, soweit ihr Zweck nicht auf andere Weise [...] erreicht werden kann". Für die Ausbildung von Sanitätern gibt es aber alternative Methoden. Daher sind Versuche, wie sie in Grafenwöhr geplant sind, mit dem Gesetz unvereinbar, so der Deutsche Tierschutzbund. Sanitäter der Streitkräfte der Bundeswehr werden ohne Versuche an Tieren ausgebildet. Dass allein die Planung solcher Versuche in Deutschland keine gesellschaftliche Akzeptanz findet, bestätigen schon die zahllosen Anfragen und Proteste aus der Bevölkerung, die hierzu bei der Genehmigungsbehörde und auch beim Deutschen Tierschutzbund eingehen.

Exzellenz, ich bitte Sie, sich entschieden dafür einzusetzen, dass diese Versuche grundsätzlich nicht durchgeführt werden und somit auch kein neuer Antrag gestellt wird.

Ich hoffe sehr auf Ihre Unterstützung.

Mit vorzüglicher Hochachtung




Protestieren Sie bei der Leitung der Medizinischen Abteilung der US Army

US Army Europe
Europe Regional Medical Command
Colonel (P) Nadja Y. West
Commanding General
Roemerstrasse 168
69126 Heidelberg



Animal experiments planned by the US Army for medical training at Grafenwöhr Garrison

Dear Colonel West,

May I ask for your valued assistance in an urgent issue regarding animal welfare.

The US Army is planning to conduct animal experiments for training of medical personnel on the grounds of the US Army Garrison in Grafenwöhr. It has come to my attention that even though the German company originally contracted to manage the experiments has withdrawn their application due to massive public protests the US army still has plans to apply for permission to carry out the experiments.

According to §10 of the German Animal Welfare Act, animal experiments for training purposes may only take place if their purpose cannot be achieved in other ways.
However, for paramedical training, alternative methods already exist. In the German Bundeswehr, no animal experiments are carried out during paramedical training.
Experiments like those planned to take place in Grafenwöhr are not in accordance with German law, as also has been stated by the German Animal Welfare Federation.

The numerous inquiries and protests to the competent authority and the German Animal Welfare Federation confirm that just the planning of such animal experiments is utterly unacceptable to German society.

Dear Colonel West, I plead with you to put a stop to any further plans for this kind of training and to make it possible to use alternative training aids so that a renewed application for animal experiments will not be necessary.

In the hope that my request will meet with your understanding,

Sincerely,


Pressemitteilung zu Zirkus Probst

Zirkus Probst kommt nach Worms und schlägt kräftig die Werbetrommel. Hat ein Zirkus eine gewisse Größe oder einen bekannten Namen,wird sofort angenommen, die Welt sei für die Tiere in Ordnung. Am 11.2.2010 gab es in Solingen bei der Raubtiernummer während der Vorstellung einen schweren Zwischenfall. Ein Tiger verletzte den Dompteur schwer. Kein Einzelfall - die Angriffe von Wildtieren im Zirkus häufen sich bzw.werden bekannt, weil die Berichterstattung funktioniert. Auch Ausbrüche von Tieren werden immer öfter bekannt, wie auch bei dem im Jahre 2009 in Worms gastierenden Zirkus Universal Renz, dessen Bärinnen in Kassel ausbrachen. Ein Tier zahlte den Fluchtversuch mit dem Leben. Tiger, Elefant, Nashorn und all die anderen armen mitgeführten Tiere sind nun mal Wildtiere, verdammt dazu ein armseliges Leben in engen Käfigen zu fristen. Aus Tierschutzsicht ist es klar, dass Wildtiere im Zirkus niemals artgerecht gehalten werden können. Der Dauerstress des Transports von einem Ort zum nächsten, die fragwürdigen Dressuren lösen bei den Tieren Leiden und Schmerzen aus. Die Liste der Zirkusse, die in den letzten Jahren wegen ihrer miserabelen Tierhaltung vor Gericht standen wird immer länger. Sei es nun Zirkus Giovanni Althoff oder Zirkus Krone, um nur zwei zu nennen, sie alle gastierten auch hier in Worms und auch bei ihnen hatten wir vorgefundene Missstände gemeldet. Es ist an der Zeit, dass der Beschluß des deutschen Bundesrates aus dem Jahre 2003 endlich umgesetzt wird, der ein Verbot bestimmter Wildtierarten im Zirkus vorsieht.Andere Länder machen uns vor, dass Zirkus ohne Tiere sehr wohl überleben kann. Attraktiver und vor allem humaner unseren Mitgeschöpfen gegenüber. Zirkus Probst war im Jahre 2007 bereits in Worms mit Löwen, Elefanten, Nashorn, Giraffenbulle usw. und auch damals haben wir Missstände angeführt. Was aus all diesen Tieren wurde, danach fragt kein Mensch.Wo, wie, ob sie noch leben, wen interessiert das schon. Hauptsache man hat sich zwei schöne Stunden gemacht, zu Lasten und auf Kosten von Tieren, die man einsperrt und ihrer Würde beraubt.

Waltraud Phul
1.Vorsitzende
Tierschutzverein "Menschen helfen Tieren Worms e.V."


ACHTUNG Hundebesitzer !

14.09.2009

In dem Gebiet Fahrweg Richtung Klauern in Herrnsheim sind vergiftete Köder ausgelegt. Mehrere Hunde sind bereits verstorben bzw. befinden sich in akuter Lebensgefahr. Bitte führen Sie Ihren Hund an der Leine und achten Sie darauf, dass er nichts aufnimmt. Auch die verwilderten Katzen, die von uns versorgt werden, sind gefährdet. Sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des gewissenlosen Tierquälers führen, nimmt die Kripo Worms entgegen.

17.09.09

Inzwischen wurden zwei tote Katzen aufgefunden, die zu unserer Futterstelle gehörten. An den von uns eingerichteten Futterstellen werden verwilderte Katzen versorgt. Katzen, für die sich niemand verantwortlich fühlt und die ausgesetzt wurden. All diese Tiere wurden von uns kastriert um die Population einzudämmen. Durch die regelmäßige Futtergabe haben wir den Katzenbestand unter Kontrolle und können rechtzeitig reagieren, wenn sich neue Tiere hinzuziehen. Fünf Hunde wurden durch das ausgelegte Gift in lebensbedrohlichen Zustand gebracht. Nicht mitgerechnet sind die Wildtiere, die diese Köder aufnahmen und irgendwo jämmerlich verendeten. Wir vermissen vier weitere Katzen, die von uns versorgt werden.


Herrnsheimer Tierbesitzer haben Angst vor dem vergiftetem Tierfutter
19.09.2009 - HERRNSHEIM

Von Susanne Müller

Der Tierquäler, der im Bereich des Fahrwegs mit Gift präpariertes Tierfutter auslegt, ist weiter aktiv. Am Freitag Abend wurden erneut Giftköder gefunden. Die Vorsitzende des Vereins “Menschen helfen Tieren“, Waltraud Phul hatte sie entdeckt, als sie mit Mitstreitern wie an jedem Tag in einem nahen Kleingartengelände wild lebende Katzen versorgen wollte. “Das offen hingelegte Futter ist bestäubt mit einer weißlichen Substanz“, schilderte sie den Fund, den sie zur Polizei brachte. Neben einer dieser “Futterstellen“ lag am Freitag ein toter Igel, auch sie sind Fleischfresser.
Schon seit Anfang der Woche ist Futter verstreut
Dass ein Tierhasser am östlichen Ortsrand Gift auslegt, war zu Beginn der Woche bemerkt worden. Fünf Hunde unterschiedlicher Halter hatten nach dem Gassigang massive Vergiftungserscheinungen aufgewiesen, einige der Tiere waren noch am Abend erstversorgt worden bei der Wormser Tierärztin Annette Hengst. Ein Hund war gestern noch in kritischem Zustand, vier weitere sind über den Berg. Aber: Inzwischen wurden in Nähe des Fahrwegs auch zwei tote Katzen gefunden, vier weitere, die regelmäßig von den Tierschützern gefüttert werden, sind vermisst.
“Eine der toten Katzen ist eine uns bekannte, tätowierte und kastrierte die zweite eine fremde“, erklärte Waltraud Phul vom Verein “Menschen helfen Tieren“, die die Samtpfoten betreuen. Das tote Tier wurde vom Verein zur Untersuchung in ein Labor geschickt, um Gift nachzuweisen, und sollte der Täter gefasst werden, Beweise zu haben.
Waltraud Phul hat nahe der Kleingärten, wo ihr Verein und eine Einzelperson wild lebende Katzen regelmäßig mit Futter versorgen, und auch drumherum Schilder angebracht, die vor offen liegendem Futter warnen. “Bei uns gibt es kein Futter in freier Landschaft, wir füttern die Katzen in einem Gartens, den niemand betreten kann“, so Phul. Außerdem, dies bestätigte auch die Polizei, waren die Giftköder einige hundert Meter weiter ausgelegt worden.
Unverständnis für die Tat
“Ich verstehe nicht, wie jemand so etwas machen kann“, sagte Phul. Die Hunde seien gerettet worden und hätten ihre erheblichen Schmerzen nach der Vergiftung nur dank medizinischer Versorgung ertragen: “Wie haben wohl die Katzen gelitten oder auch Wildtiere, die auch von dem Futter gefressen
haben?“
Auch Ortsvorsteherin Silvia Gutjahr verfolgt das Geschehen mit Sorge: “Wir haben keinerlei Hinweise“, bedauerte sie. Dass die Tierschützer die Katzen fütterten, erachte sie als gut, betonte sie im Hinblick darauf, dass der Täter es womöglich gar nicht auf die Hunde, sondern die frei lebenden Katzen abgesehen habe: “Würden die Tiere nicht versorgt und auch von den Tierfreunden kastriert, dann würden sie sich immer weiter vermehren“.

Quelle: Wormser Zeitung

Max und Roxy hatten Glück und überlebten die schwere Vergiftung.

Nach vier Tagen voller Schmerzen und Krämpfen waren sie ausser Lebensgefahr.

++

Dieser kleine Igel hatte keine Chance zu überleben,

wie wahrscheinlich noch viele weitere Wildtiere die

vom vergifteten Futter gefressen haben.


Verwilderte Hauskatzen

Das Elend unter den verwilderten Hauskatzen immer größer. Erbärmliche, schmutzige Unterkünfte dienen diesen Tieren als Unterschlupf. Unkontrolliert vermehren sich die Tiere, sie werden von Krankheiten geplagt und keiner hilft ihnen. Die Menschen in ihrer Umgebung verjagen sie. Diese Katzen fristen ein jämmerliches Leben, weil der Mensch nicht zu seiner Verantwortung steht und gewissenlose Besitzer Kosten und Mühen scheuen, um ihre Katzen rechtzeitig zu kastrieren. Die Ware Tier - ausgebeutet und weggeworfen. Unsere Bilder sind von einer von uns durchgeführten Kastrationsaktion. Keiner fühlt sich in der Verantwortung weder Halter, noch Städte und Gemeinden. Wenn die Wegwerfware Tier zur Plage für den Menschen wird, muß der Schwächste in der Kette - das Tier, die Zeche zahlen.


Tabuthema: Sexueller Missbrauch von Tieren

Man hat schon einmal davon gehört, glaubt es aber doch nicht. Gemeint ist der sexuelle Missbrauch von Tieren. In Deutschland ist der sexuelle Missbrauch von Tieren nicht verboten! Es sei denn, dem Tier werden "erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden " zugefügt. Wenn dies nicht eindeutig bewiesen ist, liegt kein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor! Schutzlos werden Tiere missbraucht, ihre Abhängigkeit wird ihnen zum Verhängnis. In welcher Gesellschaft leben wir, dass Missbrauch von Tieren geduldet und nicht geahndet wird. Jede sexuelle Handlung an Tieren verursacht unserer Meinung nach in jedem Fall, Schmerzen, Leiden und Schäden. Und jeder Mensch, der solche Abartigkeiten begeht dürfte nicht straflos davon kommen. Die Abhängigkeit, Wehrlosigkeit der Tiere wird hier auf das widerlichste missbraucht. Wir fordern den Gesetzgeber auf, seiner Verpflichtung für den seit 2002 im Grundgesetz verankerten ethischen Tierschutz nachzukommen und jede sexuelle Handlung an Tieren unter Strafe zu stellen.

Waltraud Phul, 1. Vorsitzende MhT


Geschäft mit der Tierliebe

Gehäuft mehren sich Anrufe von Bürgern, die von dubiosen Werbern angerufen werden, um Mitglied eines "Tierschutzvereins" zu werden. Oftmals werden auf Unterschriftslisten verwiesen, wo die Angerufenen irgendwann einmal unterschrieben haben sollen. Bankverbindungen werden erfragt, und manch gutgläubiger Tierfreund gibt Auskunft. Wer hat nicht schon einmal in der Vergangenheit auf einer Unterschriftsliste z. B. gegen Tiertransporte oder der Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz unterschrieben? Ganz klar muss hier gesagt werden, dass sich die Anrufer diesen Umstand zunutze machen, denn wer fordert schon die Kopie einer solchen Unterschrift auf einer Unterschriftenliste an! Listen die vom DTB oder vom Bundesverband der Tierversuchsgegner sind, gehen ausschließlich an die zuständigen Ministerien bzw, an die EU-Kommission. Darin aufgeführte Daten werden nicht weitergegeben! Solche Drückermethoden schaden dem seriösen Tierschutz mehr, als dass sie ihm nutzen. Oftmals haben diese Vereine weder die Gemeinnützigkeit beantragt oder gar erhalten. Wir distanzieren uns von derartiger Mitgliederwerbung und raten dringend davon ab, solchen Anrufern eine Bankverbindung zu nennen. Falls dies bereits geschehen ist, empfehlen wir, bei Ihrer Bank eine solche Einzugsermächtigung sofort zu widerrufen.