Walfang ++++++ Robbenjagd


Protest gegen Walfang

Nach einem Beschluss der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) gilt seit 1986 für den kommerziellen Fang von Großwalen ein Fangverbot. Einige Länder nutzen jedoch bis heute die bestehenden rechtlichen Lücken des Moratoriums, um weiter Jagd auf Wale machen zu können.

Norwegen nutzt eine Einspruchsklausel

Norwegen legte gegen das Moratorium fristgerecht Einspruch ein und kann deswegen –zumindest rein juristisch gesehen – nicht gezwungen werden, sich an das Verbot zu halten. Seit Mitte der 90er Jahre macht Norwegen nun Jagd auf Zwergwale auf der Grundlage selbst gesetzter Quoten. Waren es 1993 noch etwa 300 Zwergwale, ist die Quote für 2004 schon mehr als doppelt so hoch, bei 670 Tieren. Eine weitere drastische Anhebung auf 1800 in den nächsten Jahren ist nach Aussage des norwegischen Fischereiministers geplant.

Japan deklariert die Waltötungen gegenüber der IWC als „wissenschaftlichen“ Fang

Obwohl Japan als IWC-Mitgliedsland an das Moratorium gebunden wäre, hat es bereits mehr als 10.000 Großwale getötet, darunter Finn-, Sei-, Minke-, Brydes- und Pottwale.
Japan wurde in mehrheitlich angenommenen Entschließungen der IWC (mit Beteiligung Deutschlands) sowie in diplomatischen Demarchen aufgefordert, diesen so genannten wissenschaftlichen Walfang zu unterlassen und Walforschung ausschließlich mit nicht tödlichen Methoden zu betreiben. Leider haben diese Appelle bislang nichts genützt.

Island bricht eigene Versprechen

Island, früher eine der größten Walfangnationen, ist seit 2002 erneut offizielles Mitglied der IWC. Trotz des Versprechens Islands beim Wiedereintritt in die IWC bis 2006 auf den kommerziellen Walfang zu verzichten, betreibt Island – ungeachtet internationaler Proteste - seit 2003 „wissenschaftlich“ begründeten Walfang. Allein im Juni 2004 sollen 25 Zwergwale getötet werden.

Die Jagd auf Wale ist extrem grausam und in keiner Weise notwendig

Die Jagd auf Wale wird mit Explosiv-Harpunen durchgeführt. In der Praxis heißt das, dass ein Sprengkörper in den Körper der Wale geschossen wird, der im Körper der Tiere explodiert und das Tier innerlich zerreißt. Weniger als die Hälfte der Wale kommt jedoch unmittelbar beim ersten Schuss ums Leben, da ein genaues Zielen von den Schiffen auf hoher See nicht möglich ist. Der Todeskampf der Meerestiere kann sich so über eine Stunde hinziehen. Wale sind Säugetiere und verfügen über ein hoch entwickeltes Nervensystem ähnlich dem des Menschen.

Einen vernünftigen Grund für das Abschlachten der Wale gibt es nicht. Norwegen begründet seine Jagd auf Zwergwale damit, die Verluste für die heimische Fischerei durch den Appetit der Wale zu verringern. Die eigentlichen und wissenschaftlich hinreichend belegten Ursachen der weltweit zurückgehenden Fischbestände (u.a. globale Überfischung, Meeresverschmutzung) werden von Norwegen jedoch mit keinem Wort erwähnt. Der so genannte „wissenschaftliche“ Walfang von Japan dürfte seinen eigentlichen Zweck darin haben, das Walfleisch als teure Delikatesse und somit als lukrative Einnahmequelle in speziellen Restaurantbetrieben zu verkaufen. Aus diesem Grund forderte die IWC – bis heute allerdings vergeblich – sich an das Moratorium zu halten und die „Forschungsprogramme“ einzustellen.

Nächstes Treffen der IWC: 19-22. Juli in Italien

Einmal jährlich treffen sich die IWC-Mitgliedsländer, um über Schutz und Nutzung der Walbestände zu beraten. Ganz sicher wird auch beim kommenden 56. Treffen in Italien der Versuch der Pro-Walfangnationen unternommen, das Walfangverbot zu kippen. Deutschland (IWC-Mitglied seit 1982) hat sich bisher immer vehement gegen eine Aufhebung oder Lockerung des Moratoriums eingesetzt.

Protestieren Sie bei den Botschaftern gegen den verantwortungslosen Walfang:

Exzellenz,


die Tötung von Walen ist im höchsten Maße grausam, tierschutzwidrig und ohne zwingenden Grund. Bitte setzten Sie sich persönlich dafür ein, dass bei der kommenden IWC-Konferenz vom 19. bis 22. Juli in Italien, Ihre Regierung das seit 1982 bestehende Walfangmoratorium vollständig und ausnahmslos umsetzt.

Norwegen

Königlich Norwegische Botschaft

Rauchstr. 1

10787 Berlin

Japan

Botschaft von Japan

Hiroshimastr. 6

10785 Berlin

Island

Botschaft der Republik Island

Rauchstr. 1

10787 Berlin



Unterstützen Sie die Walkampagne der Welttierschutzgesellschaft

Eine weitere Möglichkeit sich für den Fortbestand des Walfangmoratoriums: Beteiligen Sie sich an der Walkampagne der Welttierschutzgesellschaft, die vom Deutschen Tierschutzbund finanziell und ideell unterstützt wird. Hier besteht die Möglichkeit, durch Protestmails gegen den Walfang die Position von Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast zu stärken.


Quelle: Deutscher Tierschutzbund


Kanada lässt Hunderttausende von Robben abschlachten


Ungeachtet vielfacher internationaler Proteste von Tier- und Naturschutzorganisationen, setzt die kanadische Regierung ihre Pläne um, innerhalb der nächsten drei Jahre insgesamt eine Million Sattelrobben zu töten. Allein in diesem Jahr sollen 350.000 Robben abgeschlachtet werden - mehr als Zweihunderttausend wurden bereits getötet. Die Robbenjäger gehen bei ihrem Handwerk alles andere als vorsichtig mit den Tieren um, so dass auch noch lebenden Jungtieren das Fell abgezogen wird.

Die Begründung der kanadischen Regierung, die Tötung der Robben trage zur Erholung der Kabeljaubestände bei, ist mehr als fadenscheinig. Es ist kein Geheimnis, dass der weltweit besorgniserregende Rückgang wirtschaftsrelevanter Fischarten überwiegend auf die industrialisierte Ausbeutung der Weltmeere durch internationale Fischereiflotten zurück zu führen ist.

Protestieren auch Sie bei der Kanadischen Botschaft in Berlin gegen das massenhafte Abschlachten von Robben.


An die Botschafterin von Kanada

Ihre Exzellenz Marie Bernard-Meunier

Friedrichstr. 95

1017 Berlin

Fax 030 / 20312111

Brlin@Dfait-Maeci.Gc.Ca



Protesttext:

Exzellenz,

ich fordere Sie auf, unverzüglich das grausame Abschlachten von Sattelrobben zu stoppen. Bitte machen Sie der Regierung Ihres Landes deutlich, dass das massenhafte Abschlachten von Robben ein Schlag ins Gesicht aller Tierfreunde ist und dass eine Fortsetzung der Tierquälerei, die in den nächsten Jahren im gleichen Ausmaß weitergehen soll, nicht akzeptiert werden kann.


Das grausame Sterben der Robben in Kanada

Trotz internationaler Proteste geht in Kanada die Jagd auf Sattelrobben weiter. Allein im Jahre 2004 sollen 350.000 Tiere abgeschlachtet werden - innerhalb der nächsten drei Jahre insgesamt eine Million Robben. Die Tiere haben keine Chance ihren Mördern zu entkommen. Sie werden brutal erschlagen und sterben einen qualvollen oftmals stundenlang dauernden Tod. Die Jungtiere können noch nicht schwimmen und sind wehrlos ihren Peinigern ausgeliefert.

Protestieren Sie bei der Kanadischen Botschaft Berlin gegen das massenhafte Abschlachten von Robben über
www.tierschutzbund.de

Oder schreiben Sie:
An die Botschafterin von Kanada
Ihre Exzellenz Marie Bernard-Meunier
Friedrichstr.95
1017 Berlin
Fax: 03020312111
Brlin@Dfait-Maeci.Gc.Ca