Pamplona

Die alljährliche Stierhatz in Pamplona lockt wie schon vor Jahrzehnten wieder tausende von Menschen an. Worte wie Tradition fallen, dabei wird die Geschäftslobby, die hinter dem barbarischen Treiben steht, aus den Augen verloren. Was ist das für eine Tradition, die wehrlose Tiere niedermetzelt? Es ist ein Geschäft, dass hier betrieben wird mit Partys und Trinkgelagen. Die Läufer fühlen sich als Helden und lassen sich bejubeln, dabei sind es doch armselige Menschen, die hilflose Tiere in Todesangst und Schrecken versetzen. Tiere, die ohne Chance sind, dieses bestialische Treiben zu überleben, denn am Ende des Tages sterben sie in jedem Fall unter dem tosenden Beifall der Zuschauer.Gequält,geschunden , wehrlos und chancenlos dem Blutrausch der Massen ausgeliefert! Die Toreros, stolze Helden einer Nation? Spanien kann stolz sein auf diese Helden, die ich ganz einfach als Tierquäler bezeichne. Jeder und damit meine ich auch jeden Touristen, der diese Tierquälerei unterstützt und sei es auch nur durch seine bloße Anwesenheit, hat es nicht verdient als ethisch moralischer Mensch bezeichnet zu werden. Woher nehmen wir Menschen uns das Recht, so mit unseren Mitgeschöpfen zu verfahren? Da muß man sich für unsere Spezies doch einfach nur noch schämen!

Waltraud Phul
1.Vorsitzende TSV "Menschen helfen Tieren Worms e.V."


28.07.10 DTB
Ende der Stierkämpfe in Katalonien – Signalwirkung für ganz Spanien?
Das katalanische Regionalparlament hat heute ein Stierkampf-Verbot beschlossen. Ab 2012 dürfen diese Kämpfe nicht mehr stattfinden. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt diese Entwicklung und hofft auf eine Signalwirkung für ganz Spanien. Der Verband appelliert zudem an alle Spanien-Urlauber, die als Kulturerbe getarnte Tierquälerei zu boykottieren: Die Neugierde der Touristen finanziere und legitimiere das Tierleid.

„In Spanien gibt es kein einheitliches nationales Tierschutzgesetz, lediglich regionale rechtliche Vorgaben, die von Region zu Region unterschiedlich sind. Das Verbot von Stierkämpfen in Katalonien könnte in Spanien zu einem positiven Dominoeffekt führen", hofft Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Anbot und Nachfrage regeln den Stierkampf-Markt: Geld kommt vor allem von Touristen

Pro Jahr werden in Spanien etwa 2.000 Stierkämpfe durchgeführt, in denen sehr viele Tiere "verbraucht" werden (circa 30.000 im Jahr). Nur etwa 14 Prozent aller Spanier besuchen derartige Veranstaltungen. Auch die Mehrheit der europäischen Bevölkerung lehnt Stierkämpfe ebenfalls als archaisch und tierquälerisch ab. Die meisten Besucher der Arenen sind aber dennoch Touristen, die den Stierkampf als "typisch spanische Urlaubsattraktion" erleben wollen. „Wer Stierkämpfe als fröhliches und traditionelles Ereignis feiert, verschließt die Augen vor Tierleid und dem äußerst grausamen Umgang mit den Tieren", so Wolfgang Apel abschließend.


Tierquälerische Traditionen in Spanien

Spanien ist ein beliebtes Urlaubsland. Kein Wunder, locken doch Sonne, Strand und Meer, gastfreundliche Menschen, eine gute Küche und zahlreiche, größere und kleinere taditionelle Feste. Viele dieser Veranstaltungen sind allerdings mit erheblicher Tierqual verbunden. Einige Beispiele:

Stierkampf

Die Tötung des Stieres in der Arena mit dem Todesstoß ist bis heute in Spanien erlaubt. Tötungen von Stieren erfolgen aber auch in den Übungen der Stierkampfschulen. Pro Jahr werden in Spanien etwa 2000 Stierkämpfe durchgeführt, in denen eine Vielzahl von Stieren "verbraucht" werden (ca. 30 000 Tiere). Nur etwa 14 % aller Spanier besuchen Stierkämpfe. Die meisten Besucher der Stierkampfarenen sind Touristen, die den Stierkampf als "typisch spanische Urlaubsattraktion" erleben wollen.

Pamplona: Stiertreiben durch die abgesperrte Stadt
Das "Stiertreiben" in Pamplona ist ein Volksfest zu Ehren eines Schutzpatrons der Stadt. Die Stiere werden dabei in Sechsergruppen durch die Stadt getrieben - zur Belustigung der Massen. Jedes Jahr gibt es dabei zahlreiche Verletzten und Tote in der Zuschauermenge. Aber auch die Tiere müssen dabei große Angst, Panik und Schmerzen durch Schläge und Stürze erleiden. Nach der Qual kommen sie zum Stierkampf in die Arena und werden dort getötet.

Windhundrennen mit anschließender Tötung der Tiere
Hunde, die bei Windhundrennen in Großbritannien nicht erfolgreiche waren, werden verkauft - besonders häufig nach Spanien . Nach einem strapaziösen Transport in Spanien angekommen, werden die Tiere ausschließlich für Rennen zugekauft. Stundenlang warten sie in großer Hitze auf ihren Einsatz in der Arena. Vor den Wettkämpfen kaum oder nur unzureichend auf Krankheiten oder Verletzungen kontrolliert, müssen sie die Rennen bei sehr hohen Temperaturen überstehen. Verlierer werden nicht selten grausam getötet.

Tötung von Jagdhunden
Obwohl in Spanien verboten, werden ausgemusterte Jagdhunde nach der Jagdsaison immer wieder auf grausame Weise getötet. Wie im Mittelalter werden sie an Bäumen erhängt.

Wachtelschießen
In die Luft katapultierte Wachteln dienen Sportschützen in der spanischen Urlaubsprovinz Alicante als Ziel. Die lebenden Vögel werden mit speziellen Abschussvorrichtungen durch Kunststoffrohre hoch geschleudert und dann geschossen wie beim Scheibenschießen. In der Ortschaft Calpe an der Costa Blanca fand im vergangenen Jahr bereits das siebte Schießturnier "Virgen del Pilar" statt.


Zeichen der Hoffnung: Tierquälerische Traditionen wurden bereits abgeschafft
Verschiedene Traditionen, die mit Tierquälerei verbunden waren, wurden inzwischen bereits abgeschafft. Zwei Beispiele:

- Im spanischen Dorf Manganeses de la Polvorosa war es lange Zeit Tradition, bei einem alljährlichen Fest eine Ziege vom Kirchturm zu werfen. Unten wurde sie dann mit einem Sprungtuch aufgefangen. Im Jahr 2000 hat der Bürgermeister diesen Wurf vom Glockenturm verboten. Seither wurde diese Tierquälerei erfreulicherweise nicht mehr durchgeführt.

- Bei einem Karnevalsbrauch im Dorf Albala wurde lebenden Hähnen der Kopf abgerissen. 2002 verfügte der Bürgermeister, dass nur noch tote Hähne zum Einsatz kommen sollten. Seither wird dieser makabre Brauch lediglich mit toten Tieren durchgeführt.

Quelle:DTB


Stierkampf ist Tiermord

Friedlich beieinander stehen Stierkaelber und Fohlen auf den Weiden Spaniens, betreut vom Menschen, ihrem Freund.
Schlaegt ihre Stunde, werden die jungen Stiere eingefangen und zur Arena
geschafft. In dunklen Verliessen warten sie auf ihren "Auftritt". Das Tor oeffnet sich, der junge Stier stuerzt als erster oder letzter von jeweils sechs todgeweihten Tieren in die sonnengleissende Arena. Nun beginnt die Hetze in den sicheren Tod. 20 Minuten Kampf verlangt das sensationsluesterne Publikum. Lanzen mit Widerhaken werden dem Stier in den Ruecken gestossen, peinigen und verwirren ihn. Das rote Tuch bringt ihn zur Verzweiflung. Schliesslich greift der Stier an, jagt Mensch und Pferd, reisst tiefe Wunden in den Leib seines einzigen Freundes, des Pferdes, zertrampelt in Kopflosigkeit und vor Schmerzen alles, was ihm unter die Hufe kommt.
Unter dem Todesstoss des Matadors bricht der Stier schliesslich
blutueberstroemt zusammen. Oft trifft erst der dritte und vierte Stich toedlich. Fuer den Stier gibt es keine chance. Entweder in der Arena oder hinter den Kulissen wird er abgestochen.

Was sagt die katholische Kirche?
"Die Tierwelt offenbart uns, wie ueberhaupt die ganze Schoepfung, Gottes Macht;
Seine Weisheit und Seine Guete verdient daher von seiten des Menschen Ehrfurcht und Ruecksichtnahme. Jedes ruecksichtslose Vorgehen, wodurch Tiere getoetet werden, jede unnoetige Haerte und gefuehllose Grausamkeit gegen sie ist darum zu verurteilen. Denn ein solches Verhalten steht im Widerspruch zum gesunden, menschlichen Empfinden und fuehrt notwendig zur Brutalitaet"
(Papst Pius XII, 10. November 1950)

Wir fragen:
Was hat die katholische Kirche bis zum heutigen Tage unternommen, damit nach
dieser Grundsatzerklaerung eines weisen Papstes gehandelt wird? Der katholische Priester segnet den Stierkaempfer und die Arena. Die Kirche sieht schweigend zu, wie Jahr fuer Jahr massenhaft Tiere zu Tode gemartert werden zum Gaudium einer groehlenden Menge.
Wo bleibt die Erziehung zur Liebe und Barmherzigkeit gegenueber allen
Mitgeschoepfen?
Quelle: Unterschriftenblatt des Bundesverband Tierschutz


Anti-Stierkampf-Stadt

Am 6.4.2004 war es endlich soweit. Barcelona ist als erste Grossstadt Spaniens zur "Anti-Stierkampf-Stadt" geworden. Der Stadtrat verabschiedete eine Resolution wonach Stiere schützenswerte Säugetiere und "körperlich wie geistig sensible Wesen" sind. Diesen Sieg errang Jordi Portabella, der stellvertretende Bürgermeister Barcelonas, der die Gesetzesvorlage in den Stadtrat einbrachte. Man kann nur hoffen, dass noch mehr spanische Städte dem Beispiel Barcelonas folgen!