Frohe Ostern?

Das Leiden der Osterhasen

Die Beliebtheit von Kaninchenfleisch steigt in Deutschland leider immer weiter an -

und mit der Nachfrage auch automatisch die Produktion. Immer mehr Kaninchen

fristen ihr Leben als Mastkaninchen in engen Drahtgitterkäfigen, häufig in mehreren

Etagen übereinander. In dieser Batteriehaltung sind die Tiere praktisch zur

Bewegungsunfähigkeit verdammt. Sie leiden unter schmerzhaften Pfotengeschwüren,

Gelenkproblemen, Verhaltensstörungen und der unnatürlichen Fütterung mit Trockenfutter.

Vier bis sechs Kaninchen vegetieren in einem Drahtkäfig

in der industrialisierten Haltung.

Wir klagen an:
In der industriellen Kaninchenhaltung werden wirtschaftliche Erwägungen höher gestellt als die Gesundheit und der Schutz der Tiere.
Zucht und Haltung werden nicht an den Bedürfnissen und Verhaltensweisen der Kaninchen ausgerichtet.
Es fehlen gesetzliche Regelungen, die die tierschutzwidrige Zucht und Haltung der Kaninchen beenden und Anforderungen an einen tiergerechten Umgang mit Kaninchen festlegen.

Sie können helfen
Die konsequenteste Haltung um Tierleid zu verhindern, ist eine vegetarische Lebensweise. Aber auch wenn Sie nicht ganz auf Fleisch verzichten wollen, können Sie mit dazu beitragen, dass die Haltung der Kaninchen und der Umgang mit den Tieren verbessert werden.

Fragen Sie im Handel gezielt nach Produkten von artgerecht gehaltenen Kaninchen.
Fragen Sie auch z.B. bei ökologisch wirtschaftenden Betrieben in Ihrer Nähe, ob dort Kaninchen artgerecht gehalten werden und überzeugen Sie sich von deren Haltung.
Kaufen Sie nur Fleisch von Kaninchen, die artgerecht und mit Auslauf gehalten werden.
Sammeln Sie Unterschriften für eine artgerechte Kaninchenhaltung - hier die Unterschriftenliste als PDF herunterladen.


Verstecktes Tierleid im Osternest

Bunt gefärbte Eier dürfen in keinem Osternest fehlen - Viele Verbraucher wissen aber nicht, dass sich hinter der Farbschicht oft Eier aus Käfighaltung verbergen. Vorsicht ist auch bei Lebensmitteln wie Eierlikör, Backmischungen, Fertigkuchen und Keksen geboten. Der Grund: Gekochte und verarbeitete Eier sind immer noch von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Der Deutsche Tierschutzbund fordert, dass Firmen die Haltungssysteme auch auf allen Fertigprodukten kennzeichnen müssen. Denn nur so kann der Verbraucher Käfigqual sicher erkennen und vermeiden. Solange es keine umfassende Kennzeichnungspflicht gibt, empfiehlt der Verband Tierfreunden, nur gefärbte Eier, die explizit als Eier aus Bio- oder Freilandhaltung gekennzeichnet sind, zu kaufen, oder Eier selbst zu färben. Das macht der Familie Spaß und setzt ein Zeichen für mehr Tierschutz.

Jährlich werden Milliarden Eier aus qualvoller Käfighaltung in Fertigprodukten verarbeitet. In der neuen Käfighaltung, den Kleingruppenkäfigen sind wesentliche Grundbedürfnisse und Verhaltensweisen der Tiere eingeschränkt. Im Vergleich zum herkömmlichen Käfig, in dem die Hühner bisher nur eine ¾ DIN-A4-Seite an Platz hatten, sind es im neuen Käfigsystem nur knapp mehr als ein DIN-A4-Blatt. Die Tiere können jedoch auch hier nicht gleichzeitig ruhen, artgemäß scharren, picken und sandbaden. Führende Wissenschaftler haben bestätigt, dass auch in den Kleingruppenkäfigen kein artgerechtes Verhalten möglich ist.

Eier-Kennzeichnung
Seit dem 1. Januar 2004 müssen Eier bzw. deren Verpackung im Handel verpflichtend nach dem Haltungssystem, dem Herkunftsland und der Verpackungsstelle gekennzeichnet werden. Eier werden mit einem Code gekennzeichnet, z.B. 1 DE-234572. Die erste Ziffer steht dabei für das Haltungssystem (Ökologische Erzeugung: 0, Freilandhaltung: 1, Bodenhaltung: 2, Käfighaltung: 3), anschließend folgt der Ländercode, der besagt, woher das Ei stammt (z.B. DE für Deutschland). Auf den Ländercode folgt die Identifizierungsnummer, die den Betrieb codiert, und die letzte Ziffer gibt den Stall an, in dem das Ei gelegt wurde.


Osterfeuer – grausame Tierfalle
Vielerorts sieht man die täglich wachsenden Reisighaufen, die am Ostersonntag für ein Osterfeuer entzündet werden. Viele Wildtiere nutzen die Reisighaufen als Unterschlupf oder sogar als Brutstätte. Der vermeintlich sicherere Unterschlupf wird für Kleintiere wie Igel, Mäuse, Kröten oder Vögel schnell zu einer tödlichen Falle. Der Deutsche Tierschutzbund rät, die Osterreisighaufen erst kurzfristig zu errichten und unbedingt vor dem Anzünden nochmals umzuschichten.

Tagsüber verstecken sich Igel im Herbst in Kompost- oder Reisighaufen, einer Böschung oder einer Hecke. Sie verlassen das Versteck nur zwischen Dämmerungsbeginn und Morgengrauen, um auf Nahrungssuche zu gehen.

Lassen Sie daher aufgehäufte Gartenabfälle liegen. Sie sind oft ein ideales Winterquartier für die Tiere. Setzen Sie Gartengeräte nur vorsichtig ein. Vor allem die in den letzten Jahren immer beliebter gewordenen Laubsauger und -bläser können zu einer Gefahr für Igel werden: Kleinere Igel können eingesaugt und getötet werden. Außerdem entfernen die Geräte nicht nur Laub, sondern auch Insekten, Würmer und Weichtiere, die dem Igel als Nahrung dienen.

Greifen Sie deshalb lieber zum Rechen oder zur Harke und lassen Sie Laubhaufen als Unterschlupf für Insekten und Igel liegen. Falls Sie Gartenabfälle doch entsorgen wollen, gehen Sie bitte vorsichtig vor. Schauen Sie erst nach, ob sich ein Igel darin niedergelassen hat. Ein gesunder Igel hat dann die Chance, zu flüchten und kann sich ein neues Quartier suchen.