Überfordert vom Job!

Asterix und sein kleines Rudel stammen sozusagen aus gut katholischem Hause: Sie haben bei der Haushälterin des Pfarrers gelebt. Wie?

Nun - wenn man eine Vorstellung davon haben will, wie das Leben der drei vermutlich ausgesehen hat, braucht man nur ein wenig in den Straßen von Caserta spazieren zu gehen. Nahezu hinter jedem Gartenzaun, von jedem Balkon herunter kläffen ein oder mehrere solcher kleiner Hunde. Wenn sie sehr privilegiert sind, dreht am Abend jemand mit ihnen eine kurze Runde. Meistens eher nicht. Sie sind einfach da. Die Welt erleben sie nur aus der Vogelperspektive beziehungsweise durch die Stäbe eines Gartenzauns. Von den Menschen erfahren sie sporadisch Zuneigung, manchmal Schläge, meistens Gleichgültigkeit.

Irgendwann ist man ihrer überdrüssig und sie landen auf der Straße, im Müll, hinter Gittern. Für sie, die nie etwas anderes kennen gelernt haben als die Enge ihres Balkons oder Hinterhofes, bricht in der Regel erst einmal eine Welt zusammen.

Asterix ist gewissermaßen Chef im Ring und damit Beschützer seiner kleinen Truppe. Kein leichter Job für so einen Zwerg, der eigentlich selber jemanden bräuchte, der auf ihn aufpasst. Hier mal ein Tritt, da mal ein Schlag und wie leicht brechen da kleine, zarte Knöchelchen. Asterix musste erleben, wie sein Bruder Benny die Hüfte gebrochen bekam, ohne dass ihm einer half. Ärztliche Versorgung - Fehlanzeige. Wen wundert es dann, dass der kleine Asterix sich zum Beschützer seiner Geschwister berufen fühlte! Wen wundert es, dass sein Vertrauen zu den Menschen zerbrach! Asterix braucht Menschen, die Geduld haben. Die ihm die Zeit lassen, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen. Dies ist eine Geduldsfrage für verständnisvolle Menschen, denn der kleine Mann sucht Liebe!

Wir würden Asterix deshalb auch lieber als Einzelhund zu Menschen vermitteln, die ihm mit Liebe und Konsequenz zeigen, dass er niemanden beschützen, nichts regeln und einfach nur total entspannt Hund sein darf.